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Grundriss der römischen Altertümer

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN679985794
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5492208
Title:
Grundriss der römischen Altertümer
Shelfmark:
01/NB 9300 K92(2)
Author:
Krieg, Cornelius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1882
Edition title:
2., völlig umgearb. und verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit einem Überblick über die römische Litteraturgeschichte ; ein Lehrbuch für Studierende der oberen Gymnasialklassen und für Lehramtskandidaten

Chapter

Title:
Zweiter Teil. Privataltertümer
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Das häusliche oder Familienleben
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Grundriss der römischen Altertümer
  • Binder
  • Prepage
  • Frontispiece
  • Title page
  • Vorrede zur zweiten Auflage
  • Inhalt
  • Verzeichnis der Illustrationen
  • Einleitung
  • Fig. 10. Der einthorige Titusbogen
  • Fig. 11. Der dreithorige Konstantinsbogen
  • Erster Teil. Die öffentlichen oder Staatsaltertümer
  • Erster Abschnitt. Die Staatsverfassung
  • Zweiter Abschnitt. Die Staatsverwaltung
  • Dritter Abschnitt. Rechts- und Gerichtswesen
  • Vierter Abschnitt. Die Kriegsaltertümer
  • Fünfter Abschnitt. Das Religionswesen. (Gottesdienstliche oder Sakralaltertümer.)
  • Zweiter Teil. Privataltertümer
  • I. Das häusliche oder Familienleben
  • II. Das öffentlich-gesellige Leben
  • Anhang
  • I. Die Dichtkunst
  • II. Die Prosalitteratur
  • Personen- und Sach-Register
  • Das alte Rom
  • Binder

Full text

252 
§ 127. Das römische Wohnhaus. 
Zweiter Teil. 
Privataltertümer. 
I. Das häusliche oder Familienleben. 
§ 127. Das römische Wohnhaus. 
1. Domus, aedes privatae. Der allgemeine Name für Privat¬ 
haus ist domus (von osuiu, bauen), Vährend aedes (-dis) im Sin¬ 
gular ursprünglich nur ein Gemach, eigentlich „Feuerstätte“, da¬ 
gegen aedes (-dium) im Plural eine Anzahl von Zimmern und so¬ 
dann ein Haus, besonders ein vornehmes oder einen Palast be¬ 
zeichnet. Hingegen ist insula ein Komplex von Miethäusern, 
welche reiche Römer in grofsem Mafsstabe zum vermieten her- 
stellen liefsen. — In der ältesten Zeit mufste aus religiösen 
Gründen um jedes Haus ein freier Kaum (ambitus, area, fp/oc, 
wovon lierctum, Hofraite), 21/2 Fufs breit, belassen werden, wo 
der deus ambitus wohnte. 
Was die Einrichtung des römischen Hauses betrifft, so haben 
wir eine genauere Kenntnis erst aus den in Pompeji ausgegrabenen 
Wohnungen erlangt. Darnach hatte das AYohnhaus gewöhnlich 
drei Hauptbestandteile: einen vorderen gedeckten Raum, atrium; 
einen gedeckten mittleren, täblinum, und einen nach rückwärts 
sich anschliefsenden Hofraum, peristylium. Um diese drei Teile 
reihen sich rechts und links verschiedene kleinere Zimmer und 
Gemächer. Das Haus bildete wenigstens in älterer Zeit ein von 
vier Strafsen umgebenes Rechteck, war einstöckig; nur die Miets¬ 
wohnungen hatten mehrere Stockwerke. Die vornehmen Familien 
hatten aber ihre Wohnung immer zu ebener Erde. Die einzelnen 
Teile: 
a) Vestibulum (gleichen Stammes mit Vesta, von ves, brennen, 
also Feuerstätte) und Ostium. Indem die Thüre zum Hauptein¬ 
gange etwas in die Flucht des Hauses hineinlag, entstand ein ge¬ 
deckter Torraum und dieser heifst Yestibulum. Es war oft ziem¬ 
lich geräumig und diente als Vorhalle; rechts und links waren 
bisweilen Zimmer eingefügt. Meist stieg man auf einigen Stufen 
zum Yestibulum hinauf und in ihm waren Siegeszeichen, Statuen etc. 
aufgestellt. Ein salve (y</.Tps) in Mosaik an der Schwelle einge¬ 
schrieben bewillkommnete den Eintretenden. War der Eigentümer 
ein höherer Magistrat, so standen hier seine Fascen; auch pflegten
	        

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Krieg, Cornelius. Grundriss Der Römischen Altertümer. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1882. Print.
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