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Deutsche Geschichte vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Gegenwart (Teil 2)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN680554602
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5558749
Titel:
Hilfsbuch für den Unterricht in der deutschen Geschichte
Autor*in:
Mertens, Martin
Bernhard, Wilhelm
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. B für Mittelschulen und verwandte Anstalten bearb. unter Mitw. von Wilhelm Bernhard
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in zwei Teilen

Band

Persistenter Identifier:
PPN680555641
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5560790
Titel:
Deutsche Geschichte vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Gegenwart
Signatur:
01/NB 9300 M575 D4 B1-2
Autor*in:
Mertens, Martin
Bernhard, Wilhelm
Bandzählung:
Teil 2
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. B für Mittelschulen und verwandte Anstalten, 1. - 4. Tsd. bearb. unter Mitw. von Wilhelm Bernhard [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in zwei Teilen

Kapitel

Titel:
Neunter Zeitraum. Von der Wiederherstellung des Deutschen Reiches bis zur Gegenwart. Sicherung des Reiches nach außen und Ausbau seiner inneren Einrichtungen. Überseeische Erwerbungen
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
1. Kaiser Wilhelm I. (18. Januar 1871 bis 9. März 1888)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hilfsbuch für den Unterricht in der deutschen Geschichte
  • Deutsche Geschichte vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Gegenwart (Teil 2)
  • Einband
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Siebter Zeitraum. Vom Westfälischen Frieden bis zur Thronbesteigung Friedrichs des Großen. Vorbereitung der staatlichen Wiedergeburt Deutschlands durch das Emporsteigen Brandenburg-Preußens
  • Achter Zeitraum. Von der Thronbesteigung Friedrichs des Großen bis zur Wiederherstellung des Deutschen Reiches
  • Neunter Zeitraum. Von der Wiederherstellung des Deutschen Reiches bis zur Gegenwart. Sicherung des Reiches nach außen und Ausbau seiner inneren Einrichtungen. Überseeische Erwerbungen
  • 1. Kaiser Wilhelm I. (18. Januar 1871 bis 9. März 1888)
  • 3. Kaiser Wilhelm II. (seit 15. Juni 1888)
  • Zeittafel
  • Anhang
  • Werbung
  • Einband

Volltext

310 Neunter Zeitraum. Von der Wiederherstellung des Reiches bis zur Gegenwart. 
Neunter Zeitraum. 
Von der Wiederherstellung des Deutschen Reiches bis zur 
Gegenwart. Sicherung des Reiches nach außen uud Ausbau 
seiner inneren Einrichtungen. Überseeische Erwerbungen. 
1. Kaiser Wilhelm I. (18. Januar 1871 bis 9. März 1888). 
a) Maßregeln zum Schutze des deutschen Reichsgebietes und zur 
Erhaltung des europäischen Friedens. Wilhelm I. war als Kaiser un¬ 
ermüdlich darauf bedacht, den Frieden zu erhalten. In der Thronrede an 
den ersten deutschen Reichstag erklärte er fest und bestimmt: „Das neue 
Deutschland wird ein zuverlässiger Bürge des europäischen 
Friedens sein." Er schloß mit dem Wunsche: „Möge dem deutschen 
Reichskriege, den wir so ruhmreich geführt, ein nicht minder glorreicher 
Reichs friede folgen." 
Trotz dieser friedlichen Versicherungen stand das Ausland dem neuen 
Reiche mißtrauisch gegenüber. Frankreich, das sich rasch erholte und 
sein Heerwesen unermüdlich verbesserte, drohte fortwährend mit einem „Rache¬ 
kriege". Deshalb erwies sich die schrittweise Verstärkung unserer 
Wehrkraft zu Wasser und zu Lande als unbedingt notwendig. Die 
Friedenspräsenz, d. h. die Stärke des Reichsheeres im Frieden ohne die 
Offiziere und Einjährig-Freiwilligen, wurde gleich nach dem Kriege auf 
1 vom Hundert der Bevölkerung, d. h. rund 400000 Mann fest¬ 
gesetzt. Mit der wachsenden Bevölkerung stieg diese Zahl immer mehr. 
Auch wurde die Kriegsdienstpflicht, die in der Reichsverfassung auf 
insgesamt 12 Jahre bemessen war, im Jahre 18881 im Hinblick auf die 
gewaltigen Rüstungen Frankreichs und Rußlands (S. 311) bis zum 
39. Lebensjahre verlängert. 
Mit der Vermehrung der Truppen ging die Verbesserung der Aus¬ 
bildung und Ausrüstung und der Ausbau der Festungen Hand 
in Hand. Auch unsere Kriegsmarine machte große Fortschritte. Nicht 
lange vor seinem Tode legte der neunzigjährige Kaiser noch den Grund¬ 
stein zu dem Nordostseekanal (Jnni 1887), der unserer Flotte er¬ 
möglicht, rasch aus der Nordsee in die Ostsee und umgekehrt zu fahren. 
1895 Der Ban wurde im Juni 1895 vollendet und Kaiser-Wilhelm-Kanal genannt. 
1 Bei der Begründung der Militärvorlage im Reichstage sprach Bismarck mit 
Bezug auf Rußlands drohende Haltung das demütig-stolze Wort: „Wir Deutsche 
fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt/'
	        

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Mertens, Martin, and Wilhelm Bernhard. Deutsche Geschichte Vom Ende Des Dreißigjährigen Krieges Bis Zur Gegenwart. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1911. Print.
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