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Geschichte des Mittelalters (Teil 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN648873846
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4542127
Title:
Weltgeschichte
Author:
Noesselt, Friedrich
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
F. G. L. Gressler
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1899
Edition title:
Neue Ausg. sorgfältig verb., z. T. umgearb. u. bis auf d. Gegenwart fortgeführt
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in 4 Bänden : Ein Lehr- u. Lesebuch f. Schule u. Haus

Volume

Persistent identifier:
PPN657562874
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4542133
Title:
Geschichte des Mittelalters
Shelfmark:
HK-II 142(1,04)-2
Author:
Nösselt, Friedrich
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
Schulbuchh.
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1904
Edition title:
Neue Ausg., sorgfältig verb., zum Teil umgearb. u. bis auf d. Gegenwart fortgef. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Geschichte des Mittelalters. Vom Untergange des weströmischen Reiches bis zum Beginn der Reformation, 476-1517
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Dritte Periode. Vom Beginn der Kreuzzüge bis zum Ende des Interregnums, 1096-1273
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Weltgeschichte
  • Geschichte des Mittelalters (Teil 2)
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Geschichte des Mittelalters. Vom Untergange des weströmischen Reiches bis zum Beginn der Reformation, 476-1517
  • Erste Periode. Vom Untergange des abendländischen Kaisertums bis zum Tode Karls des Großen, 476-814
  • Zweite Periode. Von Ludwig dem Frommen bis zum Beginn der Kreuzzüge, 814-1095
  • Dritte Periode. Vom Beginn der Kreuzzüge bis zum Ende des Interregnums, 1096-1273
  • Vierte Periode. Von Rudolf von Habsburg bis zum Beginn der Reformation, 1273-1517
  • Zeittafel
  • Advertising
  • Binder

Full text

128 
menben Rossen in die Schranken hinein, begrüßten die Männer und 
Frauen aus den Balkönen und stellten sich einander gegenüber. Gewöhn¬ 
lich wurde mit Lanzen gestochen. Die Ritter ritten im Galopp aufein» 
ander los, rannten mit den festeingelegten Lanzen aufeinander und ver¬ 
suchten den Gegner durch den gewaltigen Stoß vom Pferde zu stürzen. 
Ost stürzten beide, oft aber auch brachen die Lanzen entzwei; manch» 
mal stürzten die Pferde auf die Knie nieder oder überschlugen sich gar 
mit ihren Reitern. Nach der ersten Lanze griffen sie zur zweiten; 
gewöhnlich war die Zahl der Lanzen bestimmt, zuweilen aber stießen sie 
so oft, bis einer zu Boden fiel. Daß ein solcher Fall nicht sonst war, 
läßt sich leicht denken, wenn man die Schwere eines solchen eisernen 
Mannes bedenkt. Dann kamen zwei andere daran. Manchmal focht 
man auch zu Fuß mit dem Schwerte ober der Streitaxt; dabei 
wurde nicht selten eine Beule geschlagen ober eine Rippe gebrochen; 
boch fcebiente man sich meist stumpfer Waffen, die nicht leicht so 
großen Schaden taten. Gerieten die Kämpfer zu hitzig aufeinander, 
so mußten die Grieswärtel sie auseinander bringen, indem sie 
lange Stangen zwischen sie warfen. Auch gab es dabei Turnier- 
oder Prügelknechte, welche das Geschäft hatten, mit einem Prügel 
das herandrängende Volk zurückzutreiben, den Rittern neue Waffen 
zu reichen und den vom Pferde Gestürzten aufzuhelfen. War nun 
endlich der Kampf vorbei, so ritten alle Ritter mit ausgezogenem 
Visier auf dem Kampfplatze herum und stellten sich bann vor bem 
Platze ber Kampfrichter auf, welche burch bie Herolbe bie Namen 
der Sieger ausrufen ließen. Aus ben Hänben ber vornehmsten 
Damen empfingen bann bie Sieger bie ausgesetzten Preise. Jetzt 
schmetterten bie Trompeten aufs neue, unb bie Sieger zogen hierauf 
in zahlreicher Begleitung nach Dem Festzelte ober bem Ritterfoale 
bes Schlosses, wo ein fröhliches Bankett abgehalten würbe. 
L>eine schönste Blüte erreichte bas Rittertum in ben geistlichen 
Rttterorben, bie zur Zeit ber Kreuzzüge in Palästina gegrünbet 
ivurben.' Schon fünfzig Jahre, ehe ber erste Kreuzzug unternommen 
würbe, hatten einige fromme Kaufleute aus Amalfi in Jerusalem 
ein Kloster unb ein Hospital angelegt, welches sie nach bem von 
ihnen gewählten Schutzpatron bas Hospital bes heiligen Johannes
	        

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Nösselt, Friedrich. Geschichte Des Mittelalters. Langensalza: Schulbuchh., 1904. Print.
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