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Deutsches Lesebuch für die oberen Klassen höherer Schulen

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN680554602
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5558749
Title:
Hilfsbuch für den Unterricht in der deutschen Geschichte
Author:
Mertens, Martin
Bernhard, Wilhelm
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Edition title:
Ausg. B für Mittelschulen und verwandte Anstalten bearb. unter Mitw. von Wilhelm Bernhard
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in zwei Teilen

Volume

Persistent identifier:
PPN680555641
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5560790
Title:
Deutsche Geschichte vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Gegenwart
Shelfmark:
01/NB 9300 M575 D4 B1-2
Author:
Mertens, Martin
Bernhard, Wilhelm
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
Ausg. B für Mittelschulen und verwandte Anstalten, 1. - 4. Tsd. bearb. unter Mitw. von Wilhelm Bernhard [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in zwei Teilen

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für die oberen Klassen höherer Schulen
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede zur vierten Auflage
  • Vorrede zur sechsten Auflage
  • Inhalt
  • Erste Abteilung. Sprache und Dichtung von dem vierten bis in das vierzehnte Jahrhundert
  • Zweite Abteilung. Dichtung des siebzehnten, des achtzehnten und des neunzehnten Jahrhunderts
  • 1. Friedrich von Spee
  • 2. Martin Opitz von Boberfeld
  • 3. Paul Fleming
  • 4. Friedrich von Logau
  • 5. Simon Dach
  • 6. Angelus Silesius
  • 7. Paul Gerhardt
  • 8. Johann Christian Günther
  • 9. Albrecht von Haller
  • 10. Friedrich von Hagedorn
  • 11. Christian Fürchtegott Gellert
  • 12. Ewald Christian von Kleist
  • 13. Abraham Gotthelf Kästner
  • 14. Friedrich Gottlieb Klopstock
  • 15. Gotthold Ephraim Lessing
  • 16. Christoph Martin Wieland
  • 17. Karl Wilhelm Ramler
  • 18. Johann Georg Jacobi
  • 19. Gottfried August Bürger
  • 20. Ludwig Heinrich Christoph Hölty
  • 21. Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
  • 22. Johann Heinrich Voß
  • 23. Matthias Claudius
  • 24. Johann Gottfried von Herder
  • 25. Johann Wolfgang von Goethe
  • 26. Friedrich von Schiller
  • 27. Friedrich von Matthisson
  • 28. Johann Gaudentius von Salis
  • 29. Friedrich Adolf Krummacher
  • 30. August Wilhelm von Schlegel
  • 31. Friedrich von Schlegel
  • 32. Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis
  • 33. Ernst Moritz Arndt
  • 34. Theodor Körner
  • 35. Ferdinand Gottfried Max von Schenkendorf
  • 36. Clemens Brentano
  • 37. Johann Ladislav Pyrker von Felsö-Eör
  • 38. Ludwig Uhland
  • 39. Gustav Schwab
  • 40. Wilhelm Müller
  • 41. Friedrich Rückert
  • 42. Joseph Freiherr von Eichendorff
  • 43. August Graf von Platen-Hallermünde
  • 44. Adalbert von Chamisso
  • Dritte Abteilung. Prosa des achtzehnten und des neunzehnten Jahrhunderts
  • I. Erzählung
  • II. Beschreibung
  • III. Ermahnung, Erörterung, Betrachtung
  • Advertising
  • Binder

Full text

Friedrich von Schlegel. (1772—1829.) 
233 
31. Friedrich von Schlegel, 
gebor-n den 10. März 1772 zu Hannover, soll zuerst Kaufmann werden, studiert dann Philologie in Göttingen und Leipzig, 
lebt 51800) in Berlin mit seinem Bruder, in Dresden <1802), reist darauf nach Paris, wo er Vorlesungen hält und die 
indische Sprach- studiert, tritt in Köln zur katholischen Kirche über, hält auch hier Vorlesungen über Philosophie (erschienen 
im Nachlaß, Bonn, 1836 und 1837), und gebt 1808 nach Wien, wird hier Geheimschreiber des Erzherzogs Karl, begleitet 
1800 den Erzherzog Johann nach Italien, wird 1818 Legationsrat beim deutschen Bundestage zu Frankfurt, geht 1819 nach 
Wien zurück, wo er in freier Muße lebt, Vorlesungen hält und kleinere Reisen unternimmt, stirbt aus einer solchen zu 
Dresden den II. Januar 1829. 
Werke: 1) Poesie: Lieder und Elegleen, Romanzen und ein Trauerspiel Alarcos. 2) Prosa: Geschichte der Poeste 
der Griechen und Römer. Vorlesungen über neuere Geschichte. Geschichte der alten und neuen Literatnr 
(1815). Über Sprache und Weisheit der Indier (1808). Vorlesungen über Philosophie des Lebens (1827), 
der Geschichte (1828), der Sprache (unvollendet, 182g). Einzelne Aussätze. 
Das 
1. Früchte fallen, Rosen bleichen, 
Blüte muß der Blüte weichen; 
Nimmer doch, vom Tode grau, 
Lischt des Himmels Sternenblau; 
Ewig auf und nieder schwellen 
Dieses Meeres alte Wellen. 
Also auch des Menschen Lieder 
Schallen, schwinden, kommen wieder. 
2. Jede künstliche Gestalt 
Blühet sterblich, welket bald; 
Ewige. 
Doch der Wahrheit selig Licht, 
All' umscheinend, altert nicht. 
Wie die Zeit das All' zermalme, 
Grünet dieser Hoffnung Palme; 
Eine Lieb' im Herzen schlägt, 
Die gen Himmel uns bewegt; 
Denn aus Gottes stillen Reichen 
Mußte fern der Tod entweichen, 
Und es wird der heil'ge Glaube 
Keiner ird'schen Zeit zum Raube. 
Im Walde. 
1. Windes Rauschen, Gottes Flügel, 
Tief in kühler Waldesnacht, 
Wie der Held in Rosses Bügel, 
Schwingt sich des Gedankens Macht. 
Wie die alten Tannen sausen, 
Hört man Geisteswogen brausen. 
2. Herrlich ist der Flamme Leuchten 
In des Morgenglanzes Rot, 
Oder die das Feld befeuchten, 
Blitze, schwanger oft von Tod. 
Rasch die Flamme zuckt und lodert, 
Wie zu Gott hinaufgefodert. 
3. Ewig's Rauschen sanfter Quellen 
Zaubert Blumen aus dem Schmerz; 
Trauer, doch in linden Wellen, 
Schlägt uns lockend an das Herz, 
Fernab hin der Geist gezogen, 
Die uns locken, durch die Wogen. 
4. Drang des Lebens aus der Hülle, 
Kampf der starken Triebe wild, 
Wird zur schönsten Liebesfülle, 
Durch des Geistes Hauch gestillt. 
Schöpferischer Lüfte Wehen 
Fühlt man durch die Seele gehen. 
5. Windes Rauschen, Gottes Flügel, 
Tief in dunkler Waldesnacht! 
Frei gegeben alle Zügel, 
Schwingt sich des Gedankens Macht, 
Hört in Lüften ohne Grausen 
Den Gesang der Geister brausen. 
Im Speßhart. 
1. Gegrüßt sei du, viel lieber Wald! 
Es rührt mit wilder Lust, 
Wenn Abends fern das Alphorn schallt, 
Erinn'rung mir die Brust. 
2. Jahrtausende wohl standst du schon, 
O Wald so dunkel kühn, 
Sprachst allen Menschenkünsten Hohn 
Und webtest fort dein Grün. 
3. Wie mächtig dieser Äste Bug, 
Und das Gebüsch wie dicht, 
Das golden spielend kaum durchschlug 
Der Sonne funkelnd Licht. 
4. Nach oben strecken sie den Lauf, 
Die Stämme grad' und stark; 
Es strebt zur blauen Luft hinauf 
Der Erde Trieb und Mark. 
5. Durch des Gebildes Adern quillt 
Geheimes Lebensblut, 
Der Blätterschmuck der Krone schwillt 
In grüner Frühlingsglut. 
6. Natur, hier fühl' ich deine Hand 
Und atme deinen Hauch, 
Beklemmend dringt und doch bekannt 
Dein Herz in meines auch.
	        

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Deycks, Ferdinand, and Karl Kiesel. Deutsches Lesebuch Für Die Oberen Klassen Höherer Schulen. Leipzig: Bädeker, 1884. Print.
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