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Lehrbuch der Erdkunde für höhere Lehranstalten

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN720242746
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5893562
Title:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Lehranstalten
Shelfmark:
GDG-II 31(2,1885)
Author:
Klein, Hermann Josef
Place of publication:
Braunschweig
Publisher:
Vieweg
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1885
Edition title:
2., verb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zweite Abteilung. Beschreibende Erdkunde
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
B. Allgemeine Landbeschreibung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Amerika
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Erdkunde für höhere Lehranstalten
  • Binder
  • Prepage
  • Title page
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Übersicht des Inhaltes
  • Erste Abteilung. Physische Erdkunde
  • Verteilung von Land und Wasser
  • Verteilung von Land und Wasser
  • Zweite Abteilung. Beschreibende Erdkunde
  • A. Allgemeine Meeresbeschreibung (Ozeanographie)
  • B. Allgemeine Landbeschreibung
  • Europa
  • Asien
  • Afrika
  • Amerika
  • Australien
  • Dritte Abteilung. Völker- und Staatenkunde
  • A. Völkerkunde
  • B. Staatenkunde
  • Vierte Abteilung. Astronomische Erdkunde
  • Register
  • Binder

Full text

122 Australien. 
finb bev Kampfplatz warmer, feuchter Winbe vom Mexikanischen Meerbusen, 
unb ber trockenen, kalten Luftströmungen aus ben Polargegenben. Letztere 
(„Northers" genannt) bringen bisweilen Uber ben Busen von Mexiko vor/wo- 
burch selbst in ber Nähe ber Tropen bas Thermometer gelegentlich unter ben 
Eispunkt finken kann. Dazu kommt, bctß längs ber Norbostküste mächtige kalte 
Meeresströmungen sübwärts ziehen, bie Eisberge unb Treibeisschollen mit sich 
führen. Die hierburch bewirkte Erkaltung ber östlichen Teile Norbamerikas ist 
außerorbentlich beträchtlich nnb Gegenben, welche unter gleicher geographischer 
Breite in Europa noch kulturfähig finb, erscheinen in Norbamerika als öbc, 
vereiste Wiisten. 
Der größte Teil SUbamerikas steht unter beut Einflüsse bes bestänbigen 
8 O-Winbes (Passats), ber ihm bie überreiche Bewässerung liefert, welche bie 
Üppige, tropische Vegetation im Becken bes Amazonenstromes unterhält. Die 
NorbkUste hat im Winter ^0-Winbe unb klaren Himmel, veränberliche Winbe 
nnb Regen vom Mai bis Oktober. In ben Gebirgsgegenben bes tropischen 
Amerika finb brei charakteristische Zonen zu unterschoben: bie heiße, tropische 
(Tierra caliente), vom Meeresspiegel bis zu etwa 1000 m Höhe, bie Region 
der Palmen, bes Kakaobanmes unb ber Banane; bie gemäßigte (Tierra tem- 
plada), bis zu 2000 m Höhe, bie Region bes Chinabanmes unb bes Weizens; 
enblich bie kalte (Tierra fria), bis zu 4000 m Höhe, welche unten Walbwuchs, 
oben kräuterreiche Wiesen aufweist, bie ben Herben würzige SBeiben bieten. Die 
gebeihlichste Zone für ben Aufenthalt bes Menschen ist int tropischen Amerika 
bie gemäßigte Region bes Hochlanbes; bähet zog bie Kultur bort ins Gebirge 
unb ber Starke trieb bett Schwächeren in bie heißen Nieberungen herab. Be- 
sonbers an bett Küsten bes Mexikanischen Meerbusens unb zwischen ben Müubttu- 
gen bes Orinoko nnb Amazonenstromes finb bie nieberen Regionen anßerorbettt- 
lich nngefunb unb Hauptherbe bes gelben Fiebers, ber westlichen Pest. 
§. 29. 
Australien. 
(Fig. 53.) 
Australien, ber kleinste ber Kontinente, besteht ans beut ehemals „Nen- 
hollanb“ genannten Festlaube, mehreren größeren unb einer ungeheuren Anzahl 
über ben mittleren Teil bes Großen Ozeans zerstreuter, kleiner unb kleinster 
Inseln. Obgleich wahrscheinlich bas älteste aller Festlänber, hat Australien in 
feinem ganzen Bane etwas Unfertiges, nnb mit Recht würbe es „bas Stiefkiub 
ber Natur unter bett Erbteilen" genannt. 
Das eigentliche Australien erscheint als eine äußerst wenig geglieberte 
Masse, beren nördlichster Punkt Kap 2)orf, ber {üblichste Kap Wilson ist; im 
0 ertbigt bas Lanb int Kap Byron, westwärts im Norbwestkap. Fast überall 
finb bie Ufer felsig, oft steil ins Meer abstürzeub. Das N O-Gestabe wirb von 
bem Großen Barriereriff, einer ungeheuren, fortwährenb anwachfenben
	        

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Klein, Hermann Josef. Lehrbuch Der Erdkunde Für Höhere Lehranstalten. Braunschweig: Vieweg, 1885. Print.
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