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Geschichts-Bilder

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN683811568
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3343456695
Titel:
Kurze Erläuterung einer in Kupfer gestochenen Vorstellung des Erdbodens
Signatur:
Math.1256,misc.3
Autor*in:
Hähn, Johann Friedrich
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verlag des Buchladens der Realschule
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1760
Ausgabenbezeichnung:
Dritte Auflage
Copyright:
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
worauf in XX. kleinen Charten das Nöthigste aus der Geographie, Genealogie, Chronologie, Historie, Heraldic und Numismatic für die Anfänger dieser Wissenschaften entworfen; Zum Gebrauch der Real-Schule in Berlin

Kapitel

Titel:
Der zweyte Abschnitt. Die catechetische Lehrart, nach welcher man alles auf dem Kupfer, mit der Jugend vortheilhaftig durchgehen kan
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
II. Besondere Fragen ueber eine jegliche Charte
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Die I. Charte. Von den Welt-Gebaeuden, der Welt-Kugel
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichts-Bilder
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Uebersicht
  • I. Bilder aus der alten Geschichte
  • Die Aegyptier
  • Die Perser
  • Die Griechen
  • Die Perserkriege in Griechenland
  • Die Römer
  • Rom unter Kaisern
  • II. Bilder aus dem Mittelalter
  • Die deutschen Völkervereine
  • Die Lehren des Koran
  • Kaiser Karl der Große (768-814)
  • Kaiser Otto I. (936-973)
  • Der erste Kreuzzug (1096)
  • Die Vehmgerichte
  • Die wichtigsten Erfindungen des Mittelalters
  • III. Bilder aus der neuen und neuesten Zeit
  • Luthers Kampf gegen Ablaß
  • Kaiser Karl V. (1520-1558)
  • Die Bartholomäusnacht oder Bluthochzeit (1572)
  • Friedrich der Große (1740-1786)
  • Die französische Revolution (1789)
  • Napoleons Zug nach Rußland
  • Der Wiener Kongreß und der neue deutsche Bund
  • Der nordamerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
  • Preußens Feldzüge gegen Oesterreich und dessen Verbündete im Jahre 1866
  • Der deutsch-französische Krieg vom Jahre 1870 bis 1871
  • Anhang
  • Einband

Volltext

408 
Napoleons Zug nach Rußland.*) 
Im Sommer des Jahres 1812 brach der Kaiser Napoleon 
mit 550,000 auserlesenen Kriegern zu Fuß und 60,000 zu Roß, 
und mit einem Zuge von 1375 Stücken Geschütz in das große 
russische Reich ein. Zwei Jahre laug hatte er zu diesem Zuge 
gerüstet, hatte die besten Schaaren aus allen Ländern Europa's ge¬ 
sammelt und sie mit allem Kriegszeuge auf's beste versehen; denn 
er gedachte weit hin in die Länder zu dringen, die sein Schwert 
noch nicht kannten. Der erste Angriff war gegen das russische Reich 
gerichtet; es ist aber gar nicht unwahrscheinlich, daß er die Absicht 
gehabt, wenn dieses durch mehrere große Schlachten zum Frieden 
gezwungen worden, immer tiefer nach Asien zu ziehen und den 
Engländern, die er am meisten haßte, das große, reiche ostindische 
Land wegzunehmen. Aber in diesem Jahre und in diesem Kriegs¬ 
zuge setzte ihm Gott ein Ziel. Denn als er nach einer Reihe 
mörderischer Schlachten bis nach Moskau gekommen war, und am 
14. September seinen düstern Siegeseinzug in ihr großes, ehr¬ 
würdiges Schloß, den Kreml, gehalten hatte, und als in den 
folgenden Tagen und Nächten die unermeßliche Stadt an hundert 
Stellen zugleich in Brand gesteckt, wie ein blutrothes Feuermeer, 
von mehreren Stunden im Umfange, vor seinen bestürzten Blicken 
da lag; — als die gierigen Flammen zuckend zum Himmel empor¬ 
fuhren, als die Luft brüllte, wie im tobenden Sturme, die Kirchen 
und Altäre krachend zusammenstürzten, die unglücklichen Verbrannten, 
Zerschmetterten, Gemordeten in letzter Todesangst jammerten, und 
dazwischen die nach Raub gierigen Feinde die Erde nach Schätzen 
umwühlten, alles Menschengefühl schändeten und den Namen Gottes 
lästerten: da wendete sich das Glück von ihm und sein Schicksal 
nahm den Rückzug. 
Jetzt war sein äußerstes Ziel erreicht. Seine Heere standen 
zu gleicher Zeit an den beiden Enden Europa's: ein Theil an den 
Küsten des atlantischen Oceans in Spanien, ein anderer mit ihm 
in den weiten Ebenen Rußlands. Von nun an mußten sie von 
allen Enden immer enger und enger zurückweichen, von wo sie aus¬ 
gegangen waren. Nur wenige Menschen hegten damals den stillen 
Glauben, daß eine so große Macht je könne gebrochen werden. 
Aber nach anderthalb Jahren waren die französischen Heere bis in 
die Mitte von Frankreich zusammengedrängt, die deutschen und 
russischen Krieger zogen in die Hauptstadt ein, und der Eroberer 
der Welt legte seine blutige Krone nieder. 
In dem schrecklichen Brande von Moskau war der übermüthige 
Eroberer zuerst besiegt worden. In dieser großen Stadt, die über 
300,000 Menschen zählte, hoffte er für sein Heer den nöthigen 
*) Nach F. Kohlrausch.
	        

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Mauer, August. Geschichts-Bilder. Langensalza: Greßler, 1878. Print.
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