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Praktisches Lehrbuch des erziehenden Geschichtsunterrichts

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN657074071
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4460258
Titel:
Praktisches Lehrbuch des erziehenden Geschichtsunterrichts
Signatur:
HK-II 109(1,1899)
Autor*in:
Wewer, Johannes
Erscheinungsort:
Wiesbaden
Verlag:
Behrend
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1899
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in ausführlichen Lebensbildern der Hohenzollern

Kapitel

Titel:
Dritter Abschnitt. Die Gründung des brandenburgisch-preußischen Staates unter Friedrich Wilhelm, dem großen Kurfürsten
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Praktisches Lehrbuch des erziehenden Geschichtsunterrichts
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Erster Abschnitt. Die Stammlande unseres preußischen Vaterlandes bis zum Regierungsantritt der Hohenzollern
  • Zweiter Abschnitt. Brandenburg unter den Hohenzollern bis zum großen Kurfürsten
  • Dritter Abschnitt. Die Gründung des brandenburgisch-preußischen Staates unter Friedrich Wilhelm, dem großen Kurfürsten
  • Vierter Abschnitt. Das Königtum Preußens unter Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I. 1688 (1701)-1740
  • Fünfter Abschnitt. Der Weg zur Großmacht unter Friedrich dem Großen
  • Sechster Abschnitt. Preußens Fall und Wiedererhebung unter den Königen Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III.
  • Siebenter Abschnitt. Preußen und das deutsche Kaisertum während der Regierung König Friedrich Wilhelms IV. und König Wilhelms I., des deutschen Kaisers
  • Achter Abschnitt. Preußen und das deutsche Kaisertum unter der Regierung Kaiser Friedrichs III. und Kaiser Wilhelms II., unseres erhabenen Herschers
  • Neunter Abschnitt. Rückblicke
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Dritter Abschnitt. 
Die Gründung des brandcnbnrgisch-prcußischen 
Staates unter Friedrich Wilhelm, dem großen 
Kurfürsten. 
Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst 1640—1688. 
Wahlspruch: Gott meine Stärke. 
1. Die Jugendjahre des großen Kurfürsten. 
Der bedeutendste in der Reihe der Kurfürsten ist der Sohn Georg 
Wilhelms, Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst. Von ihm sagt der 
Dichter im Hinblick auf die Macht und Größe unseres Vaterlandes: 
„Man fraget nach der Quelle des mächtig flutenden Stroms, 
Man fragt nach dem Erbauer des riesenhaften Doms; 
So höret, wer zum Baue den festen Grund gelegt, 
In dessen Höh' und Tiefe sich Licht und Leben regt. 
— Vom großen Knrfürst schallet und hallt es weit und breit. 
Denn groß war er im Frieden, nnd groß war er im Streit." 
Friedrich Wilhelm, den die Nachwelt „den Großen" nennt, 
wurde _ unter den Donnern des 30jährigen Krieges am 6. Februar 
1620 in Berlin geboren. Seine fromme Mutter Elisabeth Char¬ 
lotte, die Schwester des Kurfürsten Friedrich von der Pfalz, leitete 
die erste Erziehung des Prinzen. Sie war besonders daraus bedacht, 
eine echt religiöse Gesinnung in dem Herzen des künftigen Thron¬ 
folgers zu befestigen. Dnrntn gab sie ihm die Lehre, Gott vor allem 
nnd seine Unterthanen zu lieben, das Laster aber zu hassen, dann 
werde Gottes Beistand seinen Thron befestigen. Als Knabe von 
7 Jahren mußte er vor den Schrecknissen und Gefahren des Krieges 
nach Küstrin fliehen. In dieser stillen Oderfeste verbrachte er seine 
Knabenjahre. Treffliche Lehrer unterrichteten ihn in allen Wissen¬ 
schaften, und bald machte der überaus fleißige Prinz glänzende Fortschritte. 
Die ganze Erziehung Friedrich Wilhelms lag in der Hand des durch tiefe 
Frömmigkeit und Sittenreinheit ausgezeichneten von Leuchtmar. 
Über dem Lernen wurden aber die ritterlichen Übungen keines¬ 
wegs vergessen. Auf seinem Rößlein tummelte sich der muntere Knabe, 
auf der Jagd warf er den Dpeer nach dem flüchtigen Wilde und 
ließ den Falken steigen.; so zeichnete er sich bald durch Mut und 
Gewandtheit aus. Im Jahre 1633 begab sich der junge Prinz 
auf Wunsch seines Vaters zwei Jahre lang an den Hof des letzten 
Pommernherzogs in Stettin. Weil Pommern nach dem Absterben
	        

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Zitierempfehlung

Wewer, Johannes. Praktisches Lehrbuch Des Erziehenden Geschichtsunterrichts. Wiesbaden: Behrend, 1899. Print.
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