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Geschichts-Bilder

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN667980547
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5051128
Title:
Geschichts-Bilder
Shelfmark:
HK-II 31(8,1878)
Author:
Mauer, August
Place of publication:
Langensalza
Publisher:
Greßler
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1878
Edition title:
8., verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
Darstellung der wichtigsten Begebenheiten und berühmtesten Personen aus der Alten Geschichte, dem Mittelalter, der neuen und neuesten Zeit

Chapter

Title:
III. Bilder aus der neuen und neuesten Zeit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Der deutsch-französische Krieg vom Jahre 1870 bis 1871
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichts-Bilder
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalts-Uebersicht
  • I. Bilder aus der alten Geschichte
  • Die Aegyptier
  • Die Perser
  • Die Griechen
  • Die Perserkriege in Griechenland
  • Die Römer
  • Rom unter Kaisern
  • II. Bilder aus dem Mittelalter
  • Die deutschen Völkervereine
  • Die Lehren des Koran
  • Kaiser Karl der Große (768-814)
  • Kaiser Otto I. (936-973)
  • Der erste Kreuzzug (1096)
  • Die Vehmgerichte
  • Die wichtigsten Erfindungen des Mittelalters
  • III. Bilder aus der neuen und neuesten Zeit
  • Luthers Kampf gegen Ablaß
  • Kaiser Karl V. (1520-1558)
  • Die Bartholomäusnacht oder Bluthochzeit (1572)
  • Friedrich der Große (1740-1786)
  • Die französische Revolution (1789)
  • Napoleons Zug nach Rußland
  • Der Wiener Kongreß und der neue deutsche Bund
  • Der nordamerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
  • Preußens Feldzüge gegen Oesterreich und dessen Verbündete im Jahre 1866
  • Der deutsch-französische Krieg vom Jahre 1870 bis 1871
  • Anhang
  • Binder

Full text

506 
Durch den so glorreich beendeten Krieg ist es Preußen nicht nur 
gelungen, eine Ausdehnung und Abrundung zu erhalten, die' es ihm 
gestatten, seine Stellung als alleinige Großmacht in Deutschland 
geltend zu machen, sondern es hat auch ganz Norddeutschland bis 
an den Main unter seiner militärischen Führung zu einem nord¬ 
deutschen Bunde vereinigt, der durch seine Macht dem übrigen 
Europa Achtung gebietet. 
Zu diefernBunde gehören folgende Staaten: Preußen, Sachsen, 
Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg, Braunschweig, Weimar, Hamburg, 
Anhalt, Memingen, Koburg-Gotha, Altenburg, Lippe-Detmold Bre¬ 
men, Mecklenburg-'Strelitz, Reuß j. Linie, Schwarzburg-Rudolstadt, 
Schwarzburg-Sondershausen, Waldeck, Lübeck, Reuß ä.L., Schaumbura- 
^lppe und die Provinz Oberhessen. — Demnach umspannte der nord¬ 
deutsche Bundesstaat einen Flächenraum von 7534 QM. mit 
29,906,763 Einwohnern. 
Der deutsch-französische Stieg vom Jahre 1870 bis 1871. 
Ursachen des Krieges. 
Schon unter der Regierung Ludwig Philipp's beabsichtigte 
Frankreich das linke Rheinufer zu erobern. Nikolaus Becker 
dichtete damals das Lied: »Sie sollen ihn nicht haben, den freien 
deutschen Rhein.« Um dieselbe Zeit (1840) entstand »Die Wacht 
am Rhein« von M a £ Schneckenburger. 
Noch deutlicher traten jene Eroberungsgelüste unter Napo¬ 
leon III. im Jahre 1866 hervor, als Preußen gegen Oesterreich 
und dessen Verbündete siegte. — Nach der Schlacht von Königs- 
grätz hätte ganz Deutschland geeinigt werden können, aber Napoleon 
wollte dies ohne seine Erlaubniß nicht zugeben. Frankreich hätte 
schon damals in den Krieg eingegriffen, wenn es stark genug 
gewesen wäre. 
Seit dem sann Napoleon unablässig auf einen Vorwand zum 
Kriege mit Preußen. Zunächst mischte er sich in alle deutsche An¬ 
gelegenheiten. Auf der Londoner Konferenz (Mai 1867) brachte er 
es dahin, daß Preußen seine Besatzungstruppen aus Luxemburg 
herausziehen und die uneinnehmbaren Festungswerke abtragen sollte. 
— König Wilhelm ahnte den Ausbruch eines Krieges mit 
Frankreich und suchte sich vor Überrumpelung zu bewahren. Ein 
von dem französischen Botschafter Benedetti angebotenes Bündniß, 
nach welchem Napoleon Belgien zu erobern gedachte, dafür aber 
Preußen die Einverleibung der Südstaaten Deutschlands (Baiern, 
Würtemberg und Baden) in den Nordbund zu sichern, wurde von 
dem Grafen Bismarck abgelehnt.
	        

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Mauer, August. Geschichts-Bilder. Langensalza: Greßler, 1878. Print.
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