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Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN720217385
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5857486
Titel:
Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit
Signatur:
GDG-II 38(8,1874)
Autor*in:
Schacht, Theodor
Rohmeder, Wilhelm
Erscheinungsort:
Mainz
Verlag:
Kunze
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1874
Ausgabenbezeichnung:
von Wilhelm Rohmeder 8., vollst. umgearb. Aufl., mit 4 Kt., 3 Figurentaf. u. d. Portr. d. Verf. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit besonderer Rücksicht auf politische und Kulturgeschichte

Kapitel

Titel:
Vierter Abschnitt. Die Länder und Staaten der Erde
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
I. Asien
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit
  • Einband
  • Frontispiz
  • Titelseite
  • Vorwort zur achten Auflage
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt. Vorbegriffe nebst Anfang des geographischen Zeichnens. Karte der Heimat
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Länder und ihre Nachbarschaft, oder Mittel-Europa
  • I. Gebirge und Landschaften des mittleren Deutschlands
  • II. Gebiete der Weser und Ems
  • III. Gebiet der Elbe mit dem nächsten Küstenstrich
  • IV. Stromgebiet der Oder nebst der Nachbarküste
  • V. Gebiet der Weichsel nebst der Küste bis Memel
  • VI. Die Alpen nebst dem Jura
  • VII. Der Rhein nebst Maas und Schelde
  • VIII. Gebiet der Donau
  • IX. Nordostküste des adriatischen Meeres
  • Dritter Abschnitt. Die Erdkugel, oder Lehren aus der mathematischen und physischen Geographie
  • Taf. III
  • Mittel-Europa
  • [Karte]
  • Vierter Abschnitt. Die Länder und Staaten der Erde
  • I. Asien
  • II. Afrika
  • III. Europa
  • IV. Amerika
  • V. Australien nebst Polynesien
  • Druckfehler und Berichtigungen
  • Register
  • Einband

Volltext

Asien — 
das Land. 
433 
nach Nord ansgebreitet, liegen als abgeschlossene Steppen und Weideflächen 
da, zwar nicht mit Wüsteneien, wie hie und da in Iran, doch voll salziger 
kleiner Seen und leicht austrocknender Flüsse. 
5. Die Hochfläche Arabiens ist an 3 Seiten von einem dürren 
Küstensaume umgeben. Hinter diesem steigen die oben erwähnten Randge- 
birge empor, die, atmosphärische Feuchtigkeit auzieheud, reichliche Bewässe- 
ruug ermöglichen und so in den dazwischen liegenden zahlreichen Thälern und 
kleinen Ebenen jene reichen Landschaften entstehen lassen, in denen fast alle 
Kulturgewächse der Erde gedeihen. Namentlich ist dies der Fall in den 
Strichen, die innerhalb der Zone der während der Sommerszeit regel- 
mäßig eintretenden Gewitterregen liegen (bis 17° N. Br.). Die Südwestecke 
Arabiens, Arabia Felix, war schon im Alterthum durch ihre Palmengärten 
nnd ihren Weihrauch berühmt, und obwohl die künstlichen Bewässernngsan- 
stalten theilweise zerfallen find, ist Jemen noch immer ein reiches Land 
mit vielen Städten, durch Palmen- uud Kaffeereichthum bekannt; Sana, der 
Centralplatz Jemens, liegt ca. 1600 m. über dem Meere. Einen ähnlichen 
Reichthum au Produkten findet man im Lande Oman au der Ostseite. 
Die Hochlage des iuueru Landes läßt sich daraus ermessen, daß man aus 
dem glückliche» Arabien nur wenig abwärtssteigen muß, ehe man die 
Wüste berührt. Der mittlere Theil der großen Wüste ist von zahlreichen 
Bergreihen durchzogen, voll Oasen (Plätze, wo es Wasser, Gras, Strauch- 
werk und oft Dattelpalmen gibt) und Wadis id. h. Flußvertiefuugeu, 
großeutheils trocken« und Aufenthalt der herumziehenden Beduinen oder 
Kinder der Wüste. 
6. Das Tafelland Dekan (d. h. Südland) ist im allgemeinen nach O. 
geneigt und besteht aus 6—800 m. hohen Flächen, die, vielfach trocken und 
kahl, bei hinreichender Bewässerung recht fruchtbar uud mit angenehmem 
Klima ausgestattet sind. Von den Tiefebenen Hindustüus durch die Bin- 
dhyakette getrennt, Wirdes nach W. hin durch die Westghats abgeschlossen, ein 
steiles, waldreiches Kettengebirg mit beschwerlichen Pässen. Die Ostghats 
sind zwar niedriger und haben breitere Thalöffuuugeu, aber hier erschwert 
die stäche, haseulose Küste die Annäherung; namentlich zur Zeit des NO.- 
Monsun ist es den Schiffern unmöglich, hier zu landen. Wegen dieser 
eigenthümlichen Abgeschlossenheit ist die Bevölkerung des Dekans von jeher 
von der indischen Kultur wenig berührt worden. 
Tiefländer. 
Einige Gebirge senken sich entweder mit Terrassen und Stnsenthälern, 
oder mit schnellere«: Abfall zur Küste, audre siud durch tiefliegende Strom- 
länder vom Meere entfernt. Die wichtigsten nnd größten solcher Tief- 
länder sind:
	        

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Zitierempfehlung

Schacht, Theodor, and Wilhelm Rohmeder. Theodor Schachts Lehrbuch Der Geographie Alter Und Neuer Zeit. Mainz: Kunze, 1874. Print.
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