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Deutsche Geschichte von 1815 zur Gegenwart (Teil 3)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN657016594
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4432080
Titel:
Handbüchlein der Weltgeschichte für Schulen und Familien
Signatur:
HK-II 106(7,1877)
Autor*in:
Blumhardt, Johann Christoph
Erscheinungsort:
Calw
Verlag:
Verl. der Vereinsbuchh.
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1877
Ausgabenbezeichnung:
7., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Alte Geschichte
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
VI. Die Griechen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Geschichte für höhere Lehranstalten
  • Deutsche Geschichte von 1815 zur Gegenwart (Teil 3)
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Die neueste Zeit. I. Die Gründung der Nationalstaaten und des Verfassungslebens
  • A. Die Zeit vom Wiener Kongreß bis zur Revolution von 1848 (1815-1851)
  • B. Die Revolution von 1848
  • C. Die Entwicklung des Kulturlebens 1815-1851
  • D. Die Zeit von der Wiederherstellung des Deutschen Bundes bis zur Errichtung des neuen Deutschen Reiches. (1852-1871)
  • II. Das Aufkommen der Weltmächte an Stelle der europäischen Großmächte und die Befestigung des Deutschen Reiches und seiner Weltmachtstellung seit 1871
  • III. Verfassungs- und Rechtskunde
  • A. Herrschertafel
  • B. Zeittafel
  • [Bilderanhang]
  • Mitteleuropa (einschl. Italien) 1815-1866
  • Der Kriegsschauplatz von 1870-1871
  • Einband

Volltext

36 I Die Gründung der Nationalstaaten und des Verfassungslebens. 
nach und nach 600000 Mann in die Kampfgefilde zwischen den beiden 
Hauptstädten Washington und Richmond (südlich v. W.) schickte, so 
blieben doch zwei Jahre lang die Südstaaten, in deren Bereich der letzte 
demokratische Präsident alle Waffenvorräte übergeführt hatte und denen 
die meisten Berufsoffiziere angehörten, im Vorteil. Erst seit 1863, wo 
der Obergeneral Grant nach mehreren Siegen gegen Richmond selbst 
vorrückte und der General Sherman, von Vicksbnrg (am untern Mis- 
sissippi) über Atlanta (in Georgia) siegreich durch die Südstaaten und 
Kapitulation durch Tennessee vordringend, Grant die Hand reichte, wurde General 
Lee 9.°April &ee bezwungen und die Sklavenstaaten unterworfen. Die Ermordung 
1865. Lincolns konnte ihr Schicksal nicht mehr ändern. Die Aufhebung 
^Präst8 der Sklaverei wurde verkündet. Die Südstaaten wurden nur einzeln 
deuten Lincoln durch Kongreßbeschluß wieder in die Union aufgenommen. Von dem 
149inSun065 wirtschaftlichen Verfall, den die Befreiung der für die Freiheit nicht er- 
der Sklaverei zogeueu Neger zur Folge hatte, haben die Südstaaten sich allmählich 
i8. Dez. 1865. to|e^er erholt. Für den Schaden, den die in England gebauten süd- 
Die „Alabama- staatlichen Kaper („Alabama") der Kanffahrtei der Union zugefügt hatten, 
Frage". mu^e England sich bequemen nach dem Spruche des Genfer Schieds- 
gerichts (14. Sept. 1872) 15y2 Millionen Dollars Schadenersatz zu zahlen. 
Ursache der 2. Die mexikanische Expedition der Franzosen. Als Mexiko 
^Expedition" ^urch Kongreßbeschluß 1861 die Verzinsung seiner auswärtigen Schuld, 
deren Stücke sich großenteils in den Händen der Emporkömmlinge des 
zweiten Kaiserreichs befanden, aussetzte, rüstete Napoleon III. eine 
Expedition gegen diese Republik aus, an der anfangs auch Eng- 
land und Spanien teilnahmen. Diese beiden Mächte zogen sich jedoch 
zurück, als Frankreich ehrgeizige Absichten zeigte und dort als Schutz- 
macht der lateinischen Rasse gegen die Vereinigten Staaten austreten 
"wollte. Zwar gelang es den Franzosen, nach der Erstürmung Pueblas 
(w. v. Veracruz) (17. Mai 1863) fast ganz Mexiko zu erobern und auf 
Erzherzog Grund einer sog. Volksabstimmung den hochgesinnten Erzherzog Maxi- 
Maximilian nnlian zur Annahme der Kaiserkrone zu verlocken. Als aber infolge 
Mexiko ^10. April der drohenden Haltung der Union die Franzosen Dez. 1866 und Jan. 
1864 1867 Mexiko räumten, konnte Maximilian sich nicht behaupten. Er 
Franzosen, wurde in Querstaro (nw. von Mexiko) durch Verrat gefangen ge- 
nommen und zum Entgelt für die Erschießung zweier republikanischer 
Maximilian Generäle erschossen. Da Napoleon III. Frankreich die ungeheuern 
erschossen Opfer der nutzlosen Expedition nicht hatte eingestehen mögen, so fanden 
10gJgen der7 fich 1866 im entscheidenden Augenblicke die französischen Kriegsarsenale 
ExpeditionI^r HM entleert, und der Truppenbestand war so geschwächt, daß der Kaiser 
Napoleon m. toQgen konnte, einen Krieg gegen Preußen zu führen.
	        

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Nösselt, Friedrich. [Theil 2]. Breslau: Max, 1827. Print.
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