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Das Mittelalter (Band 2)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN672741172
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5375685
Titel:
Die Weltgeschichte in Lebensbildern und Darstellungen
Autor*in:
Hoffmann, Ernst
Erscheinungsort:
Mainz
Verlag:
Kirchheim
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1883
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Schule und Haus

Band

Persistenter Identifier:
PPN672743116
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5378886
Titel:
Das Mittelalter
Signatur:
27/81
Autor*in:
Hoffmann, Ernst
Bandzählung:
Band 2
Erscheinungsort:
Mainz
Verlag:
Kirchheim
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1884
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
geschichtliche Bilder und Darstellungen ; für Schule und Haus

Kapitel

Titel:
II. Die christliche Zeit A. Von der Geburt Christi bis zur Entdeckung Amerikas
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Weltgeschichte in Lebensbildern und Darstellungen
  • Das Mittelalter (Band 2)
  • Einband
  • Titelseite
  • Titelseite
  • II. Die christliche Zeit A. Von der Geburt Christi bis zur Entdeckung Amerikas
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einband

Volltext

Pseudosynode zu Worms. Excom. des Königs. 129 
insofern schwer, als derselbe das mißbräuchliche Verfahren in 
niedrigen Absichten angewandt hatte; andererseits aber war es 
auch wieder günstig, daß gerade Heinrich IV. Gregors Gegner 
war; denn das Verfahren, das der Papst bekämpfte, war zu 
augenfällig, um nicht alle, denen das Wohl der Kirche am Her¬ 
zen lag, alle, die sich durch Frömmigkeit und Wiffenschaft aus¬ 
zeichneten, auf die Seite Gregors Zu führen. 
Heinrich, der wiederholt alles Gute versprochen, aber in 
trotzigem Uebermute nie Wort gehalten hatte, wurde nun nach 
Rom gerufen, um sich vor einer Synode, gegen die über ihn 
angebrachten zahlreichen und schweren Verbrechen zu verantwor¬ 
ten. Für den Fall, daß Heinrich nicht erscheine, wurde ihm 
Excommnnication angedroht. Dieser fuhr indessen fort, sich um 
die ernsten Mahnungen des Papstes nicht zu kümmern, ja er 
ließ sogar zu Worms, wo das Oberhaupt der Kirche unglaub¬ 
licher Verbrechen beschuldigt wurde, von einigen Bischöfen feiner 
Partei, ein Absetzungsurteil über Gregor ausfertigen und solches 
nach Rom senden. Wegen dieses Angriffes auf die Kirche be¬ 
legte der Papst auf einem Concil in Rom ben König nebst die¬ 
jenigen unter den Bischöfen, die sich am stärksten vergangen 
hatten, mit dem Banne, wovon eine notwendige Folge war, daß 
er ihm auch die Fortsetzung der Regieruugsgefchäfte untersagte. — 
So hatte demnach zuerst Heinrich IV. mit feinen Bischöfen den 
Papst abgefetzt, dann erst hatte der Papst auf einem großen Con¬ 
cilium den König excommuniciert. 
Nachdem die Sache so weit gekommen war, gestalteten sich 
die Verhältnisse in Deutschland auf einmal ganz anders. Hein¬ 
richs Übermut hatte die Gemüter aller Besseren von ihm abge¬ 
wandt; die Sachsen, sowie die weltlichen Fürsten klagten laut 
über Treubruch, Meineid, unerträglichen Druck und gesetzlose 
Willkür. Heinrich wollte auf einer abermaligen Versammlung 
von Bifchöfeu zu Worms einen neuen Papst ernennen, mußte 
aber davon abstehen, da ein Teil der gebannten Bifchöfe sich auf 
die von dein Papste gestellten Bedingungen durch den Legaten 
desselben vom Banne lösen ließ. Dagegen versammelte sich ohne 
Berufung des Königs ein Reichstag zu Tribur. Nur dem Wir¬ 
ken des päpstlichen Legaten war es hier zuzuschreiben, daß man 
nicht zu einer neuen Königswahl schritt, vielmehr den Papst zn 
einem Reichstage nach Augsburg einlud und dem Könige auf¬ 
trug, wenn er feiner Würde nicht verlustig gehen wolle, in 
Jahresfrist feine Lösung vom Banne zu erwirken. 
Heinrich wußte indes wohl, daß feine zahlreichen und mäch¬ 
tigen Feinde seine Aussöhnung mit dem Papste nicht ernstlich 
§0 ff mann, Weltgeschichte rc. II. 9
	        

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Hoffmann, Ernst. Das Mittelalter. Mainz: Kirchheim, 1884. Print.
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