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Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN683811568
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3343456695
Titel:
Kurze Erläuterung einer in Kupfer gestochenen Vorstellung des Erdbodens
Signatur:
Math.1256,misc.3
Autor*in:
Hähn, Johann Friedrich
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verlag des Buchladens der Realschule
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1760
Ausgabenbezeichnung:
Dritte Auflage
Copyright:
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
worauf in XX. kleinen Charten das Nöthigste aus der Geographie, Genealogie, Chronologie, Historie, Heraldic und Numismatic für die Anfänger dieser Wissenschaften entworfen; Zum Gebrauch der Real-Schule in Berlin

Kapitel

Titel:
Der zweyte Abschnitt. Die catechetische Lehrart, nach welcher man alles auf dem Kupfer, mit der Jugend vortheilhaftig durchgehen kan
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
II. Besondere Fragen ueber eine jegliche Charte
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
XIII. Die Charte vom Koenigreiche Preussen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Weltgeschichte
  • Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)
  • Einband
  • Titelseite
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichniß
  • Erstes Buch. Das Christenthum unter den Germanen und Slaven. Der Islam erobert Asien und Afrika und bedroht das christliche Europa
  • Zweites Buch. Das heilige römische Reich deutscher Nation
  • Erstes Kapitel. Karl der Große (768 - 814)
  • Zweites Kapitel. Kaiser Ludwig I., der Fromme (814 - 840)
  • Drittes Kapitel. Die Normannen
  • Viertes Kapitel. Die Dänen in England (787 - 871)
  • Fünftes Kapitel. Die Waräger. Gründung des russischen Reichs durch Rurik (862)
  • Sechstes Kapitel. Das byzantinische Reich (717 - 1056)
  • Siebentes Kapitel. Deutschland wird ein Wahlreich
  • Achtes Kapitel. Otto I., der Große (936 - 973)
  • Neuntes Kapitel. Die fränkischen (salischen) Kaiser
  • Zehntes Kapitel. Heinrich IV. (1056 - 1106)
  • Elftes Kapitel. Der erste Kreuzzug
  • Zwölftes Kapitel. Kaiser Lothar III. der Sachse (1125 - 1137). Die Hohenstaufen
  • Dreizehntes Kapitel. Friedrich I., der Rothbart (1152 - 1190)
  • Vierzehntes Kapitel. Dritter Kreuzzug (1189 - 1192)
  • Fünfzehntes Kapitel. Kaiser Heinrich VI. (1190 - 1197)
  • Sechszehntes Kapitel. Kaiser Friedrich II. (1215 - 1250)
  • Siebenzehntes Kapitel. König Konrad IV. (1237 - 1254)
  • Achtzehntes Kapitel. Die letzten Kreuzzüge (1248 und 1270)
  • Neunzehntes Kapitel. Kampf des Christenthums und Islams auf der pyrenäischen Halbinsel vom 8. bis in das 13. Jahrhundert
  • Zwanzigstes Kapitel. Frankreich von Hugo Kapet bis Ludwig IX. den Heiligen (996 - 1270)
  • Einundzwanzigstes Kapitel. England von Wilhelm dem Eroberer bis König Johann ohne Land (1066 - 1216)
  • Zweiundzwanzigstes Kapitel. Das Zeitalter der Kreuzzüge
  • Drittes Buch. Deutschland und Italien sinken; Frankreich, Spanien und Portugal kommen empor. Die Buchdruckerpresse. Die Feuerwaffe; die Soldaten
  • Register
  • Einband

Volltext

Das schwäbische Kaiserhaus. Der zweite Kreuzzug. 163 
(denen Waiblingen im württembergischen Remsthal als Eigenthum ge¬ 
hörte) auf die Hohenstaufen, die ihnen im Besitze und auf dem Thron 
folgten. Bayern aber verlieh Konrad an seine Blutsverwandten, die 
österreichischen Babenberger, Sachsen aber an Albrecht (zubcnannt der 
Bär) von Ballenstädt, Grafen der Nordmark, der sich zuerst Markgraf 
von Brandenburg nannte. Der Krieg um die welfischen Herzogthümer 
fiel zum Nachtheil der Welfen aus, welche jedoch ihren Ansprüchen nie 
ganz entsagten. Konrad wurde dadurch von dem Römerzuge abgehal¬ 
ten, später aber unternahm er einen noch viel weitern Zug, nämlich nach 
Palästina. 
Der zweite Kreuzzug (1147—1149). 
ÄreuDUg Konrads III. unv Ludwigs VII. von Frankreich. 
Der hl. Bernhard. 
Im Jahre 1144 hatte der Sultan Alp Arslan Edessa erobern 
lassen; zwei Jahre darauf bemächtigten sich die Christen der Stadt wie¬ 
der, worauf die Türken sie noch einmal angriffen, eroberten und gänz¬ 
lich zerstörten; 60,000 Christen wurden niedergemacht. An solchem Un¬ 
glücke waren die morgenländischen Christen größtentheils selbst schuldig; 
denn die meisten waren entartete, feige Menschen, voll Haß gegen die 
neuen Ankömmlinge aus Europa, mit deren Hilfe ihnen doch allein 
der Widerstand gegen die Türken möglich war. (Die Vermischung so 
vieler Nationen: Armenier, Syrer, Italiener, Franzosen, Engländer, 
Deutsche, Griechen u. s. w., die doch zu keinem Volke zusammenwuchsen, 
scheint diesen schlimmen Charakter erzeugt zu haben. Die Nachkommen 
der christlichen Eroberer Palästinas nannte man im Abendlande Pullanen.) 
Die Kunde von dem Falle Edessas erschütterte das christliche Europa, 
aber ohne den Feuereifer des hl. Bernhard von Klairvaur wäre wohl 
kein allgemeiner Kreuzzug zu Stande gekommen. In Frankreich predigte 
er mit unwiderstehlicher Beredtsamkeit, so daß König Ludwig VII. und 
mit ihm die vornehmsten französischen Herren das Kreuz nahmen. Doch 
schien die Hilfe der Deutschen unentbehrlich, daher ging Bernhard auch 
nach Deutschland, um König Konrad zum Kreuzzuge zu bewegen. Dieser 
hielt jedoch seine Anwesenheit in Deutschland für unumgänglich noth- 
wendig und gab dem hl. Bernhard geradezu abschlägige oder wenigstens 
ausweichende Antwort. Endlich am St. Johannistage 1146 hörte der 
Kaiser eine Predigt, und als Bernhard den Heiland am jüngsten Ge¬ 
richte zu Konrad sprechen ließ: „o Mensch, was hätte ich dir thun 
sollen und habe es dir nicht gethan?" und als er nun aufzählte, was 
Konrad durch die göttliche Gnade erhalten habe: Herrschaft, Reichthum, 
Klugheit, Muth, Körperstärke (diese war riesenhaft), da hielt sich Kon- 
11*
	        

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Zitierempfehlung

Bumüller, Johannes. Geschichte Des Mittelalters. Freiburg im Breisgau: Herder, 1866. Print.
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