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Lesebuch für ländliche Fortbildungsschulen und Schatzkästlein für jedes Bauernhaus

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN679985794
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5492208
Title:
Grundriss der römischen Altertümer
Shelfmark:
01/NB 9300 K92(2)
Author:
Krieg, Cornelius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1882
Edition title:
2., völlig umgearb. und verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit einem Überblick über die römische Litteraturgeschichte ; ein Lehrbuch für Studierende der oberen Gymnasialklassen und für Lehramtskandidaten

Binder

Document type:
Monograph
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für ländliche Fortbildungsschulen und Schatzkästlein für jedes Bauernhaus
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Der Bauernstand sonst und jetzt
  • II. Das Haus und seine Sitte, die Familie und ihre Glieder
  • III. Tages- und Jahreslauf, Fleiß und Frömmigkeit
  • IV. Nahrung und Notdurft des Leibes und Lebens
  • V. Gesundheit und ihre Pflege, Krankheit und ihre Heilung
  • VI. Bildung und ihre Bedeutung, Besitz und seine Pflichten
  • VII. Der Hof und seine Ordnung, die Haustiere und ihre Pflege
  • VIII. Der Garten und seine Pflanzen, der Weinberg und seine Reben
  • IX. Der Acker und seine Bearbeitung, Aussaat und Ernte, Freunde und Feinde des Feldes
  • X. Wasser, Wald und Wiese
  • XI. Die Gemeinde und ihre Pflichten, die Genossenschaft und ihr Segen
  • XII. Gesetz und Recht
  • XIII. Vaterland und Volkstum
  • XIV. Weite Welt und Wanderung ins Weite
  • XV. Einige Muster zu Geschäftsaufsätzen
  • Binder

Full text

152 V. Gesundheit und ihre Pflege, Krankheit und ihre Heilung. 
das Wasser in Form von feinem Dunste fort, und mit diesem Dunste 
verbinden sich eine Menge flüchtiger Säuren des Schweißes, die ihm 
seinen eigentümlichen Geruch verleihen; aber die anderen Stoffe 
bleiben als feste Kruste auf der Haut zurück und bilden einen über— 
zug über dieselbe. Aus einer anderen Quelle wird sogar wirklicher 
Talg auf die Haut abgelagert. In der mittleren Hautschicht, woselbst 
die Haare eingebettet sind, befinden sich an der Wurzel derselben 
kleine traubenförmige Drüsen, welche eine ölartige Flüssigkeit absondern. 
Auf der Oberfläche der Haut wird das Hel hart wie Talg, erhält 
ein gelbes, schmutziges Ansehen und verleiht der Haut jene Klebrigkeit 
und das sogenannte ungewaschene Ansehen, das wir an recht gehörig 
verschlafenen Gesichtern bemerken, bevor frisches Wasser und gute Seife 
die Reinigung vollzogen. Kommt nun zu dieser klebrigen Natur— 
schminke noch von außen her der Staub aller Art, „den kein Mensch 
ganz von sich abwehren kann, so vollendet sich ein Überzug, der nicht 
nur unserer Schönheit, sondern hauptsächlich unserer Gesundheit schweren 
Abbruch thut. 
Indessen müssen wir der Natur die Gerechtigkeit widerfahren 
lassen, daß sie nicht so ganz und gar unbarmherzig mit unserer Haut 
umgeht, sondern ein sehr praktisches Mittel weiß, ihre Ablagerungen 
fortzuschaffen. Die Oberhaut, der sie so viel aufbürdet, wird von der 
Natur selber in kleinen Schüppchen abgestoßen, während sich neue 
Oberhaut unter derselben bildet. Wir stecken nicht gar lange Zeit in 
unserer Haut, sondern werfen sie in feinen Stückchen von uns ab. 
Wir häuten uns nicht wie die Schlangen und dergleichen Kreaturen 
mit einemmale, sondern fahren äußerst langsam und einzeln aus der 
Haut; weshalb denn Menschen, die sich lange nicht gewaschen oder 
sonst die Haut einzeln durch Arbeit abgerieben haben, wie z. B. nach 
Hautkrankheiten, sich förmlich abpellen und als neue Menschen aus 
ihrer eigenen Haut kriechen. 
Das ist nun freilich eine Naturreinigung, aber eine, auf die 
man nicht warten kann; denn wenn sich Fettigkeit auf der Oberhaut 
befindet, so werden die Schüppchen der Hornhaut von derselben fest— 
gehalten und helfen so den Leib noch mehr aufkleistern. Wer seine 
Gesundheit erhalten will, muß daher für gründliche Haut— 
reinigung seines Körpers sorgen. Mit dem Wasser muß man 
ein wenig Seife anwenden, weil Seife die Fette löslich macht. Es ist 
Thatsache, daß die meisten der gewöhnlichen Krankheiten ihren Grund 
in unterdrückter Hautthätigkeit haben. 
Zum Lobe der Abwaschung mit kaltem Wasser und des kalten 
Bades sei schließlich noch folgendes gesagt. In der zweiten Haut 
stecken Blutadern und Nerven; auch auf diese hat es Einwirkung, 
wenn die Oberhaut rein gehalten wird. Durch fleißiges Baden hebt 
sich die ganze Lebensthätigkeit des Körpers, was man am Appetit bald 
merkt; auch fühlt man sich abgehärtet gegen Einwirkungen der Witte— 
rung, die sonst nicht selten die Quelle schwerer Leiden sind. 
Die wichtigsten Baderegeln sind: J. Gehe nie erhitzt oder 
mit vollem Magen ins Wasser. 2. Bleibe nicht länger als 20 Minuten
	        

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Schreiber, B. et al. Lesebuch Für Ländliche Fortbildungsschulen Und Schatzkästlein Für Jedes Bauernhaus. Wittenberg: Herrosé, 1898. Print.
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