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Ferdinand Hirts Neues Realienbuch für die Provinz Brandenburg

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN657074071
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4460258
Titel:
Praktisches Lehrbuch des erziehenden Geschichtsunterrichts
Signatur:
HK-II 109(1,1899)
Autor*in:
Wewer, Johannes
Erscheinungsort:
Wiesbaden
Verlag:
Behrend
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1899
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in ausführlichen Lebensbildern der Hohenzollern

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Ferdinand Hirts Neues Realienbuch für die Provinz Brandenburg
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • Heimatkunde der Provinz Brandenburg
  • I. Geschichte
  • A. Deutsche Geschichte
  • B. Brandenburgisch-Preußische Geschichte
  • [C.] Der Weltkrieg 1914/ 17
  • II. Geographie
  • Erster Teil. Die deutschen Landschaften
  • Zweiter Teil. Die Landschaften Europas
  • Dritter Teil. Die außereuropäischen Erdteile
  • Vierter Teil. Die deutschen Kolonien
  • Fünfter Teil. Deutschlands Welthandel und Weltstellung
  • Sechster Teil. Elementare mathematische Geographie
  • III. Naturbeschreibung
  • Pflanzenkunde
  • A. Blüten- und Samenpflanzen
  • B. Blütenlose oder Sporenpflanzen
  • C. Nutzpflanzen
  • D. Der Bau und das Leben der Pflanzen
  • Tierkunde
  • Menschenkunde
  • IV. Naturlehre
  • Physik
  • Chemie und Mineralogie
  • Das Reich Karls des Groszen
  • Deutschland unter den sächsischen und fränkischen Kaisern
  • Werbung
  • Werbung
  • Einband

Volltext

[II Pflanzenkunde. 
Die Wurzeln. (Bild 20 und 67.) 
Wozu dienen die Wurzeln? Die Wurzeln 
haben zwei Aufgaben zu erfüllen: 1) die 
Pflanzen an ihrem Standorte im Boden zu 
befestigen und 2) Nährstoffe aus dem Boden 
aufzunehmen. — Im Samen ist eine Haupt⸗ 
wurzel angelegt. Die Wurzeln verbreiten sich 
in einem vielverzweigten Geflecht im Boden, 
ihn nach gelösten Nahrungsstoffen durch— 
suchend. Ihre Spitze ist gegen Verletzung 
beim Eindringen in den Erdboden geschützt; 
sie trägt ein kleines Hautschüppchen oder 
käppchen: die Wurzelhaube. 
Dicht hinter der wachsenden Spitze 
treiben die Wurzeln viele feine Härchen (an 
keimenden Maiskörnern gut zu beobachten), 
die Wurzelhaare. Sie sind es, die das 
Wasser aufnehmen und mit ihm die darin 
gelösten Nährstoffe. Sie dringen in die feinsten 
Lücken des Erdreichs ein, und jedes Härchen 
verwächst mit feinen Gesteinssplitterchen, die 
sich nicht von ihm abspülen lassen (gut zu be⸗ 
obachten an keimenden Senfsamen). Die 
Wurzelhaare haben „Höschen“ an (Bild 67). 
— Manche Pflanzen (Efeu) entwickeln 
Wurzeln über dem Boden; das sind Luft— 
wurzeln. Dem Efeu dienen sie zum Klettern 20. Die Feuerbohne. J. 
Eletterwurzeln)) viele Schmarotzer- A An den mit bezeichneten Stellen findet 
pflanzen (Klappertopf, Läusekraut, Flachs- das Wachstum nur an den Spitzen statt, bei 
seide u. a.) dringen mit ihren Saug- durch Streckung der schon vorhandenen Teile. 
wurzeln durch die Rinde andrer Pflanzen B Samen, längsdurchschnitten, s Samenschale, 
und rauben diesen den schon zubereiteten k Keimblatt, r Würzelchen, p erste Laub— 
Nahrungssaft. blätter der Knospe. 4. 
Familie der Heidegewächse. 
Das Heidekraut (Bild 21). 
1. Welche Anpassung zeigt das Heidekraut an seinen Standort? Es be— 
deckt große Flächen und wächst auf trockenem Sande, aber auch in feuchtem Moor; 
nur kalkhaltigen Boden meidet es. Auf beiden Standorten ist ihm die Wasser— 
aufnahme erschwert; denn die Moore sind zwar wasserreich, aber kalt. Deshalb 
bedarf das Heidekraut besonderer Mittel zur Nahrungsaufnahme. Es besitzt 
eine lange Wurzel. Sie ist von einer lockeren, filzigen Pilzmasse umsponnen, 
die zarte Fäden aussendet. Diese Fäden nehmen die Nährstoffe auf und geben 
sie nach Bedarf an die Pflanzen ab. Der Stengel ist holzig, hart und trocken 
und mit brauner Korkschicht umkleidet. Die Blätter sind klein und legen sich 
dicht an den Stengel; ihre Ränder sind eingerollt. Dadurch wird die Ver— 
dunstungsfläche gering; aber infolge des Einrollens und der Lage der Blätter ist 
doch auch an feuchten Tagen die Verdunstung noch möglich. Im schattigen
	        

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Zitierempfehlung

Hirt, Ferdinand et al. Ferdinand Hirts Neues Realienbuch Für Die Provinz Brandenburg. Breslau: Hirt, 1917. Print.
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