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[Teil 4 = (Unter-Tertia), [Schülerband]] (Teil 4 = (Unter-Tertia), [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN683327607
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5610768
Titel:
F. W. Putzger's historischer Schul-Atlas zur alten, mittleren und neuen Geschichte
Signatur:
HI-II 1(1,1877)
Autor*in:
Putzger, Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Bielefeld [u.a.]
Verlag:
Velhagen & Klasing
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsatlanten
Erscheinungsjahr:
1877
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in siebenundzwanzig Haupt- und achtundvierzig Nebenkarten

Karte

Titel:
21. Deutschland im 17. Jahrhundert
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Karte

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
  • [Teil 4 = (Unter-Tertia), [Schülerband]] (Teil 4 = (Unter-Tertia), [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Aus dem Vorwort zur sechsten Auflage
  • Vorwort zur achten und neunten Auflage
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Kanon der in Unter-Tertia zu lernenden Gedichte
  • Erster Teil: Prosa
  • I. Aus deutscher und nordischer Sage
  • II. Aus der Geschichte
  • III. Aus der Erdkunde
  • IV. Aus der Naturkunde
  • Zweiter Teil: Poesie
  • Einband

Volltext

52 
II. Geschichte. 1. Allgemeingeschichtliches. 
dort keine Lebensmittel mehr, weder für sich, noch für die Pferde. Darum 
beschlosfen sie, es wäre besser, in ehrlichem Kampfe in der Schlachtreihe 
zu sterben, als langsam zu verhungern, und sie griffen die Kaiserlichen 
an, die so etwas am wenigsten erwarteten. Diese wehrten sich, nicht aus 
ein Zeichen der Hörner, auch nicht nach Abteilungen und regelmäßiger 
Anordnung eingeteilt, sondern wie sie gerade standen; denn der Angriff 
war ihnen zu unvermutet gekommen. Aber dennoch verteidigten sie sich 
mit aller Anstrengung, bis sich allmählich ihre Macht gesammelt hatte. 
Die Goten aber stiegen nun ab von ihren Rossen und ließen sie 
ungehindert lausen. Dann stellten sie sich alle in eine tiefe Schlachtreihe, 
die Stirn dem Feinde zugewendet. Als die Römer das erblickten, ent¬ 
ließen auch sie alle ihre Pferde und stellten sich ebenso wie die Goten. 
Dann aber begann der Kampf, in welchem Tejas, der Gotenkönig, an 
Heldenkraft und Mut keinem aller Namen weicht, die uns die Geschichte 
nennt. Den Goten gab die Verzweiflung Mut, die Kaiserlichen aber 
sahen die Verzweifelten und erkannten die eigene Übermacht; aber darum 
hielten sie es für schimpflich, den Schwächeren zu weichen. Jene suchten 
den Tod, diese den Ruhn: der Tapferkeit. 
Am Morgen begann der Kampf, und Tejas stand, durch seinen Schild 
gedeckt, allen erkennbar an der Spitze seines Haufens. Sobald die Römer 
ihn erblickten, meinten sie, daß sein Tod dem Treffen ein Ende machen 
würde, und darum drängten sich alle Kampfeslustigen gegen ihn heran. 
Ihrer war eine große Zahl, und alle richteten auf ihn die Speere oder 
suchten ihn auch mit Wurfspießen zu verwunden, die sie ans ihn schleuderten. 
Aber Tejas stand und sing die Spieße mit dem Schilde auf, zuweilen 
sprang er vor und tötete seinen Gegner. Wenn er aber bemerkte, daß 
sein Schild voll war von Wurfspießen, die mit der Schneide darin steckten 
und daran niederhingen, so rief er seinen Waffenträger, und dieser reichte 
ihm einen andern dar. Als er also kämpfend den dritten Teil des Tages 
dagestanden hatte, geschah es, daß wiederum zwölf Wurfspieße an seinem 
Schilde niederhingen und er ihn nur schwer bewegen und nicht ferner die 
Feinde damit abwehren konnte. Da rief er wiederum mit lauter Stimme 
seinen Waffenträger, er selbst aber bewegte sich auch nicht einen Finger 
breit von seiner Stelle, und zog nicht seinen Fuß zurück und gestattete 
auch keinem Feinde, den seinigen vorzusetzen. Auch wandte er sich nicht 
und deckte nicht seinen Rücken mit dem Schilde, auch bog er sich nicht / 
zur Seite, sondern gleich als wäre er an den Boden geheftet, so stand er 
mit seinem Schilde an derselben Stelle, während seine Rechte unter die 
Feinde schlug und die Linke den Andrang abhielt. So stehend aber rief 
er seinen Waffenträger mit Namen. Der Mann brachte ihm einen neuen 
Schild, und Tejas gab ihm dafür den andern, den die schweren Wurfspieße 
niederzogen. Da aber ward seine Brust einen Augenblick frei; es war
	        

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Zitierempfehlung

Meyer-Wimmer, J., Friedrich Dreyer, and Johannes Meyer. Deutsche Urgeschichte, Das Frankenreich, Deutschland Unter Eigenen Herrschern. Langensalza: Schulbuchh. Greßler, 1894. Print.
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