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Die Zeit der Religionskämpfe und die Zeit der unumschränkten Fürstengewalt, Brandenburgisch-Preußische Geschichte (H. 3)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN689479840
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5793155
Title:
Carl Wolff's historischer Atlas
Shelfmark:
3403-5287
Author:
Wolff, Carl
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reimer
Document type:
Monograph
Collection:
Historical atlases
Publication year:
1877
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
neunzehn Karten zur mittleren und neueren Geschichte ; mit erläuterndem Text

Map

Title:
Das Königreich Polen nebst dem westlichen Russland im Jahre 1772 mit Angabe der Theilungslinien der Jahre 1772, 1793 und 1795
Document type:
Monograph
Structure type:
Map

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geschichte für Lyzeen und höhere Mädchenschulen
  • Die Zeit der Religionskämpfe und die Zeit der unumschränkten Fürstengewalt, Brandenburgisch-Preußische Geschichte (H. 3)
  • binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Erste Periode der Neuzeit. Die Zeit der Religionskämpfe
  • Zweite Periode der Neuzeit. Die Zeit der unumschränkten Fürstengewalt
  • Anhang
  • Deutschland nach der Kreiseinteilung (XVI. Jahrhundert)
  • Deutschland vor der französischen Revolution
  • Advertising
  • binder

Full text

12 Erste Periode der Neuzeit. — Die Zeit der Religionskämpfe. § 75 
§ 75. Staatliches und gesellschaftliches Leben in Deutschland. 
1. Die Feuerwaffen. Auch auf das staatliche Leben der Neuzeit hat 
eine Erfindung mächtig eingewirkt: die der Feuerwaffen. Obgleich das 
Schießpulver (der Sage nach von einem Franziskanermönch Bertold 
Schwarz erfunden) den Arabern und anderen morgenländischen Völkern 
längst bekannt war, gab es Geschütze (Kanonen und Büchsen) doch erst im 
14. Jahrhundert, wahrscheinlich zuerst in Deutschland, und erst im 16. Jahr¬ 
hundert kamen die Feuerwaffen in überwiegender Anzahl in Gebrauch. 
Die Kriegführung änderte sich durch sie wesentlich; das Über- 
gewicht des Fußvolks über die schwere Reiterei, das sich schon in den 
Kämpfen der Hufsiteu und der Schweizer gezeigt hatte, trat immer mehr 
hervor, und auf geschickte Aufstellung der Heeresmassen kam viel mehr 
an als auf die Tapferkeit und Körperkraft der einzelnen. Nicht mehr die 
Ritter mit ihren Reisigen bildeten die Hauptmasse des Heeres, sondern 
unberittene Söldner (auch Soldaten, d. h. Besoldete genannt), die teils 
mit der alten Armbrust, teils mit dem neuen, noch ziemlich schwerfälligen 
Feuerrohr ausgerüstet waren. 
2. Die Städte. Gegen die neuen Waffen mußten die Stadtmauern 
verstärkt und durch Wälle mit Bastionen gedeckt werden. An den dazu 
nötigen Mitteln fehlte es nicht. Denn trotz des veränderten Weltver- 
kehrs nahmen Handel und Wohlstand, von einer Anzahl Hanse- 
städte abgesehen, nicht ab*): gerade zu Beginn des 16. Jahrhunderts 
erreichte das deutsche Städtetum eine wunderbare Blüte, was die Frem- 
den, die damals unser Vaterland besuchten, mit Nachdruck hervorhoben. 
Der Bergbau (int Harz und Erzgebirge) und die Buchdruckerei 
standen in Blüte; im Metallgewerbe und in der Weberei beherrschten die 
Deutschen den europäischen Markt. Die Banken spielten schon eine be- 
deutende Rolle im wirtschaftlichen Leben. Den größten Kapitalreichtnm 
besaßen Augsburger Handelshäuser: allen voran die Fugger, dann die 
Welser, Höchstetter und Baumgärtner. Viele Fürsten gehörten zu ihren 
Schuldnern**). 
Behagliches Wohllebens und üppige Feste waren die Folgen des 
Wohlstandes. Die Wohnungen zeigten den Geschmack der Renaissance. 
Die Trachten wiesen große Mannigfaltigkeit auf; während in der ersten 
Hälfte des Jahrhunderts noch die französische Mode ihren Platz be- 
hanptete, wurde sie in der zweiten Hälfte von der spanischen verdrängt. 
Auf Speise und Trank verwandte man viel Sorgsalt, wie schon 
das Häufigerwerden von Kochbüchern beweist; stark gewürzte Speisen 
*) „Hätt ich Venediger Macht und Augsburger Pracht, Nürnberger Witz und 
Straßburger Geschütz und Ulmer Geld, so wär' ich Herr der ganzen Welt." 
g. y T, , (Reimspruch aus dem 16. Jahrhundert.) 
, Karl V. hatte ohne das Kapital der Fugger weder seine Wahl zum Kaiser 
durchsetzen noch den Schmalkaldischen Krieg führen können. 
Anhangs for^aufen'3en Dahlen im Texte beziehen sich auf die Quellensätze im
	        

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Christmann, Curt, and Heinrich Christensen. Die Zeit Der Religionskämpfe Und Die Zeit Der Unumschränkten Fürstengewalt, Brandenburgisch-Preußische Geschichte. Leipzig: Hirt, 1914. Print.
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