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Leitfaden zum ersten Unterricht in alter Geschichte

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN679966145
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5473439
Title:
Leitfaden zum ersten Unterricht in alter Geschichte
Shelfmark:
01/NB 9300 G311
Author:
Gehrke, Albert
Schrammen, Johannes
Place of publication:
Wolfenbüttel
Publisher:
Zwißler
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1880
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
I. Morgenländische Völker
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Leitfaden zum ersten Unterricht in alter Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Einleitung
  • I. Morgenländische Völker
  • II. Die Griechen
  • Zweiter Zeitraum. Das Zeitalter der Wanderungen und der Gesetzgebung. Von der dorischen Wanderung bis zu den Perserkriegen 1100 - 500
  • Vierter Zeitraum. Das alexandrinische Zeitalter. Von der Schlacht bei Chäronea bis zu der Zerstörung von Korinth durch die Römer 338 - 146 v. Chr.
  • III. Die Römer
  • Erster Zeitraum. Rom unter Königen. Von der Erbauung der Stadt bis zur Gründung der Republik 753 - 509 v. Chr.
  • Dritter Zeitraum. Die Blütezeit der römischen Republik. Von dem Anfang der punischen Kriege bis zu den gracchischen Unruhen 264 - 133.
  • Fünfter Zeitraum. Rom unter Kaisern
  • Zeittafel für Repetitionen
  • Binder

Full text

— 4 
Regelmäßigkeit der Naturerscheinungen und die Abgeschlossenheit des 
Landes bestimmten auch den Volkscharakter der Aegypter, denen die 
Richtung aus das Dauerhafte, der Ernst und der Stolz gegen die 
Fremden eigentümlich war. — Das Volk war eingeteilt in Kasten, 
Priester, Krieger, Ackerbauer, Handwerker, Hirten. An der 
Spitze des Staates stand der Pharao (Sohn des Ra d. i. der Sonne), 
dessen Gewalt eine unbeschränkte war. Die Priester, allein im 
Besitz aller höheren Kenntnisse, waren die Astronomen, welche bereits 
das Jahr auf 365V* Tage berechneten, die Aerzte und Richter; auch 
die Hieroglyphenschrift, mit welcher die öffentlichen Denkmäler 
bedeckt waren, sind eine Erfindung der Priesterschast. Das Volk be¬ 
diente sich einer gewöhnlichen Buchstabenschrift, die man auf Papyrus- 
rollen schrieb. Von dem Kunstfleiß der Aegypter sprechen die Bild¬ 
hauerarbeiten an den zahlreichen Monumenten, die Kolossalstatuen 
und die Malereien; berühmt waren außerdem die feinen Zeuge und 
Linnen und auch die Glasbereitung war in Aegypten bekannt. Im 
Innern des Landes entwickelte sich ein lebhafter Handel, dagegen 
haben die Aegypter in einem geringen Verkehr mit dem Auslande 
gestanden, weil sie eine Scheu vor dem Meere besaßen und das 
Fremde mieden. 
3. Die Religion des ägyptischen Volkes war eine Verehrung 
persönlich gedachter Naturkräfte, vornehmlich des Sonnenlichtes. 
Neben dem Sonnengott Ra und dem thebaifchen Ammon wurde 
Osiris mit feiner Gemahlin und Schwester Isis (Erde) und ihrem 
Sohne Horus (Frühling) am meisten verehrt. Der böse Typhon 
war der Gott der verderblichen Gluthitze. Auch Tiere genossen eine 
göttliche Verehrung (Apisstier, Katze, Ibis, Krokodil u. a.). Von 
den Priestern wurde die Unsterblichkeit der Seele gelehrt und deren 
Fortdauer von der Erhaltung des Leibes abhängig gemacht, daher 
feine Einbalsamierung nach Veranstaltung eines Totengerichtes. Die 
Mumien wurden in den Katakomben (unterirdischen Begräbniskam¬ 
mern) aufbewahrt. Von den Bösen meinte das Volk, daß diese in 
Tierleibern ihr Leben auf Erden wiederholten (Seelenwanderung). 
4. In Aegypten, dessen Bewohner wahrscheinlich zum hamitifchen 
Stamme gehörten,war der geschichtlich älteste Staat ein Priesterstaat 
mit der Hauptstadt Memphis am Eingang des Delta, die Menes er¬ 
baute. Seine Nachfolger Cheops, Chephren und Mycerinus 
wurden in der Mitte des 3. Jahrtausend die Erbauer der drei großen
	        

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Gehrke, Albert, and Johannes Schrammen. Leitfaden Zum Ersten Unterricht in Alter Geschichte. Wolfenbüttel: Zwißler, 1880. Print.
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