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Für die Klassen III - I (Teil 3)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN683823280
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3365003869
Titel:
Hübnerus enucleatus & illustratus, Zwey mal zwey und funfzig Lectiones aus der Politischen Historie, Worinnen Der Kern der Hübnerischen Historischen Fragen enthalten, ... ist ...
Signatur:
23.8.4033
Autor*in:
Hübner, Johann
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Elteste, Friedrich Gottfried
Illustrator*in:
Mentzel, Johann Georg
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Gleditsch
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1735
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Nebst vielen Theologischen, Historischen, Geographischen, Philologischen und curiösen nützlichen Anmerckungen

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte für Mittelschulen
  • Für die Klassen III - I (Teil 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Inhalt
  • A. Von der Völkerwanderung bis zum Westfälischen Frieden
  • B. Vom Westfälischen Frieden bis zur Gegenwart
  • 3. Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst
  • 8. Die Zeit der Französischen Revolution
  • 11. Die deutschen Befreiungskriege
  • 17. Der Deutsch-Französische Krieg von 1870 und 1871
  • C. Wiederholung und Vertiefung der deutschen Geschichte
  • Anhang
  • Bilderanhang
  • Europa nach der Auflösung des weströmischen Reiches
  • Das Reich Karls des Groszen
  • Deutschland unter den sächsischen u. fränkischen Kaisern
  • Deutschland nach der Kreiseinteilung (XVI. Jahrhundert)
  • Deutschland vor der französischen Revolution
  • Mitteleuropa 1803
  • Europa zur Zeit der höchsten Machtentfaltung Frankreichs 1812
  • Mitteleuropa 1815-1866
  • Deutschland 1866-1871 mit Angabe der Gebietsentwicklung Preuszens
  • Werbung
  • Einband

Volltext

160 
B. Vom Westfälischen Frieden bis zur Gegenwart. 
freuten sich, daß jetzt die Zeit gekommen sei, das verhaßte Joch abzuwerfen. 
König Friedrich Wilhelm wagte freilich noch nicht, den Krieg zu erklären: 
er war rings von Franzosen umgeben; Österreich war noch nicht zum 
Kröge geneigt, und Rußland hatte sich 1807 unzuverlässig erwiesen. 
Aber diese vorsichtigen Erwägungen wurden zerrissen durch die Tat des 
Generals von Aorck, der das preußische Hilfsheer nach Rußland ge¬ 
führt hatte. Er geriet auf dem Rückzüge in einen schweren Kampf: die 
Ehre des Soldaten verlangte von ihm Schutz der Franzosen, die Liebe 
zum Vaterlande das Gegenteil. Das russische Heer war ihm hart auf 
den Fersen; die Führer, teils geborene Preußen, mahnten ihn, von dem 
gemeinschaftlichen Feinde abzufallen. Endlich schloß er mit dem russi- 
scheu General bei Tauroggen einen Vertrag, der das preußische Heer 
für ueutral erklärte. Der König mußte diesen Schritt Iorcks öffentlich 
mißbilligen und erklärte ihn sür abgesetzt; den Boten aber, der diesen 
Befehl überbringen sollte, ließen die Russen nicht durch, und so blieb 
Iorck in seiner Stellung. Sein Vorgehen rief in Preußen große Be- 
geisterung hervor. Stein kam nach Königsberg als Bevollmächtigter 
des Kaisers Alexander. Die Stände wurden einberufen; sie erteilten 
Aorck den militärischen Oberbefehl über die Provinz. (Bild 73.) Eine 
Landwehr wurde errichtet; alle wehrfähigen Jünglinge und Männer von 
18 bis 45 Jahren mußten eintreten. 
b) Die Kriegserklärung. Napoleon hatte den Befehl gegeben, den 
König gefangen zu nehmen; daher verlegte dieser seine Residenz nach 
Breslau. Dort sammelten sich um ihn alsbald mehrere zum Kriege 
drängende Männer, wie Blücher und Scharnhorst, und sofort er- 
schien des Königs Aufruf zur Bildung freiwilliger Jägerkorps. Die 
Hörsäle der Universitäten und die Oberklassen der höheren Schulen 
leerten sich; von Berlin allein kamen 1200 Freiwillige nach Breslau. 
Zur Aufnahme der nichtpreußischen Jünglinge bildeten sich Freikorps, 
von denen das Lützowsche durch Theodor Körner am berühmtesten 
geworden ist. Er gab eine sehr angenehme Stellung in Wien auf, ver- 
ließ Eltern und Braut, um für Deutschlands Befreiung zu kämpfen. 
Stein vermittelte einen Vertrag zwischen Preußen und Rußland, durch 
den Alexander sich verpflichtete, „die Waffen nicht eher niederzulegen, 
bis Preußen in dem Umfange und mit der Kraft, die es vor 1806 be¬ 
sessen, wiederhergestellt sei". Diesem Bunde trat auch England bei. 
Am 10. März, dem Geburtstage der Königin Luise, stiftete der König 
den Orden des Eisernen Kreuzes. Am 16. März erfolgte die 
preußische Kriegserklärung an Frankreich; am folgenden Tage erließ 
der König den denkwürdigen Aufruf „An Mein Volk", der auch die 
Worte enthält:
	        

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Zitierempfehlung

Hoffmeyer, Ludwig, Wilhelm Hering, and Hermann Diekmann. Für Die Klassen III - I. Breslau: Hirt, 1913. Print.
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