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Europa, Die wirtschaftliche Entwicklung Europas in neuester Zeit, Elementare mathematische Erdkunde (Teil 5 = Untersekunda)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN720129680
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5835657
Title:
Erdkunde für höhere Schulen
Author:
Fischer, Heinrich
Geistbeck, Alois
Geistbeck, Michael
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Oldenbourg
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Edition title:
Ausg. [E] für Schulen mit 1 Wochenstunde
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN72013160X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5836612
Title:
Europa, Die wirtschaftliche Entwicklung Europas in neuester Zeit, Elementare mathematische Erdkunde
Shelfmark:
GDG-II 18(1,11)-5
Author:
Fischer, Heinrich
Geistbeck, Alois
Geistbeck, Michael
Volume count:
Teil 5 = Untersekunda
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Oldenbourg
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
Ausg. [E] für Schulen mit 1 Wochenstunde [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Europa
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Erdkunde für höhere Schulen
  • Europa, Die wirtschaftliche Entwicklung Europas in neuester Zeit, Elementare mathematische Erdkunde (Teil 5 = Untersekunda)
  • Binder
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Europa
  • Elementare mathematische Erdkunde
  • Binder

Full text

Das Mittelmeer und die Mittelmeerländer. 
3 
dunkle unklare Vorstellungen, eine geschichtliche Bedeutung kam ihm nicht zu. Das 
änderte sich auch erst seit 1492, mit welchem Jahre das ozeanische Zeitalter der Mensch¬ 
heit beginnt. Bis zu diesem Zeitpunkt war dem Mittelmeer eine Bedeutung eigen, 
wie sie kein anderes Binnenmeer der Erde aufzuweisen hat. Aus seinen Wellen 
vollzog sich der Austausch der Kultur dreier Erdteile, und im Altertum waren die 
umgebenden Länder zumeist der Schauplatz der Weltgeschichte. Freilich w a r 
das Mittelmeer durch seine natürlichen Verhältniße 
auch in hohem Maße geeignet, ein Ausgangspunkt des 
völkerverknüpfenden Handels und Verkehrs zu wer¬ 
den, in deren Gesolge wir überall die Segnungen einer höheren Kultur erstehen 
sehen. 
1. Binnenmeer-Charakter. Schon der Name Mittelmeer deutet 
aus seinen Charakter als B i n n e n m e e r hin. Es liegt in der Mitte dreier Fest¬ 
länder, Europas, Asiens und Afrikas; ihre Gestade sind sich zudem durch Insel- 
brücken an mehreren Stellen so nahe gerückt, daß die salzige Flut auch durch unvoll¬ 
kommene Fahrzeuge ohne allzu große Gefahren durchschnitten werden kann. Eine 
Fülle von Anregungen auf allen Lebensgebieten mußte aus der Berührung der zahl¬ 
reichen, die Mittelmeergestade bewohnenden Völkerschaften erwachsen! 
2. G l i e d e r n n g. Das Mittelmeer zeichnet sich durch eine höchstmannig- 
faltige Gliederung aus. Es teilt sich in zwei große Becken, welche durch 
die Apenninenhalbinsel und die Insel Sizilien geschieden werden. Das kleinere 
westliche Becken reicht von den Säulen des Herkules bis zur Sizilischeu Meeres¬ 
enge und besitzt mehrere größere Inseln. — Das größere östliche Mittel- 
meerbecken erstreckt sich von Sizilien bis an die phönizische Küste, umsaßt zwei 
große Inselgruppen zu beiden Seiten der griechischen Halbinsel und erweitert sich 
am Bosporus noch einmal irrt Schwarzen Meer. 
3. Küsten und Produktenreichtum der Gestadeländer. 
Eine wesentliche Stütze fand der Seeverkehr im Mittelmeer in der N a t n r seiner 
Küsten. Die an das Meer herantretenden Gebirge in Phönizien und in Griechen¬ 
land drängten die Bewohner auf die See und die vielfach gezackte Küste bot zahl¬ 
reiche schützende Häsen. Die Inseln und Halbinseln des Mittelmeeres waren 
natürliche Stationen sür die Seefahrer. Auch an Lockmitteln des Verkehrs fehlte 
es nicht. Nordafrika und Sizilien waren im Altertum die „Kornkammern Roms", 
Spanien barg reiche Schätze an Edelmetallen, Ägypten lieferte Erzeugnisse der Tropen¬ 
welt, Elba Eisen, der Libanon Zedernholz zum Bau der Schisse, das Meer selbst 
Fische, Austern, Muscheln, Salz usw., die Gewerbtätigkeit der umwohnenden Völker 
Schmuck-, Kunst- und Einrichtungsgegenstände aller Art. 
4. Bedeutung des Mi11elmeers in Vergangenheit und 
Gegenwart. Im östlichen Mittelmeer vereinigten sich wichtige geographische 
Bedingungen zur frühzeitigen Entwicklung eines hohen Handels- und Verkehrs¬ 
lebens der Völker. Hier berühren sich die drei Erdteile Europa, Asien und Afrika, 
eine Gunst der geographischen Lage, die sich sonst nirgends mehr auf dem Erdball 
findet. 
Der schmale, kaum dritthalbhundert Kilometer lange Küstensaum P h ö - 
n i z i e n s genügte nicht, das Volk zu ernähren. Gebirg und Wüste schieden es 
vom Hinterlande, die offene See aber mit ihren Schätzen und ihrem Anreiz zum Ber-
	        

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Lesebuch Für Die Oberstufe. Breslau: Hirt, 1886. Print.
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