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Geschichts-Bilder

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN667980547
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5051128
Titel:
Geschichts-Bilder
Signatur:
HK-II 31(8,1878)
Autor*in:
Mauer, August
Erscheinungsort:
Langensalza
Verlag:
Greßler
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1878
Ausgabenbezeichnung:
8., verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Darstellung der wichtigsten Begebenheiten und berühmtesten Personen aus der Alten Geschichte, dem Mittelalter, der neuen und neuesten Zeit

Kapitel

Titel:
III. Bilder aus der neuen und neuesten Zeit
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Der Wiener Kongreß und der neue deutsche Bund
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichts-Bilder
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Uebersicht
  • I. Bilder aus der alten Geschichte
  • Die Aegyptier
  • Die Perser
  • Die Griechen
  • Die Perserkriege in Griechenland
  • Die Römer
  • Rom unter Kaisern
  • II. Bilder aus dem Mittelalter
  • Die deutschen Völkervereine
  • Die Lehren des Koran
  • Kaiser Karl der Große (768-814)
  • Kaiser Otto I. (936-973)
  • Der erste Kreuzzug (1096)
  • Die Vehmgerichte
  • Die wichtigsten Erfindungen des Mittelalters
  • III. Bilder aus der neuen und neuesten Zeit
  • Luthers Kampf gegen Ablaß
  • Kaiser Karl V. (1520-1558)
  • Die Bartholomäusnacht oder Bluthochzeit (1572)
  • Friedrich der Große (1740-1786)
  • Die französische Revolution (1789)
  • Napoleons Zug nach Rußland
  • Der Wiener Kongreß und der neue deutsche Bund
  • Der nordamerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
  • Preußens Feldzüge gegen Oesterreich und dessen Verbündete im Jahre 1866
  • Der deutsch-französische Krieg vom Jahre 1870 bis 1871
  • Anhang
  • Einband

Volltext

452 
Ich kann nicht mehr schreiben, denn ich zittere an allen Gliedern. 
Die Anstrengung war zu groß. Blücher.« 
Und in der nämlichen Nacht erließ er eine Proklamation an sein 
Heer, darin hieß es zum Schluß: »Alle großen Feldherren haben 
von jeher gemeint, man könne mit einem geschlagenen Heere nicht 
gleich darauf wieder eine Schlacht liefern. Ihr habt gezeigt, daß 
tapfere Krieger wohl überwunden, aber ihr Muth nicht gebeugt 
werden kann. Empfangt meinen Dank, Ihr unübertrefflichen Sol¬ 
daten. Ihr habt Euch einen großen Namen gemacht. Nie wird 
Preußen untergehen, wenn Eure Söhne und Enkel Euch gleichen!« 
Und Wellington berichtete an seinen Monarchen: »Ich würde 
nicht nach meiner Ueberzeugung sprechen, wenn ich nicht dem Feld¬ 
marschall Blücher und dem preußischen Heere das glückliche Ergebniß 
des furchtbaren Tages beimäße; der Sieg wurde errungen durch 
den Beistand, den sie mit großer Bereitwilligkeit und so zur rechten 
Zeit mir geleistet haben.« — An einen Freund aber schrieb er: 
»Nie sah ich einen so furchtbaren Kampf, und nie sah ich unsere 
Truppen so brav.« 
Ja, es war ein furchtbarer Kampf gewesen. Im Generalstabe 
Wellingtons befand sich Niemand, der nicht verwundet war. Sieben 
Generale und hohe Stabsoffiziere waren gefallen und siebenzehn 
größtenteils verwundet. Die Verluste des preußischen Heeres waren 
geringer. Der Gesammtverlust beider Armeen betrug 28000 Mann, 
wovon 21000 aus die englische und 7000 auf die preußische kom¬ 
men. Eine genaue Kenntniß des Verlustes der Franzosen hat man 
nicht; aber er muß ungeheuer gewesen sein. Ihre ganze Armee 
war vernichtet, zwei Drittel derselben erschlagen, verwundet oder 
gefangen. Das Uebrige war keine Armee mehr, sondern ein ord¬ 
nungsloser Hausen. Das ganze Geschütz und Gepäck,.350 Kanonen 
und über 8Ö0 Munitionswagen, war den Siegern in die Hände 
gefallen. 
Der Wiener Kongreß und der neue deutsche Bund.*) 
Napoleon war gestürzt, die Gewaltherrschaft Frankreichs hatte 
ihr Ende erreicht, aber ein zweiter und gleich schwieriger Theil der 
Aufgabe, Europa auf geordnete Verhältnisse zurückzuführen, blieb 
noch übrig. Es galt jetzt, die Spuren der französischen Besitznahme 
in den von Napoleon eroberten Ländern zu verwischen, die Ver¬ 
hältnisse Deutschlands neu zu regeln und den Reichen, die von dem 
Gewaltherrscher geschmälert waren, den alten Besitzstand zurückzu¬ 
geben. Alles dieses wurde die Aufgabe eines Kongresses (Verein) 
von Fürsten und Staatsmännern, der sich gegen Ende des Jahres 
1814 in Wien versammelte. 
*) Nach Steger it. A.
	        

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Mauer, August. Geschichts-Bilder. Langensalza: Greßler, 1878. Print.
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