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Alte Geschichte (1. Bdchen)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN656498218
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369443
Title:
Die Weltgeschichte in Bildern
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fues (Reisland)
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1888
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein geschichtliches Lesebuch für Volksschulen

Volume

Persistent identifier:
PPN656498439
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369453
Title:
Alte Geschichte
Shelfmark:
HCH-II 27(2,1888)1/3
Author:
Hüttig, Ch. G.
Volume count:
1. Bdchen
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fues (Reisland)
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1888
Edition title:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
IV. Die alten Deutschen bis zur Völkerwanderung
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
16. Die Völkerwanderung
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Weltgeschichte in Bildern
  • Alte Geschichte (1. Bdchen)
  • Binder
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Die orientalische Welt
  • II. Die griechische Welt
  • III. Die römische Welt
  • IV. Die alten Deutschen bis zur Völkerwanderung
  • 14. Die alten Germanen
  • 15. Zusammentreffen der Römer und Deutschen
  • 16. Die Völkerwanderung
  • Anhang

Full text

— 108 — 
Hunnen selbst verloren sich allmählich in den weiten Steppen 
des nördlichen Asiens. 
5. Untergang des weströmischen Reiches. Odoaker. 
Das römische Reich eilte seinem Untergange immer mehr 
entgegen. Der argwöhnische Valentinian tötete 454 den tapferen 
Aötius, woraus jener ebensalls ermordet wurde. Nun wurden 
von den Feldherren Kaiser ein- und abgesetzt, bis endlich 476 
ein Knabe, Romulus Augustulus, Sohu des römischen 
Feldherrn Orestes, auf den Thron kam. 
Unter ihm verlangten die deutschen Söldner den dritten 
Teil der Ländereien Italiens. Da Orestes diese Forderung 
abschlug, rückte ihr Feldherr Odoaker, ein deutscher Fürst, 
an der Spitze seiner Rugier und Heruler, zweier deutscher 
Völker, in Italien ein. Pavia wurde erstürmt und Orestes 
getötet. Romulus Augustulus, der sich in Ravenna befand, 
übergab dem Odoaker die Krone, und dieser erklärte sich zum 
Könige Italiens. Den Augustulus schickte Odoaker aus Mit¬ 
leid mit seiner Jugend auf ein Schloß Campaniens. So endete 
das römische Reich im Abendlande im Jahre 476 durch deutsche 
Gewalt. 
Odoaker herrschte übrigens mit Weisheit und Umsicht. 
Er trug die Ahnung seiner künftigen Größe schon lange in sich. 
Als er einst mit mehreren Landsleuten nach Italien wanderte, 
um römischer Söldner zu werden, kam er in Bayern zu der 
Hütte eines frommen Einsiedlers, der dort das Christentum 
verkündigte. Als dieser den Odoaker sah, sagte er: „Ziehe 
hin nach Italien! Jetzt trägst du ein geringes Kleid, einst 
wirst dn vielen ein Herrscher werden!" 
6. Theodorich, König der Ostgoten. Nachdem 
Odoaker 13 Jahre lang über Italien geherrscht hatte, fand er 
seinen Überwinder an Theodorich, König der Ostgoten. 
Die Ostgoten waren nach Attilas Tode wieder selbständig 
geworden. Sie saßen in Westungarn und wurden von 3 Brü¬ 
dern beherrscht. Hier erneuerten sich die Kämpfe mit dem 
griechischen Hofe. Der Kaiser mußte sich zu einem jährlichen 
Tribut an die Goten verstehen. Als Unterpfand des Friedens 
sandte Theodomir seinen siebenjährigen Sohn Theodorich als 
Geisel nach Konstantinopel. Dort lernte der geweckte Knabe 
die Sitten und Einrichtungen der Griechen kennen. 
Achtzehn Jahre alt kehrte Theodorich zu seinem Vater 
zurück. Als dieser bald darauf starb, wurde jener zum König 
der Ostgoten gewählt.
	        

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Hüttig, Ch. G. Alte Geschichte. Leipzig: Fues (Reisland), 1888. Print.
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