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Das neue Reich ([Teil 2])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN67140072X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5282660
Titel:
Deutsche Geschichte
Autor*in:
Kabisch, Richard
Kohlschein, Hans
Erscheinungsort:
Göttingen
Verlag:
Vandenhoeck & Ruprecht
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN671402277
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5285625
Titel:
Das neue Reich
Signatur:
HK-II 76(1,14)-2
Autor*in:
Kabisch, Richard
Kohlschein, Hans
Bandzählung:
[Teil 2]
Erscheinungsort:
Göttingen
Verlag:
Vandenhoeck & Ruprecht
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1914
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Ausgewählte Kapitel]
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
4. Preußens Wiedergeburt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsche Geschichte
  • Das neue Reich ([Teil 2])
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Ausgewählte Kapitel]
  • 1. Die französische Revolution
  • 4. Preußens Wiedergeburt
  • 10. Der Wiener Kongreß und 1815
  • 8. Friedrich Wilhelm IV. und die Revolution
  • 10. Die deutsche Nationalversammlung
  • 11. Wilhelm I. und der Streit um die Verfassung
  • 14. Der französische Krieg
  • 15. Wilhelm I. als Kaiser
  • 17. Kaiser Wilhelm II.
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 39 — 
Leer, dann nehmen die Feinde all unser Vermögen und schleppen es fort, und 
wir sind wie eine ausgedrückte Zitrone und wie ein vertrocknetes Stoppelfeld. 
Das lernen wir aus den Anglücksjahren 1806 und 1807, und wir wollen 
es nie vergessen. 
4. Preußens Wiedergeburt. 
Freiherr vom Stein. 
Nun aber zeigte es sich, wo noch Menschen lebten, die etwas taugten und 
die Kraft und Mut und Lust besaßen, um zu helfen. Nach ihnen sah sich 
König Friedrich Wilhelm jetzt um und vor allem auch seine herrliche Frau, 
die Königin Luise. And da siel ihr Gedanke auf einen starken und klugen Mann, 
von dem meinten sie, daß er allein jetzt noch helfen könnte, das war der Reichs- 
freiherr Karl vom Stein. 
Das war ein merkwürdiger Mann. Er war von altem Adel in Nassau 
an der Lahn zu Äause, schon seine Vorfahren hatten da als edle Ritter auf 
ihren Burgen gehaust. Aber er hatte nicht einen hochmütigen Sinn, wie sonst 
wohl manche Adligen hatten, und sah nicht auf die Bauern und Bürger herab, 
als wären die geringes Volk, sondern er meinte: der ist adlig, der edel ist, der 
etwas kann und versteht und Gott wohlgefällt. And weil er so dachte, so sah 
er auch jedem König dreist ins Gesicht und dachte: wenn des Königs Volk 
nichts taugt, dann ist auch der König nichts, und über Nacht bricht vielleicht 
sein Königreich zusammen. Wenn aber der König nur durch sein Volk etwas 
ist, dann muß man das Volk ebenso achten wie den König, wenn es nur etwas 
kann und weiß und Gott wohlgefällt. Er war freilich nicht so dumm, daß er 
gedacht hätte, jeder Mann im Volke wäre tüchtig und Gott wohlgefällig. Er 
wußte ganz genau, daß unter dem Volk viele Taugenichtse und Faulpelze 
herumgehen, die nicht viel verstehen und auch nichts lieber tun als trinken und 
Karten spielen. Aber darum sah er sich jeden Mann in der Welt erst an, ob 
er etwas taugte oder nicht, und wenn er etwas taugte, dann achtete er ihn, 
gleichviel, ob Bürger oder Edelmann, und wenn er nichts taugte, dann ver¬ 
achtete er ihn, gleichviel, ob Fürst oder Bauer. So hatte er denn einen scharfen
	        

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Kabisch, Richard, and Hans Kohlschein. Das Neue Reich. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1914. Print.
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