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Grundriß der deutschen und preußischen Geschichte

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN666316856
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5024186
Title:
Deutsche Volks- und Kulturgeschichte für Schule und Haus
Author:
Biedermann, Karl
Place of publication:
Wiesbaden
Publisher:
Bergmann
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN666320322
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5024190
Title:
Die Urzeit, Das Frankenreich unter den Merowingern und Karolingern
Shelfmark:
HK-II 23(1,1886)
Author:
Biedermann, Karl
Volume count:
Theil 1
Place of publication:
Wiesbaden
Publisher:
Bergmann
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1885
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Grundriß der deutschen und preußischen Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Erster Theil. Deutsche Geschichte
  • I. Abschnitt. Von den Anfängen der deutschen Geschichte bis zum Untergange des karolingischen Königsgeschlechtes
  • II. Abschnitt. Die Geschichte Deutschlands als eines eigenen selbstständigen Reiches von Heinrich I. bis zum Schluss des Mittelalters
  • III. Abschnitt. Vom Beginn der Reformation bis zum westfälischen Frieden (1517-1648)
  • Zweiter Theil. Brandenburgisch-preußische und deutsche Geschichte
  • I. Abschnitt. Von den ältesten Zeiten bis zur Regierung der Hohenzollern
  • II. Abschnitt. Geschichte Brandenburgs unter den Hohenzollern bis zum großen Kurfürsten
  • III. Abschnitt. Geschichte Brandenburgs vom großen Kurfürsten bis zum Regierungsantritte Friedrichs des Großen (1640-1740)
  • IV. Abschnitt. Von Friedrich dem Großen bis auf Friedrich Wilhelm III. (1740-1797)
  • Dritter Theil. Das neuerstandene deutsche Reich
  • A. Die Anbahnung der Einheit
  • B. Das große Jahr 1870 auf 1871 und die Erneuerung des deutschen Kaiserthums
  • Anhang
  • I. Regententafel
  • II. Zeittafel der Hauptbegebenheiten
  • III. Wachsthum des brandenburgisch-preußischen Staates unter der Regierung des hohenzollernschen Fürsten
  • Advertising
  • Binder

Full text

18 Von Rudolph von Habsburg bis auf Albrecht II. von Oesterreich. 
weshalb dieselbe Ausländern angeboten wurde (Karl von Anjou — Richard von 
Cornwallis (spr. Kornwähls!) und Alfons von Castilien —). 
Mit Konrads Sohn, Kouradiu (d. i. der kleine Konrad), welcher (1268) 
in Neapel enthauptet wurde, hatte das Geschlecht der Hohenstaufen ein Ende. 
(„Conradin," von Schwab.) 
Anmerk. — Minnesänger, Volkspoesie. Unter den hohenstausischen Kaisern 
nahm die Dichtkunst einen mächtigen Aufschwung. Ursachen: Durch die Kreuzzüge 
waren die abendländischen Christen mit den phantasiereichen Völkern des Morgenlandes 
in Berührung gekommen, wodurch ihr Anschauungskreis bedeutend erweitert und ihre 
Phantasie mächtig angeregt wurde. Die Kämpfe mit den feindlichen Völkern, die gro߬ 
artigen Erscheinungen der Natur und Kunst der ihnen bekannt gewordenen Länder und 
besonders auch die Ruhmesthaten der hohenstausischen Kaiser, welche die Poesie mit Vor¬ 
liebe förderten, gaben Dichtern und Sängern reichlichen Stoff zu ihren poetischen 
Erzeugnissen. 
Ritterliche Sänger, Minnesänger genannt (von Minne — Liebe), zogen an 
den Höfen der Fürsten umher und ließen ihre höfischen Lieder erschallen, in denen 
ausländische Stoffe in künstlicher Form behandelt wurden. Die hervorragendsten Min¬ 
nesänger waren : Heinrich von Veldeke, Reinmar der Alte, Hartmann von Aue, Wolfram 
von Eschenbach, Walther von der Vogelweide u. v. a. Zu gleicher Zeit erblühte auch 
die Volkspoesie, die einheimische Sagen in ungekünstelter Form besang. Das um 
diese Zeit entstandene Nibelungenlied und die Gudrun sind unübertreffliche Pro- 
ducte der vaterländischen Dichtkunst; in ihnen prägen sich die Urbilder deutscher Kraft, 
deutscher Treue und deutschen Gemüthlebens aus. 
v. Kaiser aus verschiedenen Hausern. 
8 11. Von Rudolph von Habsburg bis auf Albrecht II. von 
Oesterreich (1273—1437). 
gy- 1. Rudolph von Habsburg (1273—1291). Nachdem Richard von 
Cornwallis gestorben war, wählten die deutschen Fürsten den Grafen Rudolph 
von Habsburg zum Könige, einen frommen, tapfern und tugendhaften Mann. 
Willig leisteten ihm daher die Fürsten den. Eid der Treue uud ehrten des Kö¬ 
nigs frommen Sinn. Nur König Ottokar von Böhmen, ein über- 
müthiger, gewaltiger Mann, verweigerte die Huldigung, weil er selbst auf die 
Wahl gerechnet hatte. Doch Rudolph besiegte seinen Gegner in der Schlacht 
auf dem Marchfelde (1278), wo derselbe im Lchlachtgetümmel den Tod fand. 
Ottokar's Sohn, Wenceslaus, behielt von seinen väterlichen Ländern Böhmen und 
Mähren; die übrigen Besitzungen (Oesterreich, Steyermark und Krain) verlieh 
Rudolph seinen Söhnen und wurde so der Gründer der h ab sbnr gisch - 
ö st e r r e i ch i s ch e n H a n s m a ch t. 
Jetzt ließ es Rudolph seine vornehmste Sorge sein, dem immer noch 
sehr zerrütteten Deutschland aufzuhelfen, insbesondere steuerte er dem Unwesen 
der Raubritter. Allein in Thüringen ließ er neunundzwanzig Raubritter hin¬ 
richten und sechsundsechzig Burgen zerstören. Er saß oft selbst zu Gericht 
und entschied ohne Ansehen der Person. Auf einem seiner zahlreichen Zuge 
1291. durch das Land starb er in hohem Alter zu Germersheim (1291) unb , 
wurde in Speyer begraben. („Kaiser Rudolph's Ritt zum Grabe, 
v. Zust. Kerner.) 1 
Dabei war Rudolph sehr einfach in Kleidung und Lebensweise, und. 
dies führte öfters zu seltsamen Vorgängen (Bad der Bäckerfrau in Mainz).
	        

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Eick, Wilhelm. Grundriß Der Deutschen Und Preußischen Geschichte. Eisenach: Bachmeister, 1878. Print.
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