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[Teil 2] (2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN663651298
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4761894
Title:
Lehrbuch der Geschichte für preußische Mittelschulen
Author:
Donat, Friedrich
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Freytag
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Edition title:
Ausg. für konfessionell gemischte Schulen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN663652332
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4761909
Title:
[Teil 2]
Shelfmark:
19 B 0091,1
Author:
Donat, Friedrich
Volume count:
2
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Freytag
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
Ausg. für konfessionell gemischte Schulen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zweiter Teil: Deutsche Geschichte von der Völkerwanderung bis zum Friedensschluß von Münster und Osnabrück
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geschichte für preußische Mittelschulen
  • [Teil 2] (2)
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Zweiter Teil: Deutsche Geschichte von der Völkerwanderung bis zum Friedensschluß von Münster und Osnabrück
  • Zeittafel
  • Advertising
  • Mittel- u. Südeuropa zur Zeit des Odoaker
  • Mitteleuropa um das Jahr 1000 n. Chr. G.
  • Deutschland nach dem westfälischen Frieden 1648
  • Binder

Full text

Zweiter Teil: 
Deutsche Geschichte von der Völkerwanderung bis 
Hum Friedensschluß uoit Minister uud Dsunbrück. 
1. Die Wanderungen der Ostgermanen. 
1. Tie germanischen Stämme. 
Während des friedlichen Verkehrs zwischen den Römern und Germanen 
war bei den letzteren eine entscheidende Umwandlung vor sich gegangen: aus 
den vielen und kleinen Völkerschaften waren große Stämme entstanden, 
die vermöge ihrer größeren Kopfzahl gefährliche Feinde der Römer werden 
konnten. Am Niederrhein saßen jetzt die Franken; die Gebiete zwischen Weser 
und Elbe hatten die Sachsen inne: nördlich davon an der Nordseeküste wohnten 
die F r i e s e n; südlich vom Harze bis zur Donau breiteten sich die T h ü r i n g e r aus: 
nach dem Oberrhein zu hatten sich die Alemannen Wohnsitze gesucht; in dem 
böhmischen Bergkessel hausten die M a r k o m a n n e n, und in der Weichselniederung 
bis tief in das heutige Rußland hinein weideten die Goten ihre Herden. 
2. Tie ersten Borstöße der Lstgermanen. 
Die Westgermanen waren durch die Römer zwischen Rhein, Nordsee, Elbe 
und Donau eingekeilt worden, so daß sie bei der zunehmenden Bevölkerung ge¬ 
zwungen waren, das Hauptgewicht ihrer Beschäftigung auf den Feldbau zu legen. 
Denn ein Bauer braucht zum Lebensunterhalte ein viel kleineres Stück Land 
als ein Viehzüchter. Bei den Ostgermanen war diese Notwendigkeit niemals 
eingetreten: sie blieben Nomaden, die mit ihren zahlreichen Herden von einem 
Gebiete zum andern zogen. Da aber auch bei ihnen eine starke Vermehrung statt¬ 
fand, so suchten sie neue Länderstriche zu erwerben. Sie drängten nach Süden 
und wurden so mit den Römern in Kämpfe verwickelt, in denen die letzteren 
anfangs noch die Oberhand behielten. — Der erste Stoß ging von den Marko¬ 
mannen aus; sie überfluteten die Provinzen an der mittleren Donau und 
drangen sogar in Italien ein. Kaiser Marc Aurel drängte sie wieder über 
die Grenze zurück. Einen zweiten Stoß unternahmen die Goten, die ihre 
ursprünglichen Wohnsitze am Baltischen Meere verlassen und sich über das weite 
osteuropäische Tiefland bis zum Schwarzen Meere ausgebreitet hatten. Sie über¬ 
schritten die untere Donau, plünderten und verwüsteten das Land, während ihre 
Flotten die Küsten des Schwarzen und des Ägäischen Meeres heimsuchten. Ein 
machtvoller Kaiser warf sie jedoch wieder über die Donau zurück. Aber die Provinz 
am linken Ufer derselben ging verloren; die Goten nahmen sie ein und breiteten 
sich nach und nach vom heutigen Ungarn bis tief nach Rußland hinein aus.
	        

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Donat, Friedrich. [Teil 2]. Leipzig: Freytag, 1912. Print.
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