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Grundriss der römischen Altertümer

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN679985794
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5492208
Title:
Grundriss der römischen Altertümer
Shelfmark:
01/NB 9300 K92(2)
Author:
Krieg, Cornelius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1882
Edition title:
2., völlig umgearb. und verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit einem Überblick über die römische Litteraturgeschichte ; ein Lehrbuch für Studierende der oberen Gymnasialklassen und für Lehramtskandidaten

Chapter

Title:
Zweiter Teil. Privataltertümer
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Das häusliche oder Familienleben
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Grundriss der römischen Altertümer
  • Binder
  • Prepage
  • Frontispiece
  • Title page
  • Vorrede zur zweiten Auflage
  • Inhalt
  • Verzeichnis der Illustrationen
  • Einleitung
  • Fig. 10. Der einthorige Titusbogen
  • Fig. 11. Der dreithorige Konstantinsbogen
  • Erster Teil. Die öffentlichen oder Staatsaltertümer
  • Erster Abschnitt. Die Staatsverfassung
  • Zweiter Abschnitt. Die Staatsverwaltung
  • Dritter Abschnitt. Rechts- und Gerichtswesen
  • Vierter Abschnitt. Die Kriegsaltertümer
  • Fünfter Abschnitt. Das Religionswesen. (Gottesdienstliche oder Sakralaltertümer.)
  • Zweiter Teil. Privataltertümer
  • I. Das häusliche oder Familienleben
  • II. Das öffentlich-gesellige Leben
  • Anhang
  • I. Die Dichtkunst
  • II. Die Prosalitteratur
  • Personen- und Sach-Register
  • Das alte Rom
  • Binder

Full text

288 § 137. Landwirtschaft und zusammenhängende Erwerbszweige. 
cero, war Schriftsteller; Horaz war ja auch nur der „Sohn eines 
Freigelassenen“ (sat. 1, 6. 6). 
Seit den Kaisern erlangten viele Freigelassene grofse Reichtiimer und 
noch mehr Einflufs, namentlich am Hofe, der unter gewissen Kaisern ganz 
von Libertinen beherrscht war; sie wufsten sich in den Ritter-, ja selbst in 
den Senatorenstand einzudrängen, und der Reichtum, den sie besonders aus 
den Fabrik- und Industriegeschäften erwarben, machte ihren Einflufs noch 
fühlbarer. Aber als ebenbürtig dem römischen Bürger galten sie nie. 
II. Das öffentlich-gesellige Leben. 
A. Beschäftigungen und Erwerbsquellen. 
§ 137. Landwirtschaft und damit zusammenhängende 
Erwerbszweige. 
1. Ackerbau (agri cultura) galt den Römern als die beste 
Grundlage eines geordneten Staatslebens und die Beschäftigung 
damit bis zum Ende der Republik als die ehrenvollste1; die Be¬ 
völkerung Roms war Jahrhunderte lang eine Ackerbau treibende. 
Auf die hohe Bedeutung, welche der Römer in älterer Zeit dem 
Landbau beimafs, weisen mancherlei Erscheinungen im römischen 
Leben hin: die tribus rusticae w'aren die angesehensten; im Kultus 
ist eine grofse Reihe agrarischer Gottheiten und Festtage, ja der 
ältere Kult hatte vornehmlich ein agrarisches Gepräge. Ferner 
zeigten manche Gentilnamen (Lentulus von lens, Porcius, Fabius, 
Cicero u. a.), dafs diese alten Geschlechter Ackerbau trieben, und 
Männer wie Cmcinnatus, Fabricius, Manius, Curius, Cato, die bald 
den Pflug lenkten, bald das Schwert führten, oder den Staat re¬ 
gierten, waren Bauern im besten Wortsinne. Prosaiker und Dichter, 
Cicero (de senectute), Yarro, Columella, Plinius und Vergil (Ge- 
orgica) verherrlichen die Beschäftigung mit dem Landbau und 
suchen ihn zu Ehren zu bringen. Ackerbau nebst YV eidewirtschaft 
(vülatica pastio) galt als die solide Grundlage des Staates und 
Servius Tullius machte den Grundbesitz (Ansäfsigkeit, assiduitas) 
zum Prinzipe der Bürgereinteilung und die ältere Bürgergemeinde 
war ein grundbesitzender Bauernstand. Dieser Richtung entsprach, 
dafs die Römer nach Eroberung eines Landes sich nicht Kriegs¬ 
gelder zahlen liefsen, sondern ein Drittel des Bodens wegnahnien 
und zur römischen Feldmark (ager publicus) schlugen. — Die 
1 Cic. off. 1, 42: omnium rerum, ex quibus aliquid adquiritur, nil est 
agricultura melius, nihil uberius, nihil dulcius, nihil homine hbe.ro dignius.
	        

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Krieg, Cornelius. Grundriss Der Römischen Altertümer. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1882. Print.
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