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Der Feldzug in Rußland 1812 und die Erhebung des preußischen Volkes (H. 71)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN661921360
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4646089
Titel:
Quellensammlung für den geschichtlichen Unterricht an höheren Schulen
Autor*in:
Lambeck, Gustav
Rühlmann, Paul
Wilmanns, Ernst
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN661932664
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4648939
Titel:
Der Feldzug in Rußland 1812 und die Erhebung des preußischen Volkes
Signatur:
HK-II 2(1,13)-71
Autor*in:
Lambeck, Gustav
Bandzählung:
H. 71
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1913
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Inhalt]
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Quellensammlung für den geschichtlichen Unterricht an höheren Schulen
  • Der Feldzug in Rußland 1812 und die Erhebung des preußischen Volkes (H. 71)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Einleitung
  • [Inhalt]
  • Inhaltsverzeichnis
  • Werbung
  • Einband

Volltext

28. stn Mein Volk. 29. Frisch auf, mein Volk! 31 
aer, Preußen, Schlesier, Pommern, Littauer! Ihr wißt, was Ihr feit 
fast' sieben Jahren erduldet habt, Ihr wißt, was (Euer trauriges Los 
ist, wenn wir den beginnenden Kampf nicht ehrenvoll enden. Erinnert 
Euch an die Vorzeit, an den Großen Kurfürsten, den Großen Friedrich. 
Bleibt eingedenk der Güter, die unter ihnen unsere vorfahren blutig 
erkämpften: Gewissensfreiheit, (Ehre, Unabhängigkeit, Handel, Kunst- 
fleiß und Wissenschaft. Gedenkt des großen Beispiels unserer mächtigen 
Verbündeten, der Russen, gedenkt der Spanier, der Portugiesen. Selbst 
kleinere Völker sind für gleiche Güter gegen mächtigere Feinde in den 
Kampf gezogen und haben den Sieg errungen. (Erinnert (Euch an die 
heldenmütigen Schweizer und Niederländer. Große Opfer werden von 
allen Ständen gefordert werden. Denn unser Beginnen ist groß und 
nicht geringe die Zahl und die TITittel unserer Feinde. Ihr werdet jene 
lieber bringen für das Vaterland, für (Euren angebornen König, als 
für einen fremden Herrscher, der, wie so viele Beispiele lehren, (Eure 
Söhne und (Eure letzten Kräfte Zwecken widmen würde, die (Euch ganz 
fremd find, vertrauen auf Gott, Ausdauer, Mut, und der mächtige Bei¬ 
stand unserer Bundesgenossen, werden unsern redlichen Anstrengungen 
siegreichen Lohn gewähren. Aber, welche Opfer auch von einzelnen 
gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligen Güter nicht auf, für 
die wir sie hingeben, für die wir streiten und siegen müssen, wenn wir 
nicht aufhören wollen, Preußen und Deutsche zu sein. (Es ist der letzte 
entscheidende Kampf, den wir bestehen für unsere (Existenz, unsere Un¬ 
abhängigkeit, unsern Wohlstand. Keinen andern Ausweg gibt es als 
einen ehrenvollen Frieden oder einen ruhmvollen Untergang. Auch 
diesem würdet Ihr getrost entgegengehen um der (Ehre willen, weil 
ehrlos der Preuße und der Deutsche nicht zu leben vermag. Allein wir 
dürfen mit Zuversicht vertrauen: Gott und unser fester Mille werden 
unserer gerechten Sache den Sieg verleihen, mit ihm einen sicheren, glor¬ 
reichen Frieden und die Wiederkehr einer glücklichen Zeit. 
Breslau, den 17. März 1813. Friedrich Wilhelm. 
29. 
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen, 
hell aus dem Horden bricht der Freiheit Licht. 
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen. 
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen, 
Die Saat ist reif, ihr Schnitter, zaudert nicht! 
Das letzte heil, das letzte, liegt im Schwerte! 
Drück' dir den Speer ins treue herz hinein: 
Der Freiheit eine Gasse! wasch die (Erde, 
Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein! 
Theodor Körner.
	        

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