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Alte Geschichte (1. Bdchen)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN656498218
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369443
Title:
Die Weltgeschichte in Bildern
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fues (Reisland)
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1888
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein geschichtliches Lesebuch für Volksschulen

Volume

Persistent identifier:
PPN656498439
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369453
Title:
Alte Geschichte
Shelfmark:
HCH-II 27(2,1888)1/3
Author:
Hüttig, Ch. G.
Volume count:
1. Bdchen
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fues (Reisland)
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1888
Edition title:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Appendix

Title:
Anhang
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Appendix

Chapter

Title:
17. Mohammed
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Weltgeschichte in Bildern
  • Alte Geschichte (1. Bdchen)
  • Binder
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Die orientalische Welt
  • II. Die griechische Welt
  • III. Die römische Welt
  • IV. Die alten Deutschen bis zur Völkerwanderung
  • Anhang
  • 17. Mohammed
  • 18. Bonifacius
  • Zeittafel zur alten Geschichte

Full text

— 110 — 
sie wallfahrteten. In diesem Tempel wurde der schwarze Stein 
ausbewahrt und verehrt, den Gott dem Abraham durch den 
Engel Gabriel zuschickte. 
Die Araber waren ein kühner, kräftiger Menschenschlag, 
begabt mit einer glühenden Phantasie und großer Neigung zur 
Dichtkunst. Neben wildem Haß gegen die Feinde zeigten sie 
Mäßigkeit, Edelmut, Gastfreundschaft und Treue. Unter diesem 
Volke trat im 6. Jahrhundert ein Mann auf, welcher ein sich 
schnell über drei Erdteile verbreitendes Weltreich und eine 
Religion stiftete, der noch heute die meisten Völker der östlichen 
Welt zugethau sind. 
Dieser Mann war Mohammed, 570 zu Mekka geboren 
aus dem edlen Stamme der Koreischiten. Seinen Vater Ab¬ 
dallah verlor er im ersten Jahre; er hinterließ nur fünf 
Kamele und einen Sklaven. In seinem sechsten Jahre verlor 
Mohammed auch seine Mutter Emma, eine geborne Jüdin. Er 
wurde daher von seinem Oheim Ab n Ta leb erzogen, welcher 
die Aufsicht über die Kaaba hatte und Fürst von Mekka war. 
Mohammed widmete sich dem Kansmannsstande und reifte mit 
den Karawanen seines Oheims weit umher nach Syrien zc. 
Er blühte zu einem schönen Jünglinge auf von majestätischer 
Gestalt. Durchdringende Augen, feine Züge, Kraft und Wohl¬ 
laut der Stimme hatte er von feiner Mutter geerbt. In 
feinem 25. Jahre wurde er Agent im Handelshause der reichen 
Wittwe Chadidfcha. In ihrem Geschäfte machte er viele 
Handelsreisen unb gewann bie Liebe bieser Frau in so hohem 
Grabe, baß sie ihn enblich heiratete. Daburch kam er in ben 
Besitz eines großen Vermögens unb konnte von nun an seinen 
Lieblingsneigungen folgen. 
Mohammed war von jeher für religiöse Dinge begeistert 
gewesen. Auf feinen Handelsreisen hatte er die verschiedenen 
Religionen kennen gelernt, und er konnte sich weder mit dem 
Judentums noch mit dem Christentums befreunden. Plötzlich 
zog er sich in die Einsamkeit zurück, und bei feiner lebhaften 
Einbildungskraft und bei dem Nachsinnen und Grübeln über 
religiöse Dinge kam er endlich auf den Gedanken, sich für einen 
Propheten zu halten, feinem Volke eine neue Religionsver- 
faffur.g zu geben und so durch einen Glauben die getrennten 
Stämme feiner Landsleute zu vereinigen. 
In feinem 40. Jahre erschien ihm „die Nacht des gött¬ 
lichen Ratschlusses," worin ihm vom Engel Gabriel, als er in 
einer Höhle ruhte, feine Berufung zum Propheten Gottes ver¬ 
kündet wurde. Nun trat er mit feiner neuen Lehre öffentlich
	        

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Hüttig, Ch. G. Alte Geschichte. Leipzig: Fues (Reisland), 1888. Print.
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