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Lehrbuch des geographischen Anschauungs- und Denkunterrichts

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN656498218
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369443
Titel:
Die Weltgeschichte in Bildern
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Fues (Reisland)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1888
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein geschichtliches Lesebuch für Volksschulen

Band

Persistenter Identifier:
PPN656498439
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369453
Titel:
Alte Geschichte
Signatur:
HCH-II 27(2,1888)1/3
Autor*in:
Hüttig, Ch. G.
Bandzählung:
1. Bdchen
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Fues (Reisland)
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1888
Ausgabenbezeichnung:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Appendix

Titel:
Anhang
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Appendix

Kapitel

Titel:
18. Bonifacius
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch des geographischen Anschauungs- und Denkunterrichts
  • Einband
  • Titelseite
  • [Widmung]
  • Vorrede
  • I. Mathematische Geographie
  • Darstellung der Mondphasen
  • II. Allgemeine physische Geographie
  • [Verhalten des Meeres und des Landes zur Sonne. Klima]
  • III. Physisch-politische Geographie
  • I. Europa
  • Asien
  • Afrika
  • Amerika
  • Australien oder Oceanien
  • Anhang
  • Inhalt
  • Namen- und Sach-Register
  • Karte vom Champlain Lake u. Hudson River
  • Druckfehler und Berichtigungen
  • Einband

Volltext

31. u. 37° NBr. oder vom Peträischen Arabien bis zur Bucht von Skan- 
dernn, und zwischen der Ostküste des Mittelmeers und dem Enphrat; im 
engeren Sinne nur den nördlich vom alten Phönicien gelegenen Küstenstrich. 
Wir fassen es in ersterem. Das in § 92 erwähnte Kalkgebirge, das wie 
die meisten anderen reich an Höhlen ist, umfaßt zunächst mit einem der Küste 
nahe tretenden Zuge die Bucht von Skanderun (Jskendernn oder Alexan- 
dretta), rückt von Antakieh (Antiochia) der Küste ferner und sinkt in meh- 
reren Terrassen zu ihr ab; im Osten aber bildet es ein Plateau, das allmälig 
zum Euphrat hin abfällt und weiter südöstlich in die Wüste sich verläuft. 
In Phönicien erhebt sich dasselbe von der früheren Höhe von ca. 650 m. 
2000' zu zwei Parallelketten von 2275 — 2925 m. 7 — 9000', deren westliche 
der Libanon, deren östliche, an die sich dann gleichfalls wieder das mittel- 
syrische Hochland anschließt, der Antilibanon heißt; zu der letzteren gehört 
der beschneite 2925 in. 9000' hohe große Hermon. Beide setzen sich dann 
durch Palästina als gesonderte Plateanx mit einzelnen sie überragenden Höhen 
und Bergzügen in südlicher Richtung fort bis nach Arabien. Eine eigen- 
thümliche Bildung ist es, daß in der ganzen Ausdehnung von N. nach S. 
zwischen dem westlichen Randgebirge und der östlichen Erhebung mit wenigen 
Unterbrechungen ein großes Längenthal (Ghor) liegt, das von mehreren 
beträchtlichen Flüssen, theils nördlichen, theils südlichen Laufes, bewässert 
wird. In dem Thale zwischen dem Libanon und Antilibanon, dem fruchtbaren 
Cölefyrieu (Hohlsyrien), entspringen 2 Flüsse, der kleinere Leontes bei 
Baalbeck, der nach S. fließt und bei Sur (Tyrus) mündet, und der Orontes, 
der nach N. sich wendet und bei Antiochia sich ins Meer ergießt. Auf dem 
Autilibauou entspringt ferner der südlich gerichtete Jordan. Die östlichen 
Gebirge sind ganz kahl, die westlichen zum Theil reich bewaldet. 
An Syrien knüpfen sich große Erinnerungen: hier ist das gelobte Land 
der Hebräer, hier die Wiege des Christenthums; hier habeu die Assyrer, 
Juden, Macedonier und Römer gekämpft, und Ninns, Semiramis, Sesostris, 
Alexander, Pompejus, Marius, Antonius zc., Gottfried von Bouillou und 
andere' Helden der Kreuzzüge und endlich Napoleon I. gestritten. 
Welche Schlüsse in Bezug auf das Klima ergeben sich aus der Lage, 
Umgrenzung und Erhebung für den Küstenstrich uud das Innere des Landes? 
Im nördlichen Syrien war Antiochia am Orontes einst eine große Pracht- 
volle Stadt, noch zur Zeit der Römer; das jetzige Antakieh ist ein öder Ort von 
ca. 20,000 E. Größer und wichtiger ist die jetzige Hauptstadt Syriens Haleb oder 
Aleppo in schöner durch einen Steppenfluß bewässerter Gegend, mit 75,000 E., von 
denen Vs Christen. Weiter aufwärts am Orontes liegen zwei belebte Städte, Hamah 
niit 30,000 E. und Höms (Heins, Emessa) mit 25,000 E. In Cölesyrien sind von 
Baalbeck, d. i. Sonnenstadt, dem Heliopolis der Alten, und ihren Prachtgebäuden 
und Tempeln, namentlich dem herrlichen Sonnentempel, noch großartige Ruinen vor- 
handen. Oestlich vom großen Hermon liegt am Saume der Wüste, in reizender, von 
Steppenflüssen bewässerter Gegend, in einem Garten von Palmen, Platanen, Cypressen, 
Obst- und Weinpflanzungen Damaskus, „das Auge der Wüste", mit den hellen 
Mauern und schlanken Minarets gegen den frischen Grasteppich lieblich abstechend, 
mit ihren Bazars, den Straßen von Läden, in denen die von den gewerbfleißigen 
Bewohnern gefertigten mit Gold und Silber durchwirkten Seidenshawls und Mäntel, 
sowie die früher berühmten Damascener-Säbel Käufern in allen Trachten, vornehmlich 
Juden, Griechen und Türken feil geboten werden. Der paradiesischen Natur und
	        

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Schreiber, Carl et al. Lehrbuch Des Geographischen Anschauungs- Und Denkunterrichts. Leipzig: Ed. Peters Verl., 1876. Print.
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