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Nieberdings Schulgeographie

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN72010758X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5819776
Title:
Nieberdings Schulgeographie
Shelfmark:
GDG-II 26(25,09)
Author:
Richter, Wilhelm
Nieberding, Karl
Place of publication:
Paderborn
Publisher:
Schöningh
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1909
Edition title:
25., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zweite Lehrstufe. Die Erdteile
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
III. Afrika
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Nieberdings Schulgeographie
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Inhalt
  • Bemerkungen
  • Erste Lehrstufe
  • Zweite Lehrstufe. Die Erdteile
  • I. Europa
  • II. Asien
  • III. Afrika
  • IV. Amerika
  • V. Australien nebst Ozeanien
  • Dritte Lehrstufe
  • Binder

Full text

— 209 — 
beschwerliche Pfade sich hindurchivinden. Mit dem Sandboden hört 
auch das Dorngestrüpp auf: landeinwärts zeigt das Landschaftsbild 
eine reiche Fülle und Abwechselung; auf dem roten Lateritboden wechseln 
weite Gras- und Buschsavannen ab mit Urwald, wohlgepflegten Feldern 
und sauberen Ortschaften. Besonders üppig entfaltet sich die Vege- 
tation im Gebirge. 
Die charakteristischen Pflanzen und Tiere sind ungefähr dieselben 
wie in Kamerun. Auch im südl. Togo kommen Pferde, Esel und 
Rinder im allgemeinen nicht fort. — Man ist beschäftigt namentlich 
mit dem Anbau von Kaffee und Kakao; an der Küste sind Kokos- 
Pflanzungen angelegt. 
V. Bevölkerung- Die Zahl der Eingeborenen beträgt gegen 
IV2 Mill. 
Abgesehen von der buntgemischten, meist übel berüchtigten Be- 
völkerung der Strandorte sind sie Sndanneger vom Ews-Stamm\ 
die in zahllosen Dörfern und Gehöften über das Land zerstreut leben. 
Sie wohnen in sauberen, aus Lehm und Stroh hergestellten Hütten; 
die Wohlhabenderen lieben es, diese mit allerlei europäischem Zierat 
auszuschmücken. Ihre Hauptbeschäftigung bilden Ackerbau uud Vieh- 
zucht, in manchen Gegenden außerdem Töpferei, Schmiederei und 
Weberei; ferner treiben sie einen lebhaften Handel mit den Landes- 
erzeugnissen (Palmöl, Palmkerne, Gummi :c.), wofür sie europäische 
Waren (Spirituosen, Zeuge :c.) eintauschen. Körperlich gehören sie 
zu den von der Natur besser ausgestatteten unter den Westafrikanern. 
Sie besitzen einen friedfertigen, heiteren Charakter, sind eifrige Fetisch- 
Verehrer, verhältnismäßig arbeitsam, mäßig, reinlich. 
VI. Ortschaften. Am Strande liegen vier Handelsplätze mit euro- 
Peuschen Faktoreien: Anechö2, Porto Seguro, Bagidä und Lome; 
der letztere Ort ist Sitz der Regierung. Etwas nördl. von Lome liegt 
die „heilige Fetischstadt" Be. 
iv. A1» erik a'. 
§ 87. J>«5 Wichtigste aus der Geschichte der Entdeckung. 
I. Die ersten Entdecker Amerikas waren die seetüchtigen Normannen, die 
in der zweiten Hälfte des 9. Jahrh. die Insel Island erreicht hatten. Ein Jahr- 
hundert später segelte Erik der Rote noch weiter nach W. und entdeckte ein Land, 
1 Seine Sprache ist das Ewe, verschieden von den Sprachen der Bantu- 
Stämme. 
2 = Eidechsenzunge; die Strandnehrung, auf der das Dorf liegt, ist hier 
sehr schmal; durch die Portugiesen hat der Ort den den Eingeborenen ganz fremden 
Namen Klein-Popö (im Gegensatz zu dem mehr östlich, auf französischem Gebiet 
liegenden Groß-Popö; Popö — Volk) erhalten. Gewöhnlich bezeichnet man mit 
Klein-Popü die Gesamtheit der Dörfer, die um die Togo-Lagune liegen. 
3 — Land des Amerlgo; vergl. § 87. 2. 
Nieberding-Richter, Schulgeographte. 25. Aufl. 14
	        

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Richter, Wilhelm, and Karl Nieberding. Nieberdings Schulgeographie. Paderborn: Schöningh, 1909. Print.
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