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Geographie (Nr. 4)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN653941307
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4127954
Title:
Quellenbuch zur Geschichte
Author:
Zurbonsen, Friedrich
Place of publication:
Münster i. W.
Publisher:
Schöningh
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Hilfsmittel für Unterricht und Studium ; in drei Teilen

Volume

Persistent identifier:
PPN661908429
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4630999
Title:
Mittelalter (und Neuzeit bis 1648)
Shelfmark:
HK-II 163(1,08)-2
Author:
Zurbonsen, Friedrich
Volume count:
2
Place of publication:
Münster i.W.
Publisher:
Schöningh
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1908
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
85. Das Raubrittertum im 15. Jahrhundert
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • F. Hirts Realienbuch
  • Geographie (Nr. 4)
  • Binder
  • Vorwort zu F. HirtsRealienbuch. Nr. 4
  • Title page
  • Inhaltsübersicht
  • Verzeichnis der Karten und Bilder
  • I. Zur Heimatkunde
  • II. Die Erde im allgemeinen
  • III. Europa
  • IV. Die fremden Erdteile
  • V. Die Erde als Weltkörper
  • Bilder-Anhang
  • Advertising

Full text

38 
Elsaß-Lothringen. S3abcii. 
Hügelland (400 m hoch), das sich am Neckar nochmals erhebt. Nach dem Rheine 
zu fällt das Gebirge steil ab. nach O. zu allmählich. Am Fuße des steilen West- 
abhanges reifen Tranbeu, Walnüsse, Obst und selbst Mandeln und edle Kastanien. 
— Das Gebirge ist stark bewohnt. In den Tälern liegen Städte und Dörfer, 
auf den Höhen nur zerstreute Wohnungen. Letztere sind ans Holz erbant und 
mit einem weit überspringenden Schindel- oder Strohdache bedeckt. Jede Hütte 
hat ihren plätschernden Brunnen. Die Bewohner sind arm, aber zufrieden. Sie 
fällen Holz, flößen es die Bäche hinab zum Rhein und auf diesem bis uach Hol- 
land, arbeiten in Holzwaren (z. B. Schwarzwäld-er Uhren), flechten Stroh- 
hüte, bauen Getreide uud Kartoffeln u. s. w. Das schönste Tal im Schwarz¬ 
walde ist das Murgtal. Durch das Kinzigtal führt die Schwarzwald- 
bahn. ■—- d. Der (Odenwald, zwischen Neckar und Main, ein liebliches Gebirge, 
hat breite, freundliche Täler uud ist mit Laubwald bestanden. Der höchste Punkt 
desselben ist der Katzenbuckel. 700 m hoch. 
§ 55. I>as Meichstand Klsah Lothringen (etwa so groß wie das 
Königreich Sachsen. 1700000 meist kath. E.)> a. Das Elsaß ist ein schmaler, 
fruchtbarer Landstrich zwischen dem Wasgenwalde und dem Rhein. Der Hauptfluß 
desselben, die Jll, entspringt auf dem Schweizer Jnra uud mündet unterhalb 
Straßburgs. Sie ist für das Verkehrsleben im Elsaß wichtiger als der Rhein, 
darnm liegen auch die größeren Städte an ihr und nicht am Rhein. Getreide-, 
Obst- und Weinbau sind beträchtlich. auch Hopfen, Tabak und Krapp (zur Ge- 
winnung von rotem Farbstoff) werden angebaut. Der Bergbau liefert Eisen 
und Steinkohlen. Die Industrie ist sehr lebhaft, besonders in den Tälern des 
Wasgenwaldes und um Mülhausen. Die Bewohuer zeigen durch ihre Sprache, 
ihr Wesen, auch durch die Bauart ihrer Häuser, daß sie Deutsche sind. 
Straßburg, Hauptst. des Elsaß, 150090 E., st. Festg., Univers., herrliches Münster 
(143 m h.), Haupthandelsplatz des ganzen Oberrheins; es vermittelt den Verkehr von der 
Donau (Wien) nach der Seine (Paris). Von 1681—1870 war es französisch. Weißen- 
bürg und Wörth. Schlachtplätze von 1870. Kol mar, gewerbtätig. Neu-Breisach, 
Festg. am Rhein-Rhone - Kanal. Mülhausen, 90000 E. bedeutende Fabriktätigkeit in 
Baumwollen- und Seidenwaren. Der südliche Teil vom Elsaß heißt Sundgau. 
t>. An den nördl.Teil vom Elsaß schließt sich im W. Deutsch-Lothringen 
an. Das Land ist gebirgig und wird von der Mosel durchflössen. Der Boden 
ist nicht so fruchtbar wie im Elsaß, aber doch gut augebaut. Bewohner vorHerr- 
schend deutsch; nur i/6 der Gemeinden hat französisch redende Bevölkerung. 
Metz, au der Mosel, Hptst. von Deutsch-Lothringen, 69000 E., sehr starke Festung. 
Um Metz viele Schlachtfelder. DiedenHofen, Festung an der Mosel. 
Elsaß-Lothringen, seit 1871 wieder mit dem Mutterlande Deutschland ver- 
einigt, steht unter dem kaiserlichen Statthalter, der in Straßburg seinen Sitz hat. 
§ 56. Das Hroßherzogtum Waden (so groß wie das Königreich Sachsen, 
mit 1860000 Einwohnern) zieht sich lang und schmal vom Bodensee uud dem 
Rheine bis über bl£n Neckar zum Maine hin; Der westl. Teil liegt in der Ober- 
rheinischen Tiefebene, der östl. auf dem Schwarzwalde. Es ist reich au Ge- 
treide, Obst, Wein, Holz, Vieh. Im N. wird auch Tabak angebaut. Es kann 
viel Getreide an die Schweiz, viel Vieh an Frankreich verkaufen, viel Holz den 
Rhein hinab flößen. Die Volksbildung steht auf hoher Stufe, 2/% der Bewohner 
sind katholisch. 
Karlsruhe, Hauptstadt, 95 000 E. Von dem halbkreisförmigen Platze vor dem Schlosse 
gehen 11 Straßen in gerader Richtnng aus. Mannheim, da wo der Neckar mündet,
	        

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Nowack, Hugo et al. Geographie. Breslau: Hirt, 1902. Print.
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