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Das neue Reich ([Teil 2])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN67140072X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5282660
Titel:
Deutsche Geschichte
Autor*in:
Kabisch, Richard
Kohlschein, Hans
Erscheinungsort:
Göttingen
Verlag:
Vandenhoeck & Ruprecht
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN671402277
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5285625
Titel:
Das neue Reich
Signatur:
HK-II 76(1,14)-2
Autor*in:
Kabisch, Richard
Kohlschein, Hans
Bandzählung:
[Teil 2]
Erscheinungsort:
Göttingen
Verlag:
Vandenhoeck & Ruprecht
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1914
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Ausgewählte Kapitel]
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
14. Der französische Krieg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsche Geschichte
  • Das neue Reich ([Teil 2])
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Ausgewählte Kapitel]
  • 1. Die französische Revolution
  • 4. Preußens Wiedergeburt
  • 10. Der Wiener Kongreß und 1815
  • 8. Friedrich Wilhelm IV. und die Revolution
  • 10. Die deutsche Nationalversammlung
  • 11. Wilhelm I. und der Streit um die Verfassung
  • 14. Der französische Krieg
  • 15. Wilhelm I. als Kaiser
  • 17. Kaiser Wilhelm II.
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 182 — 
Generäle mit den siegreichen Soldaten nach Berlin zurückkamen. Wie war 
man eine Zeitlang auf König Wilhelm und Bismarck ergrimmt gewesen, 
wie hatte man den König absetzen und Bismarck totschießen wollen, und nun 
sahen die Leute ein, daß diese beiden treuen und tapferen Äelden ihr Vaterland 
so stark und mächtig gemacht hatten, wie es noch niemals gewesen war. Wie 
hatte man über den Bruderkrieg gejammert, wie wenn Preußen Kain wäre 
und Österreich Abel, und Preußen wollte den Bruder totschlagen. Und nun 
waren gerade alle deutschen Brüder, die sich früher so oft gezankt hatten, einig 
geworden, weil König Wilhelm und Bismarck durch ihre Klugheit es ver¬ 
standen hatten, Österreich, den einzigen Störenfried, aus Deutschland hinaus¬ 
zudrücken. Schleswig-Lolstein war frei geworden, und die ganze Welt hatte ge¬ 
sehen, daß es hier in Preußen und Deutschland ein Äeer gäbe so stark und 
Äelden so mutig und Feldherren so klug, daß man sich wohl hüten mußte mit 
ihnen anzubinden. Da wurden auch die trotzigsten Feinde Wilhelms und 
Bismarcks weichmütig und sahen ein, daß sie unrecht gehabt hatten, und es 
war [in Berlin ein Zubel, der wollte kein Ende nehmen. Der Landtag aber 
nahm ein Gesetz an, darin wurde gesagt, daß alles gut und heilsam gewesen 
war, was der König Wilhelm und Bismarck getan hatten, als sie noch gegen 
den Willen des Volkes regierten. So war durch den Krieg von 1866 Friede 
und Glück nach Preußen und Deutschland gekommen. 
14. Der französische Krieg. 
Der Ausbruch. 
Viel hatte Bismarck erreicht, aber doch noch nicht alles, Deutschland- 
hatte noch keinen Kaiser. Dazu aber war bei dev Nachbarn, den Franzosen, 
wieder ein Kaiser Napoleon da, der gönnte den Deutschen ihr Glück nicht und 
den Preußen nicht ihren Ruhm. Er selbst war noch nicht der Schlimmste, aber 
die Franzosen sind ein eitles Volk und meinten, es wäre eine Beleidigung, daß 
die Preußen sich erlaubt hätten, bei Königgrätz mehr Ruhm zu ernten, als 
irgend ein Volk seit den Freiheitskriegen geerntet hatte. Darum verlangten sieA 
ihr Kaiser sollte Rache nehmen für Königgrätz, und Napoleon fürchtete, sie 
könnten wieder eine Revolution machen, wenn er nicht nachgäbe. So sann er 
darauf, wie er uns verderben könnte.
	        

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Kabisch, Richard, and Hans Kohlschein. Das Neue Reich. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1914. Print.
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