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Von der Zeit Karls des Großen bis zum Tode Friedrichs des Großen (Teil 2A)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN646218255
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4254571
Title:
Ratgeber für deutsche Lehrer und Erzieher
Author:
Hemprich, Karl
Fritzsche, Richard
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
Beltz
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
wissenschaftliches Sammelwerk für alle Unterrichtsfächer und zur Fortbildung

Volume

Persistent identifier:
PPN655989501
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4254580
Title:
Von der deutschen Vorzeit bis zur Reformation
Shelfmark:
HC-II 2(1,11)-1L
Author:
Hemprich, Karl
Fritzsche, Richard
Reiniger, Max
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
Beltz
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
10. Der erste Kreuzzug
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geschichte für Lehrerinnenseminare und Studienanstalten
  • Von der Zeit Karls des Großen bis zum Tode Friedrichs des Großen (Teil 2A)
  • binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Das Mittelalter
  • Zweite Periode. Die Zeit der karolingischen, sächsischen und fränkischen Kaiser
  • Dritte Periode. Die Zeit der Kreuzzüge und der Staufer
  • Vierte Periode. Ausgang des Mittelalters
  • Die Neuzeit
  • Anhang. Zeittafel
  • Quellensätze
  • Advertising
  • Das Reich Karls des Groszen
  • Deutschland nach der Kreiseinteilung (XVI. Jahrhundert)
  • Deutschland vor der französischen Revolution
  • binder

Full text

82 
Das Mittelalter. 
mehrmals schienen sie dem völligen Siege nahe zu sein. Aber der Kampf 
endete mit dem Interregnum, dem Erlöschen der königlichen Macht. Der 
Auflösungsprozeß war allmählich fortgeschritten. Beim Ausgange der 
sächsischen Kaiser waren die großen Lehen erblich, beim Ausgange der 
fränkischen auch die kleinen, und am Schluß der Stauferzeit waren sie 
selbständige Fürstentümer. 
b) Der Gegensatz zwischen Deutschen und Slawen östlich der Elbe 
führte ohne das Zutun der Staufer, in mühe- und gefahrvoller Arbeit 
von Fürsten, Rittern, Geistlichen, Bürgern und Bauern, zum endgültigen 
Siege des Deutschtums. 
c) Weltkaisertum und Nationalität. Die Staufer hatten aus 
der Geschichte der früheren Zeit nicht gelernt, sich auf ihre nationale 
Ausgabe zu beschränken, waren vielmehr die glänzendsten Vertreter des 
Weltkaisertums. Sie bemühten sich vergebens, ihr Ideal zu verwirklichen 
Italien wurde „das Grab der Deutschen". Deutschland und Italien 
schieden sich voneinander. 
d) Kaisertum und Papsttum. Der erbitterte Kampf, der mit dem 
Kampfe der Kaiser um den Besitz von Italien verknüpft ist, fand in dem 
Siege des Papsttums und im Untergange der Staufer seinen Abschluß. 
Niemals stand die Kirche mächtiger da als unter Innozenz III. 
e) Christentum und Islam. Zlvei Jahrhunderte arbeiteten die 
Kulturvölker des Abendlandes unter der geistigen Führung der Kirche ohne 
dauernde Erfolge daran, den Islam im Orient aus seiner Stellung zu 
verdrängen. Auch ging die Kirche aus dieser Kampseszeit nicht ohne Ein- 
büßen hervor. 
Im Gegensatz zu dem weltabgewandten Sinn und der Askese der 
vorigen Periode tritt uns in der staufischen wieder die Freude am Dasein 
entgegen. Sie zeigt sich in Turnieren und Volksfesten und nicht minder 
tn den Dichtungen und den Werken der bildenden Kunst. Das mittel- 
alterliche Leben stand auf seiner Höhe, nahm aber schon die Keime einer 
neuen Zeit, die Keime seines eigenen Versalls, in sich auf. Denn die 
Kreuzzüge brachten eine Fülle von Anregungen; sie brachten das Papier 
und die Magnetnadel, unentbehrliche Hilfsmittel für die wichtigsten Faktoren 
des modernen Lebens, die Bildung und den Verkehr. 
Man spricht von einer „Finsternis" des Mittelalters. Gesteht man 
diesem Ausdruck eine gewisse Berechtigung zu, so läßt sich das Rittertum 
mit seiner Romantik der „Königin der Nacht" vergleichen. Schnell wie 
diese prächtige Blume blühte es auf; schnell wie sie welkte es in der 
Morgendämmerung einer neuen Zeit dahin, weil es nicht aus dem Volks- 
leben seine Nahrung sog, sondern aus internationalen Ideen. Dagegen 
wuchs der Bürgerstand, der in derselben Periode schnell aufblühte, recht 
in die neue Zeit hinein und wurde ihr Hauptkulturträger.
	            		
Außerdeutsche Staaten. Em Ergebnis des gesteigerten Verkehrs jener Zeit sind die deutschen Familien- namen. Es genügte nicht mehr, Gottfried zu heißen, man mußte wissen, welcher Gottfried gemeint sei. Schon früher hatte man zur Unterscheidung die Ortsbezeichnung mit „von" gebraucht (Friedrich von Staufen). Erblich, also Familiennamen, wurden diese Bezeichnungen beim hohen und niederen Adel seit dem 12. Jahrhundert, ohne daß das „von" ausschließliches Adelsvorrecht geworden wäre. Man gab sie auch nachträglich solchen, die gar keinen Familiennamen geführt hatten; man nannte den bekannten Heerführer aus dem ersten Kreuzzuge Gottfried von Bouillon statt Gottfried, Herzog von Niederlothringen, und sprach von Dietrich von Bern statt vom Ostgoten- könig Theoderich. Langsamer und schwieriger ging die Namengebnng der Bürger vonstatten, bei denen ein geographischer Name nur gebrauchsfähig war, wenn sie ihren Wohnsitz wechselten (Heß, Sachs, Frank, Ulmer). Viele erhielten ihren Namen nach dem Stande oder Gewerbe (Vogt, Schulz, Müller, Meier, Becker oder Beck), nach der Lage ihrer Wohnung (Amtor, Znmstein), nach dem Wahrzeichen ihres Hauses (Krebs, Öchsle), nach einer Eigenschaft (Schwarz, Groß, Reich, Wohlgemut», nach ihrem Vater mit deutscher oder lateinischer Genitivendung (Jakobs, Georgi) oder mit An- fügung von -söhn, im Norden -sen (Mommseni. § 90. Auherdeutsche Staaten. 1. Frankreich unter den späteren Kapetingern. Bei Beginn des Zeit- ranms gehorchte der größte Teil Frankreichs fremden Königen: das König- reich Burgund gehörte zum Deutschen Reiche, ein beträchtlicher Teil im Süden zu Aragonien und der ganze Westen vom Kanal bis zu den Pyrenäen zu England. Dazu kam, daß die Grafen von Champagne und andere mächtige Vasallen der Krone gegenüber fast unabhängig dastanden, so daß das unmittelbar königliche Gebiet sich auf das Herzogtum Francien beschränkte. Es mußte deshalb die Hauptaufgabe der Könige sein, die französischen Länder wieder zu vereinigen. Den ersten bedeutenden Schritt in dieser Richtung tat Philipp II. (als Mehrer des Reiches Angnstus genannt), indem er nach seiner Heimkehr vom dritten Kreuzzuge fast alle englischen Besitzungen in Frankreich eroberte. Seine Nachfolger setzten die Arbeit planmäßig fort, unterstützt durch die aufblühenden Städte und be- günstigt durch den Umstand, daß die Kreuzzüge viele Vasallen hinwegrafften, so daß erledigte Lehen eingezogen werden konnten. Auch dadurch wurde die Ausbildung des Reiches zu einem Ganzen gefördert, daß die verschiedenen Nationalitäten mehr miteinander verschmolzen als die deutscheu Stämme. Ludwig IX., der Heilige, beendete zur Zeit des fünften KreuzzugeS die Albigenferkriege und erweiterte dadurch seine Macht in Südfrankreich. Als er 1270 vor Tunis gestorben war, setzte sein Sohn Philipp III. den 1270. Krieg fort und erreichte von dem dortigen Fürsten die Zahlung eines Tributs. Der folgende König, Philipp IV., der Schöne, geriet wegen der Besteuerung der Kirchengüter in Streit mit dem Papste Bonifatius VIII. Erst desfen zweiter Nachfolger, Clemens V., der als Erzbischof von Bordeaux durch den Einfluß Philipps IV. seine Würde erlaugt hatte, endigte den 6*

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Christensen, Heinrich, and Maximilian Rackwitz. Von Der Zeit Karls Des Großen Bis Zum Tode Friedrichs Des Großen. Leipzig: Hirt, 1911. Print.
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