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Die Praxis der Elementarklasse

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN663675219
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4780982
Title:
Achtundzwanzig Bilder aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte
Shelfmark:
19 Da 0546
Author:
Lorch, J.
Place of publication:
Dillenburg
Publisher:
Seel
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1883
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für die Mittelstufe der Volksschule

Chapter

Title:
Zweite Abteilung. Brandenburgisch-preußische Geschichte
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Praxis der Elementarklasse
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Nachschrift
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Abschnitt. Über die häusliche Erziehung des Kindes im vorschulpflichtigen Alter
  • Zweiter Abschnitt. Elementarlehrer und Elementarklasse
  • Dritter Abschnitt. Der vereinigte Anschauungs- und Sprachunterricht
  • A. Aufgabe des Anschauungsunterrichts; Auswahl und Anordnung der Anschauungsobjekte und des dem Anschauungsunterrichte entnommenen Schreiblesestoffes
  • B. Über die unterrichtliche Behandlung der Lehrobjekte
  • C. Lektionen
  • Vierter Abschnitt. Der Religionsunterricht
  • A. Zweck und Bedeutung des biblischen Geschichtsunterrichts in der Elementarklasse
  • B. Auswahl und Anordnung des biblischen Geschichtsstoffes
  • C. Unterrichtliche Behandlung des biblischen Geschichtsstoffes
  • D. Lektionen
  • Fünfter Abschnitt. Der Rechenunterricht
  • Anhang. Einige Lieder
  • Binder

Full text

18 
II. Elementarlehrer und Elementarklasse. 
Punkt ihrer unterrichtlichen und erziehlichen Tätigkeit allein in die Mittel- 
nnd Oberstufe zu verlegen. Es rächt sich später sehr, wenn der Lehrer einer 
solchen Schule nur „nebenbei, ab und ju" sich zn den Kleinen wendet, um 
sie in mechanischer Weise schreiben, lesen und etwas rechnen zu lassen, wohl 
auch mit ihnen einige biblische Geschichten einzuüben; wenn er den rationellen 
Anschauungsunterricht, der sich mit Schreiben und Lesen in so inniger, geist¬ 
bildender Weise in Verbindung bringen läßt, „in den Schmollwinkel drängt", 
mit der Entschuldigung: „Ich habe keine Zeit dazu!" Ist es zu verwundern, 
wenn diese Kinder in der Mittelstufe alsdann stumpfsinnig, denkfaul, wortkarg 
und spracharm erscheinen, und der Lehrer hier nun seine an den Kleinen 
der Unterklasse ersparte Zeit verbrauchen muß, ohne die erwünschten Resultate 
zu erzielen? 
Wohl ist der Unterricht der Kleinen der schwierigste, er ist aber auch der 
lohnendste, dankbarste, bedeutungsvollste und folgenschwerste der ganzen Schul¬ 
zeit. „Größte Lehrkuust, reichste Liebe, wärmster Dank, raschester Fortschritt 
charakterisieren die Unterstufe. Hier und in der Oberklasse sind die Brenn¬ 
punkte der Schule, und da werden die entscheidendsten Schlachten des Schul¬ 
lebens geschlagen. In der Unterklasse liegt der entscheidende Anfang, in 
der Oberklasse der harmonische Zusammenschluß. Dort ist psychologische, 
hier stoffliche und methodische Meisterschaft erforderlich." (Polacks „Bro¬ 
samen".) 
Der Elementarlehrer muß von der Wichtigkeit und Hoheit seiner Aufgabe 
vollständig durchdrungen sein. Er darf die Schwierigkeiten nicht verkennen, 
und er muß dieselben durch gründliche Vorbereitungen zu überwinden suchen. 
Ist der Lehrer nicht imstande, sich geistig zu den Kleinen herabzulassen, ihrer 
beschränkten Fassungskraft und geringen Leistungsfähigkeit Rechnung zu tragen, 
dann wird ihm und den Kleinen der Unterricht zur bittern Qual. In den 
Gesichts- und Lebenskreis der Kleinen hinabzusteigen und diesen in elementarer 
Weise zu erweitern, dazu gehört seitens des Lehrers viel Erfahrung, genaue 
Erkenntnis der Kraft des Kindes, große Gewandtheit und vor allem — 
unerschöpfliche Geduld. 
Wie oft ist man als junger Lehrer doch geneigt, ungestüm und unwillig 
über die Schar der Kleinen herzufahren, wenn ihre Teilnahme erkaltet, oder 
wenn ans die gestellte Frage eine falsche oder gar keine Antwort erfolgt, 
ohne zu erforschen, worin der Grund dieser Erscheinung in Wirklichkeit zu 
suchen ist! Wie oft wird vorausgesetzt, was nicht vorhanden ist! Wie vieles 
liegt den Kleinen im Wege, was erst fortgeräumt werden muß! Wie schwach 
sind sie im Denken, wie arm an Vorstellungen, wie unbeholfen im Ausdruck! 
Was ist aber die Folge, wenn der Lehrer dies nicht erkennt oder auch nicht 
beachtet? Ein Lehrer, welcher die Mühe einer gründlichen Präparation 
scheut, welcher vielleicht gar erst am Morgen vor Beginn des Unterrichts 
nachdenkt, welche biblische Geschichte heute „daran ist", welches Anschauungs¬ 
objekt er als Unterlage für die Anschauungs- und Sprachübungen wählen 
soll, und welcher nun alles aus den Ärmeln zu schütteln gedenkt, ein solcher 
Lehrer wird nie zu seinem Ziele gelangen. In sündhafter Weise vergeudet 
er nicht nur die köstliche Zeit, er stiftet auch unberechenbaren Schaden, indem
	        

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Wernecke, Robert. Die Praxis Der Elementarklasse. Berlin: Teubner, 1909. Print.
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