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Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN663100445
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4658095
Titel:
Geschichte
Signatur:
16 B 0089,2
Autor*in:
Müller, Peter
Völker, J. A.
Erscheinungsort:
Gießen
Verlag:
Roth
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Wiederholungsbuch für die Hand der Schüler

Kapitel

Titel:
I. Bilder aus der alten Geschichte
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
8. Die Römer
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis der Geschichte
  • I. Bilder aus der alten Geschichte
  • 1. Die Ägypter
  • 4. Assyrer und Babylonier
  • 6. Die Griechen
  • 8. Die Römer
  • II. Bilder aus der deutschen Geschichte
  • 5. Die Völkerwanderung. 375-568
  • 8. Karl der Große (768-814)
  • 13. Heinrich IV. (1056-1106) und Papst Gregor VII.
  • 14. Die Kreuzzüge (1095-1291)
  • 17. Friedrich Barbarossa (1152-90)
  • 23. Wichtige Erfindungen und Entdeckungen
  • 26. Die Reformation
  • 31. Deutschland und Ludwig XIV. von Frankreich
  • 37. Die französische Staatsumwälzung
  • 43. Der deutsch-französische Krieg
  • Das römische Reich in seiner größten Ausdehnung um 100 n. Chr.
  • Europa am Ende der Völkerwanderung
  • Das Reich Karls des Grossen nach der Teilung im Vertrag von Verdun 843
  • Napoleons Kaiserreich im Jahre 1812
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Die Römer. (Die Könige.) 17 
Nach langen Kämpfen zwischen seinen Heerführern gingen aus seinen Eroberungen 
mehrere Reiche hervor, von denen Syrien, Ägypten und Makedonien erwähnt 
sein mögen. 
Griechenland wurde 146 v. Chr., in demselben Jahre als Karthago zerstört 
wurde, unter dem Namen Achaja eine römische Provinz. 
8. Me Mmer. 
Gründung der Stadt Rom (753 v. Chr.). Der Anfang der römischen Ge¬ 
schichte ist — wie der fast aller Völker — vielfach von Sagen durchwoben. König 
Numitor vou Albalouga wurde von seinem Bruder Amnlius verdrängt, sein Sohn 
ermordet und seine Tochter Rhea Sylvia zu einer Priesterin der Vesta gemacht. Als 
sie zwei Söhne — angeblich des Kriegsgottes Mars bekam, verurteilte Amnlius 
die Mutter zu lebenslänglichem Gesäuguis und die Kiuder zum Tode in den Fluten 
des Tiber. Der hochaugeschwolleue Strom führte die Kinder aufs Trockene, wo fie 
von einer Wölfin gesäugt wurden. Faustulus, eiu Hirte, der dies sah uud den Zu- 
sammenhaug ahnte, erbarmte sich der verlassenen Kinder und brachte sie seiner Frau 
zur Pflege. Sie erhielten die Namen Ro mulus und Re nt ns. Kräftig wuchsen sie 
heran und ragten bald durch Tüchtigkeit uud Tapferkeit über die Jüugliuge ihrer Um¬ 
gebung hervor. In einem Streite mit den Hirten Nnmitors, der zurückgezogen auf 
feinen Gütern lebte, ward Remns ergriffen und vor Numitor geführt.' Da eilte 
Faustulus mit Romulus herbei und entdeckte dem Numitor das Geheimnis von der 
Herkunft der Knaben. Freudig überrascht umarmte Numitor seine wiedergefundenen 
Enkel. Diese sammelten die Genossen ihrer Jugend um sich, erschlugen ihren Oheim 
und setzten ihren Großvater wieder in seine Rechte ein. Zum Lohne schenkte dieser 
ihnen ein Stück Landes ant Tiber zur Gründung einer Stadt. Zwischen den Brüdern 
eutstaud jedoch ein Streit wegen der Stelle, "wo die Stadt erbaut werden solle, uud 
wegen ihres Namens. Sie kamen deshalb überein, den Streit durch den Vogelflug, 
entscheiden zu lassen. Remns stellte sich auf dem aventinischen Hügel auf und Ro- 
mulus auf dem Palatinischen. Remns erblickte zuerst sechs Geier, Romulus kurz daraus 
zwölf. Die Stadt wurde daher auf dem Palatinischen Hügel erbaut und Rom genannt. 
Spottend sprang der gekränkte Remns über die niedrigen Mauern der neuen Stadt, 
wurde aber von Romulus erschlagen. 
Raub der Sabinerinnen. Romulus war nun Alleinherrscher. Um die Bürger 
seiner Stadt zu^ vermehren, nahm er Heimatlose und ans anderen Städten Verbannte 
aus. Aber es fehlte an Frauen." Da veranstaltete man ein Fest und lud die benach¬ 
barten oabiner mit ihren Frauen und Töchtern dazu ein. Während des Festes sielen 
die Römer über die sabinischen Jungfrauen her und entführten fie in ihre Wohnungen. 
In dem zwischen den Römern und Sabinern deswegen entstandenen Krieg traten die 
geraubten Sabmennnen selber als Vermittlerinnen aus. Die Sabiner siedelten sich 
aus zwei weiteren Hügeln an und bildeten fortan mit den Römern ein Volk. 
Verfassung. Tie Könige. Das römische Volk zerfiel in drei Klassen: Die 
vornehmste Klasse waren die Patrizier, der Erbadel, wahrscheinlich die Nachkommen 
derer, welche die Gegend sich unterworfen hatten. Sie allein waren fähig, die höchsten 
Staatsämter zu bekleiden uud das Amt eines Priesters zu versehen. Die Klienten 
Lehensleute, stammten wahrscheinlich von den früheren Bewohnern des Landes, die von 
den Einwanderern unterjocht worden waren. Sie waren den Patriziern zu Dienst¬ 
leistungen verpflichtet. Die Plebejer endlich waren später eingewanderte Fremde Sie 
be,atzen wohl das römische Bürgerrecht, waren aber von der Regierung und der Nutz- 
Setzung der Staatsgüter ausgeschlossen. Für die ihnen überlassenen Güter mußten 
tze^ Abgaben entrichten. Die oberste Staatsbehörde war der Senat, der anfangs 
aus 100 später aus 300 Mitgliedern bestand. An der Spitze stand ein ans Lebens- 
zeit erwählter König. Seine Würde wurde durch zwöls Aktoren angedeutet, die 
? bundel mit einem Beile vorantrugen. Der erste König Romulus starb 
^a9re "ach Gründung der Stadt. Nach ihm regierten noch sechs Könige (bis 509), 
Geschichte. (Emil Roth in Gießen.) 2
	        

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Müller, Peter, and J. A. Völker. Geschichte. Gießen: Roth, 1898. Print.
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