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Geschichte für sächsische Schulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN668695080
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5099083
Titel:
Geschichte für sächsische Schulen
Signatur:
1924 A 9015
Autor*in:
Borchers, Emil
Kahnmeyer, Ludwig
Schulze, Hermann
Erscheinungsort:
Bielefeld [u.a.]
Verlag:
Velhagen & Klasing
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1918
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
VIII. Leben im Mittelalter. Erfindungen und Entdeckungen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte für sächsische Schulen
  • binder
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Die Germanen
  • II. Germanen und Römer
  • III. Die Völkerwanderung
  • IV. Das Frankenreich
  • Bonifatius fällt die Eiche
  • Im Klosterhof
  • Gründung der deutschen Kaisermacht
  • "Verwunderung" (Heinrich der Vogelsteller)
  • VI. Papst und Kaiser
  • VII. Zeit der beginnenden Auflösung des Reiches
  • VIII. Leben im Mittelalter. Erfindungen und Entdeckungen
  • Inneres einer Stadt. (XV. Jahrhundert)
  • Gutenberg, Fust und Schöffer in der Werkstatt
  • IX. Die Reformation und der Dreißigjährige Krieg
  • Götz von Berlichingen im Bauernkrieg
  • X. Deutschlands Schwäche nach dem 30jährigen Kriege
  • Der Große Kurfürst bei Fehrbellin
  • König August von Polen und König Friedrich Wilhelm von Preußen
  • XI. Begründung der Großmachtstellung Preußens
  • XII. Die Befreiung der Volkskräfte
  • XIII. Deutschlands Erniedrigung und die Befreiungskriege
  • Gerhard Joh. David von Scharnhorst
  • XIV. Gründung des neuen Deutschen Reiches
  • XV. Ausbau des neuen Deutschen Reiches
  • Zeittafel
  • Längsschnitte
  • binder

Volltext

10. 1L 
1483 
I ' — 78 — 
Europa mit Tabak, Mais und Kartoffeln. Die Gewächse Indiens: Reis, Baumwolle, 
Zuckerrohr und Kaffee wurden in Amerika angepflanzt und gediehen in dem günstigen 
Klima vortrefflich. Europa konnte seinen Bedarf jetzt hier decken. Infolgedessen nahm der 
Welthandel seinen Weg nicht mehr über das Mittelmeer nach Venedig und Genua, sondern 
über den Atlantischen Dzcan nach Spanien, Portugal, den Niederlanden und später nach 
England. Deutschland konnte sich nicht beteiligen; ihm fehlte die Seemacht. Allmählich 
änderte sich die Lebensweise in unserem Vaterlande. An die Stelle der Morgensuppe 
trat der Kaffee. Die Baumwolle drängte Leinen und Wolle zurück. Die Kartoffel wurde 
nach und nach zum Volksnahrungsmittel und das Tabakrauchen trotz aller Verbote zur Sitte. 
IX. Die Reformation und der Dreißigjährige Krieg. 
i. Vorläufer der Reformation» 
1. Johann Wiclef. Im Mittelalter traten in verschiedenen Ländern Geistliche 
nnd Laien ans, die sich gegen die weltliche Herrschaft des Papstes und Irr¬ 
lehren der Kirche wandten. Johann Wiclef, ein englischer Professor der Theo¬ 
logie nnd Pfarrer, lehrte im 14. Jahrhundert, die Päpste wären nicht von 
Gott als seine Statthalter eingesetzt, sondern Hätten ihre Stellnng durch die 
Gunst der Kaiser erhalten. Er griff ferner die Lehre von der Brotverwandlung 
an und tadelte Ohrenbeichte, Ablaß und Heiligendienst. Als Quelle des Glaubens 
galt ihm die Heilige Schrift. Sie übersetzte er darum in die Landessprache. 
2. Johann Hns. Durch Wiclefs Lehren angeregt, entsachte der Tscheche 
Johann Hns in Böhmen eine gewaltige Bewegung. .Besonders eiferte er da¬ 
gegen, daß die Kirche dem Volke beim Abendmahle den Kelch vorenthielt. Hns 
wurde zur Verantwortung vor das Konzil zu Konstanz geladen, dort trotz des 
kaiserlichen Geleitsbriefes gefangen gesetzt und 1415 als K^tzer auf dem Scheiter¬ 
haufen verbrannt. 
Wilder Zorn ergriff die Böhmen bei der Nachricht von dem Feuertode des 
Johann Hus. Ritter, Bauern, Handwerker scharten sich zusimmen und forderten 
den Kelch beim Abendmahle zurück. Den Kaiser (Sg'.smunt) wollten sie als 
König von Böhmen nicht anerkennen, weil er wortbrüchig geworden sei. Unter 
Führung des wilden Z ska, des Emäugigen, schlugen sie die R'ichsheere, die 
gegen sie aufgeboten w,aren, in die Flucht. Sie dur^zogen 17 Jahre lang mit 
Sensen, Keulen, Dreschflegeln und Lanzen bewaffnet Böhmen, Bayern, Franken 
und Sachsen, plünderten Kirchen und Klöster und verwüsteten das Land. Später 
kam ein Vertrag zustande, wonach die Huffiten Sigismund als König anerkannten, 
während ihnen der Kelch beim Abendmahl zugestanden wurde. 
2. Dr. {Bartin Cutber. 
1. Jugend. Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren 
und am folgenden Tage auf den Namen Martin getauft. 
Er sagt von sich selbst: „Ich bin eines Bauern Sohn. Mein Vater, Großvater und 
Ahnherr sind rechte Bauern gewest. Darnach ist mein Vater (von Eisleben) nach Mans¬ 
feld gezogen und allda ein Bergmann geworden. Mein Vater ist ein armer Häuer gewest, 
die Mutter hat all ihr Holz auf dem Rücken eingetragen, damit sie uns Kinder erziehen 
könnte. Sie haben es sich lassen blutsauer werden. Meine Eltern haben mich gar hart 
gehalten, daß ich auch darüber ganz schüchtern wurde. Die Mutter stäupte mich einmal 
um einer geringen Nuß willen, daß das Blut darnach floß. Meiner Mutter ernst und 
gestreng Leben, das sie führte, das verursachte mich, daß ich hernach in ein Kloster lief 
und ein Mönch wurde."
	        

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Borchers, Emil, Ludwig Kahnmeyer, and Hermann Schulze. Geschichte Für Sächsische Schulen. Bielefeld [u.a.]: Velhagen & Klasing, 1918. Print.
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