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Die deutsche Geschichte für Schule und Haus

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN656498218
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369443
Titel:
Die Weltgeschichte in Bildern
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Fues (Reisland)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1888
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein geschichtliches Lesebuch für Volksschulen

Band

Persistenter Identifier:
PPN656498439
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4369453
Titel:
Alte Geschichte
Signatur:
HCH-II 27(2,1888)1/3
Autor*in:
Hüttig, Ch. G.
Bandzählung:
1. Bdchen
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Fues (Reisland)
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1888
Ausgabenbezeichnung:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
I. Die orientalische Welt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
2. Cyrus
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die deutsche Geschichte für Schule und Haus
  • Einband
  • Titelseite
  • [Widmung]
  • Deckblatt
  • Erster Zeitraum. Von den ältesten Zeiten bis auf Carl den Großen ( - 768)
  • Erster Abschnitt: Von den ältesten Zeiten bis auf die Völkerwanderung ( - 375)
  • [Zweiter Abschnitt: Bis auf Carl den Großen (- 768)]
  • Zweiter Zeitraum. Von Carl dem Großen bis zu den Hohenstaufen 768 - 1138
  • Erster Abschnitt: bis auf die sächsischen Könige - 919
  • Zweiter Abschnitt: Die sächsischen Könige (Kaiser) bis auf die Salier. 919 - 1024
  • Dritter Abschnitt: Die salischen oder fränkischen Kaiser und Lothar von Sachsen, 1024 - 1125
  • Dritter Zeitraum. Die Zeit der Hohenstaufen und das Interregnum 1138 - 1272
  • Vierter Zeitraum. Vom Ende des Interregnums bis zur Reformation, 1273 - 1517
  • Erster Abschnitt: Kaiser aus verschiedenen Häusern, 1273 - 1347
  • Zweiter Abschnitt: Die Luxemburgischen Kaiser, 1347 - 1438
  • Dritter Abschnitt: Kaiser aus dem Hause Oesterreich, seit 1438
  • Deckblatt
  • Fünfter Zeitraum. Vom Ende des Mittelalters bis zum westfälischen Frieden. 1517 bis 1648
  • Erster Abschnitt: Bis zum Tode Carl's V
  • Zweiter Abschnitt: Vom Tode Carl's V. bis zum westfälischen Frieden, 1558 - 1648
  • Sechster Zeitraum. Vom westfälischen Frieden bis zur französischen Revolution. 1648 - 1789
  • Erster Abschnitt. Bis auf Friedrich den Großen und Maria Theresia, 1740
  • Zweiter Abschnitt: Bis zur französischen Revolution, 1789
  • Siebenter Zeitraum. Vom Ausbruche der ersten französischen Revolution bis zur Gründung des deutschen Bundes, 1790 - 1815
  • Inhalt
  • Werbung
  • Einband

Volltext

134 Otto kämpft gegen die Danen. 
wüstete. Als er das Meer erreichte, das Jütland im Norden begrenzt, 
schleuderte er, so wird erzählt, zum Zeichen, daß nur das Meer im 
Stande sei, sein siegreiches Vordringen zu hemmen, seine Lanze in den 
Meerbusen Lymfiord, welcher seitdem Ottensund genannt wurde. Auf 
dem Rückzuge wagte Harald Blauzahn, ihn anzugreifen, wurde aber 
geschlagen und zum Frieden sowie zur Annahme des Christenthums 
gezwungen. Zur Befestigung desselben in diesen Gegenden gründete 
Otto die Bisthümer Schleswig, Ripen und Aarhus, welche dem Erz- 
bisthume Bremen-Hamburg untergeordnet wurden. Nachdem auf diese 
Weise die nördliche Grenze des Reichs gesichert war, unternahm Otto 
einen Kriegszug gegen den abgefallenen Böhmenherzog Boleslav und 
führte ihn (950) schnell zur Anerkennung der deutschen Oberhoheit 
zurück. 
4. Unterdessen hatte Otto's Bruder Heinrich, der Herzog von 
Bayern, nicht minder ruhmvolle Thaten vollbracht. Noch immer stürm¬ 
ten an der Donau entlang und durch die Thäler der Alpen die Un¬ 
garn gegen die bayerischen und kärnthischen Grenzen an, jede sorglose 
Stunde auf der Seite der Deutschen benutzend, um sich in verheeren¬ 
den Schwärmen tief in das Land zu ergießen. Als sie (948) in Cärn- 
then einfielen, schlug Herzog Heinrich fie zweimal zurück. Dann (950) 
drang er über die Enns in die weiten Ebenen am Donaustrome vor, 
wo die Ungarn hausten. Zweimal schlug er sie auf das Haupt und 
führte seine Bayern bis über die Theiß; weiter waren selbst die Heere 
Carls des Gr. nicht vorgedrungen. Ohne von den Ungarn angegrif¬ 
fen zu werden, führte Heinrich sein Heer unverletzt in die Heimath 
zurück, indem er große Leute heimbrachtö. Unzählige Kostbarkeiten, 
welche die Ungarn aus allen Ländern Europas geraubt und in ihren 
Zelten angehäuft hatten, waren in seine Hände gefallen und wander- 
ten jetzt nach Bayern. Aber den schönsten Theil der Kriegsbeute bil¬ 
dete eine große Anzahl deutscher Frauen und Kinder, welche er aus 
der Gefangenschaft befreiete und den Ihrigen nach langer Trennung 
wieder zuführte. So war auch die östliche Reichsgrcnze sicher gestellt. 
5. Zu derselben Zeit gelang es Otto, auch in Frankreich seine 
Macht wieder geltend zu machen. Nachdem die mächtigen Herzöge von 
Franzien und Burgund zeitweise zu Königen angenommen waren, 
ohne sich jedoch behaupten zu können, hatte man endlich den letzten 
vom Carolingischen Mannsstamme, den jungen Ludwig, wieder auf den 
Thron seiner Väter erhoben; aber er verdankte seine Erhebung einem 
Lehnsmanne, der mächtiger war, als er, dem Herzog Hugo von Fran¬ 
zien, der Otto's zweite Schwester Hedwig zur Gemahlin hatte und dem 
Könige Ludwig als der mächtigste Fürst im Lande gegenüber stand. 
Mehrmals war es Otto gelungen, eine Aussöhnung unter seinen bei¬ 
den Schwägern Ludwig und Hugo zu Stande zu bringen; aber wäh¬ 
rend der Kämpfe, welche sie mit den Normannen zu bestehen hatten, 
zerfielen sie auf's neue. Die Normannen, welchen von Carl dem Ein¬ 
fältigen die Normandie eingeräumt war, hatten nämlich die stamm¬ 
verwandten Dänen zu Hülfe gerufen und nahmen endlich den König 
Ludwig gefangen und lieferten ihn an Hugo aus. Da zog Otto mit 
einem Heere zu seiner Befreiung heran und drang tief in Frankreich ein 
(946). Auf die Kunde von seinem Anrücken entließ Hugo den König 
aus der Gefangenschaft, aber Otto konnte weder Paris noch Rouen, 
die Hauptstadt der Normannen, erobern, und erst im I. 950 gelang
	        

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Giefers, Wilhelm Engelbert. Die Deutsche Geschichte Für Schule Und Haus. Soest: Nasse, 1862. Print.
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