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Geschichte der Neuzeit (3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN663658276
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4766314
Titel:
Lehrbuch der Geschichte für höhere Mädchenschulen und verwandte Anstalten
Autor*in:
Stöckel, Hermann
Ullrich, August
Erscheinungsort:
München [u.a.]
Verlag:
Franz
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1901
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN663659787
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4769730
Titel:
Geschichte der Neuzeit
Signatur:
19 B 0454
Autor*in:
Stöckel, Hermann
Ullrich, August
Bandzählung:
3
Erscheinungsort:
München [u.a.]
Verlag:
Franz
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1902
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit einem Anhang: Abriß der bayerischen Geschichte seit dem Ausgang des Mittelalters

Kapitel

Titel:
Die Neuzeit
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
I. Das Zeitalter der Reformation und Gegenreformation
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Geschichte für höhere Mädchenschulen und verwandte Anstalten
  • Geschichte der Neuzeit (3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Überblick
  • Die Neuzeit
  • I. Das Zeitalter der Reformation und Gegenreformation
  • II. Das Zeitalter der absoluten Monarchie 1648-1789
  • III. Das Zeitalter der Revolution und Napoleons I. 1789-1815
  • IV. Zeitalter des Konstitutionalismus und der Nationalitätsidee 1815-1900
  • Abriß der bayerischen Geschichte seit dem Ausgang des Mittelalters
  • Stammtafel
  • Zeittafel zur Geschichte der Neuzeit
  • Hauptzahlen
  • Einband

Volltext

Das Zeitalter der absoluten Monarchie 1648—1789. 4d 
Als das Ideal einer Jungfrau wurde von den Zeitgenossen ganz 
besonders die Augsburger Bürgerstochter Philippine Welser gepriesen, Philippine 
die durch ihre Anmut und Liebenswürdigkeit, durch ihre Schönheit ‘) Welser, 
und hohe Bildung in Literatur und Kunst den Erzherzog Ferdinand, 
den Sohn des Kaisers Ferdinand so entzückte, daß er sie zu seiner 
Gemahlin erkor — trotz der fast unüberwindlichen Hindernisse, die 
sein hoher Stand diefer Vermählung entgegensetzte. — Wie Charitas 
Pirkheimer (s. S. 8) staudaft zu ihrer Väter Glauben hielt, so finden 
wir auch auf protestantischer Seite Frauen, die eifrig für die neue 
Lehre eintraten, wie z. B. mehrere hessische Fürstinnen. Ganz be¬ 
sonders zeichnete sich die edle Herzogin Elisabeth von Sachsen aus, Elisabeth von 
die nach der traurigen Zeit des schmalkaldischen Krieges und der Sachsen. 
Grumbacher Händel zweiundzwanzig Jahre lang die Kerkerhaft ihres 
Gemahles freiwillig mit ihm teilte —- treu bis zum Tode. (1594). 
Trachten?) Im Gegensatz zum 15. Jahrhundert wurde die Trachten. 
Tracht jetzt bequemer, freier und würdevoller. Als Vorbild diente 
die Kleidung der Landsknechte mit ihrer Schlitzung und Fütterung. Landsknechts- 
Die Männer trugen Wams, Hosen, Schaube (d. i. eine Art Mantel) tracht, 
und Barett, als Fußbekleidung breite, abgerundete Schuhe (Büren¬ 
klauen, Entenschnäbel, Kühmaulschuhe). Die Frauenkleidung 
bestand aus einem Rock, der an der Brust rund oder viereckig aus¬ 
geschnitten und mit einem Einsah versehen war. Die Schleppe 
war kürzer, die Ärmel länger als früher. Als Kopfbedeckung diente 
meistens die Haube. In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts fand 
die spanische Tracht mit ihren Wülsten, Wattierungen und Polsterungen Spanische 
und der unförmlichen Halskrause (Mühlsteinkragen) Eingang. Im Tracht. 
17. Jahrhundert kleidete man sich kriegerisch: hohe lederne Stiefel 
mit großen Sporen, Filzhnt mit Feder und breiter aufgeschlagener 
Krempe, Rock mit Lederkoller darüber, Spitzenkragen auf den Schultern. 
Die Frauen trugen ein faltiges Kleid mit glatten, engen Ärmeln, 
Leibchen mit herabhängenden Ärmeln, und ebenfalls Spitzenkragen 
und Federhut. Daun kamen mit dem alle Sitten verderbenden Französische 
französischen Einfluß und Luxus auch die „A-la-mode-Kleibcr" Kleidung, 
ins Land. 
II, Zeitalter der absoluten Monarchie 1648—1789. 
Übersicht der geschichtlichen Entwickelung Frankreichs bis 1661. 
Über Frankreich hatten im Mittelalter die Häuser der Mero¬ 
winger (481 —751), der Karolinger (751—987), der Cape- 
J) Das Volk sagte von ihr: „Sie hatte einen so zarten Hals, daß man 
den roten Wein sah hinunterfließen, den sie trank." — Lies „Philippine Welser" 
von I. G. Seidl. 
2) Sieh Hottenroth, Handbuch der deutschen Tracht.
	        

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Stöckel, Hermann, and August Ullrich. Geschichte Der Neuzeit. München [u.a.]: Franz, 1902. Print.
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