GEI-Digital Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • Rotate to the left
  • Rotate to the right
  • Reset image to default view
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN663100445
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4658095
Title:
Geschichte
Shelfmark:
16 B 0089,2
Author:
Müller, Peter
Völker, J. A.
Place of publication:
Gießen
Publisher:
Roth
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1898
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Wiederholungsbuch für die Hand der Schüler

Chapter

Title:
II. Bilder aus der deutschen Geschichte
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
13. Heinrich IV. (1056-1106) und Papst Gregor VII.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis der Geschichte
  • I. Bilder aus der alten Geschichte
  • 1. Die Ägypter
  • 4. Assyrer und Babylonier
  • 6. Die Griechen
  • 8. Die Römer
  • II. Bilder aus der deutschen Geschichte
  • 5. Die Völkerwanderung. 375-568
  • 8. Karl der Große (768-814)
  • 13. Heinrich IV. (1056-1106) und Papst Gregor VII.
  • 14. Die Kreuzzüge (1095-1291)
  • 17. Friedrich Barbarossa (1152-90)
  • 23. Wichtige Erfindungen und Entdeckungen
  • 26. Die Reformation
  • 31. Deutschland und Ludwig XIV. von Frankreich
  • 37. Die französische Staatsumwälzung
  • 43. Der deutsch-französische Krieg
  • Das römische Reich in seiner größten Ausdehnung um 100 n. Chr.
  • Europa am Ende der Völkerwanderung
  • Das Reich Karls des Grossen nach der Teilung im Vertrag von Verdun 843
  • Napoleons Kaiserreich im Jahre 1812
  • Advertising
  • Binder

Full text

Heinrich IV. und Papst Gregor VII. 47 
pfing er die eiserne Krone der Langobarden und wurde als König von Italien an¬ 
erkannt. Sodann zog er nach Rom, wo er zum römischen Kaiser gekrönt wurde. 
Sein Auge war unverwandt auf die Vergrößerung des Reiches gerichtet. Durch Erb¬ 
vertrag erwarb er Burgund. Die widerspenstigen Polen wurden bezwungen uud die 
slavischen Völker zwischen Elbe und Oder zum Gehorsam zurückgeführt. Sein elf¬ 
jähriger Sohn Heinrich wurde durch Wahl der Fürsten zu seiuem Nachfolger bestimmt 
und in Aachen gekrönt. Diese Krönung war der erste Schritt zur Begründung eines 
erblichen Kaisertums, das Konrad sich zur Lebensaufgabe gestellt hatte. 
Ernst butt Schwaben. Viel Not verursachte ihm sein Stieffohn Ernst von 
Schwaben. Dieser, als Neffe des verstorbenen Königs von Burgund, machte An¬ 
sprüche auf dessen Land und war bemüht, durch Gewalt der Waffen sein vermeintliches 
Recht zu erlangen. Er wurde jedoch unterworfen und zwei Jahre lang auf der Burg 
Giebichenstein an der Saale gefangen gehalten. Konrad ließ ihn frei nnd verlangte 
nur, daß er sich von feinen Waffengenossen Welf von Bayern und Werner von Kibnrg 
trenne. Da er sich dessen weigerte, wurde ihm auch sein Erbland entzogen und er in 
die Acht erklärt. Mit einer Schar tapferer Gesellen flüchtete er in den Schwarzwald, 
wo er nach tapferer Gegenwehr einem kaiserlichen Heerhausen erlag. 
Hottesfricden. Durch den Einfluß der Kirche trat in Burgund die Einrichtung des Gottesfriedens 
ins Leben. Derselbe bestimmte, dag vom Donnerstag Abend bis zum Montag Morgen alle Waffen ruhen, alle 
Handlungen der Rache und Selbsthilfe unterbleiben sollten. Dem Ranb- und Fehdewesen wurde so durch 
die Macht der Religion eine wohlthätige Schranke gesetzt. Das schutzlose Volk griff mit Begierde nach 
dem dargebotenen Gut wie nach einem Rettungsanker. Durch den Einfluß Konrads II. und seines Nach¬ 
folgers fand der Gottessriede auch Eingang in Deutschland. Als aber später in den Zeiten des Faust¬ 
rechts die Gemüter verwilderten, erwiesen sich die kirchlichen Friedensgebote unwirksam uud kamen gänzlich 
außer Übung. 
Heinrich III. war mit denselben Tugenden ausgerüstet wie sein Vater. Auch 
in seiner Seele lebte das stolze Gefühl von der Größe nnd Herrlichkeit der Kaiser¬ 
macht. Die Macht der Fürsten suchte er dadurch zu schwächen, daß er die großen 
Lehen unbesetzt ließ, oder sie an ihm ergebene Edelleute verlieh. Wie sein Vater er¬ 
kannte auch er seine vornehmste Lebensaufgabe darin, die Kaiserwürde erblich zu machen. 
Nie hatte das deutsche Reich eine solche gewaltige Stellung eingenommen als unter 
ihm. Sem Zepter erstreckte sich über Italien, Burgund, Lothringen uud die Nieder¬ 
lande. Ungarn. Böhmen und Polen erkannten die kaiserliche Oberlehensherrschaft an, 
und die Könige von Dänemark waren feine Vasallen. Selbst Frankreich zitterte vor 
der Macht des Kaisers. Heinrich starb plötzlich, erst 39 Jahre alt. Mit ihm sanken 
seine hohen Entwürfe ins Grab. Der Erbe des verwaisten Herrscherthrones war ein 
sechsjähriges Kind. 
Heinrichs Einfluß auf dem Gebiet der Kirche. Auf dem Gebiet der Kirche 
übte Heinrich einen wohlthätigen Einfluß, indem er sie von dem Gebrechen der Simonie 
befreite. Man versteht darunter die im Laufe der Zeit eingerissene Unsitte, hohe geist¬ 
liche Ämter und einträgliche Pfründen gegen Geld zu vergeben. Es wurde ein förm¬ 
licher Wucher mit geistlichen Stellen getrieben. Diese kamen daher nicht immer an den 
Tüchtigsten und Würdigsten, sondern an den Meistbietenden. Durch diesen Stellenkauf 
kam es, daß einmal in Rom drei Päpste zu gleicher Zeit vorhanden waren. Ein Ärger¬ 
nis ging durch die ganze Christenheit! Da erschien der Kaiser in Rom. Er berief 
eine Kirchenverfammluug, welche die drei Päpste abfetzte und den von Heinrich em¬ 
pfohlenen Bifchof von Bamberg als Clemens II. mit der päpstlichen Krone*) schmückte. 
Dieser krönte ihn dann zum römischen Kaiser. Nach Clemens wurden nacheinander 
noch drei Päpste aus deutschem Stamme erwählt. Geistlichkeit und Volk in Rom waren 
es zufrieden, daß der Kaiser über den päpstlichen Stuhl verfügte, wie über die deutschen 
Bistümer, denn er war bemüht, ans der Kirche alles zu entfernen, was Ärgernis 
geben konnte. Im Gefolge des letzten Papstes aus deutschem Stamme, der in Rom ein¬ 
zog, befand sich der Mönch Hildebrand, der als Papst Gregor VII. später großen Ein¬ 
fluß gewann und das Verhältnis zwischen Kaisertum und Papsttum von Grund ans 
umgestaltete. 
13. Keinrich IV. (1056—1106) und Mpst Gregor VII. 
Heinrichs Jugend. Sechs Jahre war Heinrich IV. alt, als fein Vater starb. 
Er war ein hochbegabter Knabe. Anfangs leitete seine Mutter Agnes die Erziehung 
') Die päpstliche Krone hat die Form einer hohen Mütze, die seit dem 14. Jahrhundert mit drei über- 
einanderstehenden goldenen Kronen umgeben ist. Oben befindet sich eine Kugel, über der ein Kreuz sich erhebt.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS IIIF manifest Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC

Chapter

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Müller, Peter, and J. A. Völker. Geschichte. Gießen: Roth, 1898. Print.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment