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Grundriss der römischen Altertümer

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN679985794
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5492208
Title:
Grundriss der römischen Altertümer
Shelfmark:
01/NB 9300 K92(2)
Author:
Krieg, Cornelius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1882
Edition title:
2., völlig umgearb. und verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit einem Überblick über die römische Litteraturgeschichte ; ein Lehrbuch für Studierende der oberen Gymnasialklassen und für Lehramtskandidaten

Appendix

Title:
Anhang
Document type:
Monograph
Structure type:
Appendix

Contents

Table of contents

  • Grundriss der römischen Altertümer
  • Binder
  • Prepage
  • Frontispiece
  • Title page
  • Vorrede zur zweiten Auflage
  • Inhalt
  • Verzeichnis der Illustrationen
  • Einleitung
  • Fig. 10. Der einthorige Titusbogen
  • Fig. 11. Der dreithorige Konstantinsbogen
  • Erster Teil. Die öffentlichen oder Staatsaltertümer
  • Erster Abschnitt. Die Staatsverfassung
  • Zweiter Abschnitt. Die Staatsverwaltung
  • Dritter Abschnitt. Rechts- und Gerichtswesen
  • Vierter Abschnitt. Die Kriegsaltertümer
  • Fünfter Abschnitt. Das Religionswesen. (Gottesdienstliche oder Sakralaltertümer.)
  • Zweiter Teil. Privataltertümer
  • I. Das häusliche oder Familienleben
  • II. Das öffentlich-gesellige Leben
  • Anhang
  • I. Die Dichtkunst
  • II. Die Prosalitteratur
  • Personen- und Sach-Register
  • Das alte Rom
  • Binder

Full text

A n h a n g\ 
Römische Litteraturgeschichte. 
§ 149. 
Die römische Litteratur hat einen wesentlich ändern Ent¬ 
wickelungsgang genommen als die griechische. Während nämlich 
der für literarisches Schaffen so reich beanlagte griechische Geist 
fast auf allen Gebieten der Litteratur schöpferisch auftrat, war die 
römische Litteratur nahezu in allen Zweigen von Fremden und 
zwar vorzugsweise von den Griechen abhängig. Selbständiges 
haben die Römer nur in der Rechtswissenschaft und Beredsam¬ 
keit geschaffen. Dem entspricht es, dafs die Römer so spät, näm¬ 
lich erst nach den punischen Kriegen, also erst, nachdem sie mit 
den Griechen in näheren Verkehr getreten waren, eine Litteratur 
erhielten. Was dem römischen Geiste gegenüber dem griechi¬ 
schen in Bezug auf literarische Produktion vor allem gebrach, war 
jene lebendige, schaffensfreudige Phantasie und Beweglichkeit des 
Geistes, der ästhetische Sinn oder das Gefühl für das Schöne, das 
die Griechen in so hohem Grade auszeichnete, sowie jener ideale 
Flug, welchem die Hellenen so herrliche Kunstwerke der Poesie 
verdankten. Ebenso mangelte dem Römer die kontemplative Ruhe, 
von den Griechen a/oX/7 (otium) genannt, und Liebe für philoso¬ 
phisches Denken. Lange Zeit erschien vielmehr die Beschäftigung 
mit Litteratur und Philosophie dem Römer als eitle Tändelei und 
Vergeudung der Zeit, wefswegen sie in Rom nicht für ehren¬ 
voll galt. 
Der Römer mit seinem nüchternen, trockenen Verstände ist der Mann 
der praktischen Thätigkeit, sein Wirken entfaltet sich im Familien- und Staats¬ 
leben; dabei zeichnet ihn scharfes, logisches Denken, Rechtssinn und ein auf 
das Nützliche gerichteter Verstand aus. Alles Ideale liegt ihm ferner. So 
kommt es, dafs die Römer im Staatswesen und in der Politik, in der Kriegs¬ 
kunst und in allen Zweigen des materiellen Schaffens Grofses leisten; Rechts¬ 
wissenschaft und Beredsamkeit gelangen zu aufserordentlicher Entfaltung.
	        

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Krieg, Cornelius. Grundriss Der Römischen Altertümer. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1882. Print.
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