GEI-Digital Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • Rotate to the left
  • Rotate to the right
  • Reset image to default view
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Hauptereignisse der römischen Kaiserzeit, Deutsche Geschichte bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (Teil 5)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN646218255
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4254571
Title:
Ratgeber für deutsche Lehrer und Erzieher
Author:
Hemprich, Karl
Fritzsche, Richard
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
Beltz
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
wissenschaftliches Sammelwerk für alle Unterrichtsfächer und zur Fortbildung

Volume

Persistent identifier:
PPN655989501
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4254580
Title:
Von der deutschen Vorzeit bis zur Reformation
Shelfmark:
HC-II 2(1,11)-1L
Author:
Hemprich, Karl
Fritzsche, Richard
Reiniger, Max
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
Beltz
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
8. Otto der Große
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Pfeifers Lehrbuch der Geschichte für höhere Lehranstalten
  • Die Hauptereignisse der römischen Kaiserzeit, Deutsche Geschichte bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (Teil 5)
  • binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Verzeichnis der Karten im Text
  • Verzeichnis der synchronistischen Tafeln
  • Aus der Geschichte des Altertums
  • Aus der Geschichte des Mittelalters
  • Übergang zur Neuzeit
  • Aus der Geschichte der Neuzeit
  • Bilder zur Kunst-und Kulturgeschichte der altchristlichen Zeit, des Mittelalters und der Renaissance
  • binder

Full text

20 
Aus der Geschichte des Altertums. 
b) Verfassung. Wir treffen die Germanen um Christi Gebnrtim Über- 
gang vom Nomadenleben zum seßhaften Hirten- und Bauernleben. Das 
Ackerland war bei ihnen nicht Privateigentum; es war Gemeindebesitz, an dem 
damals jedem Gemeindegenossen alljährlich sein Anteil zugewiesen wurde. 
Wenn sie daher zu Casars Zeit noch jährlich ihre Hütten abbrachen und 
wieder aufschlugen, wo ihnen ein Ackerteil angewiesen war, so finden wir 
dagegen 150 Jahre später (zu Tacitus' Zeit) schon feste Dörfer bei ihnen. 
Die Grundlage der staatlichen Gliederung sind die nach Sippen ge- 
ordneten Geschlechter. In Geschlechtern siedeln sich die Germanen an, teils 
in Einzelhöfen, teils in weitläufig angelegten Dörfern. 
Vor alters hatte das Geschlecht (die Familie) die einzige feste Ein- 
heit des Staatswesens gebildet. Die Familienältesten waren allein die 
„Beamten" und Richter und der Älteste eines bevorzugten Geschlechtes zu- 
gleich das Haupt des ganzen Stammes. 
Zu Tacitus', wie schon zu Casars Zeit zerfiel der germanische Staat 
in Bezirke, die ohne Unterschied Gaue oder Hundertschaften (pagi. centenae) 
genannt wurden. Die Vorsteher derselben wurden vou der Volksversamm- 
luug gewählt; der Staat (nicht der Älteste des Geschlechts) übte die Straf- 
gewalt. Erledigte die Versammlung der Hundertschaft deren Geschäfte 
besonders gerichtlicher Art, so fielen der allgemeinen Landesversammlung 
(die gleichbedeutend mit der Heeres- und Volksversammlung war), dem 
Ding, die gemeinsamen Volks- und Regierungsgeschäfte zu. 
Das Ding (Volksversammlung). Je nach Bedürfnis, alljährlich 
wenigstens einmal, gewöhnlich zur Zeit des Voll- oder Neumonds, ver- 
sammeln sich alle freien Männer zum Ding. Dingpflichtig ist jeder Wehr- 
haste, bewaffnet findet man sich ein. Die vornehmste Dpferftätte des Volkes 
ist Dingstätte. Es dauert einige Tage, bis alle versammelt sind. Priester 
„hegen" die Versammlung, die sich nach Sippen nnd Hundertschaften auf¬ 
stellt. Inzwischen haben die Fürsten, Ältesten und Weifen Rat gepflogen. 
Nach uraltem Brauche richtet ein Sprecher die Frage an den Priester, 
ob es die rechte Dingzeit und der rechte Ort fei, und ob man den Ding- 
frieden gebieten möge. Bejaht der Priester die Frage, fo wird das Ding 
gehegt, Pfähle werden rings um die Versammelten in den Boden ge- 
fchlagen und mit Schnüren untereinander verbunden. Dann verkündet der 
Priester den Dingfrieden im Namen des Gottes Ziu und richtet das 
Wahrzeichen des Gottes, das an einen Speer gebundene Banner, auf. 
Wer jetzt eine Störung verursacht oder einen Frevel verübt, der vergeht 
sich gegen den Gott und muß schwere Strafe erwarten. Zuletzt spricht der 
Priester die Worte: „Ich gebiete Lust (Gehör und Schweigen) und verbiete 
Unlust." 
Dann werden die gemeinsamen Angelegenheiten: Wahlen, Rechtssachen, 
Beschlüsse über Krieg und Frieden erledigt, die Genehmigung zu Zügen 
einzelner Fürsten erteilt, die jungen Männer durch Überreichung des Speers 
wehrhaft gemacht und die Frage an die Volksgemeinde gerichtet, ob sie zu¬ 
stimme oder nicht: durch Aneinanderschlagen der Waffen stimmt sie zu, durch 
Murren lehnt sie ab.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS IIIF manifest Mirador PDF DFG-Viewer OPAC

Chapter

PDF RIS

Image

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Mauer, August. Leitfaden Für Den Geschichtlichen Unterricht. Berlin: Wohlgemuth, 1881. Print.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment