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Schulgeographie

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN720528666
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5946010
Titel:
Schulgeographie
Signatur:
GDG-II 9(20,08)
Autor*in:
Kirchhoff, Alfred
Erscheinungsort:
Halle a.S.
Verlag:
Buchh. des Waisenhauses
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1908
Ausgabenbezeichnung:
20., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Dritte Lehrstufe: Allgemeine Erdkunde
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Schulgeographie
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Untere Lehrstufe: Anfangsgründe
  • Mittlere Lehrstufe: Länderkunde
  • I. Vorläufiges aus der allgemeinen Erdkunde
  • II. Australien und Polynesien
  • III. Amerika
  • IV. Afrika
  • V. Asien
  • VI. Europa
  • VII. Mitteleuropa
  • VIII. Schutzgebiete des Deutschen Reich
  • Dritte Lehrstufe: Allgemeine Erdkunde
  • Register
  • Höhen über dem Meeresspiegel in Metern
  • Vergleichung von Landhöhe und Meerestiefen, Insel- und Seeengrößen
  • Werbung
  • Einband

Volltext

320 
§46. 
Karten entwürfe. 
Naturgetreu läßt sich die Erde nur abbilden als Globus, d.h. als 
Kugel. Karten stellen zwar die Erdoberfläche in der Ebeue dar; das 
vermögen sie aber nur durch Verzerrung der wirklichen Lagenverhältnisse, 
denn man kann weder die Kugeloberfläche als Ganzes, uoch ihre eiuzelueu 
Teile zur Ebene ansglätten, ohne ihre Gestalt zn verändern. Karten 
sind also immer nur annäherungsweise getreue Abbilder der 
Erdoberfläche. Bei kleineren Abschnitten der Kugeloberfläche ist jedoch 
ihre Abweichung von der Ebenenform weniger merklich. Auch beim Apfel 
kann man kleine Schalenabschnitte kaum vou eiuer Ebene unterscheiden, 
dagegen größere Schaleuteile nicht in eine Ebene breiten, ohne daß sie 
zerreißen. Die Entwurfsweise der Karten wird Projektion genannt. 
Es handelt sich bei jedem einzelnen Kartenentwnrs darum, eiu für den 
betreffenden Zweck geeignetes Gradnetz zn wählen, das von demjenigen 
auf dem Globus nicht allzu sehr abweicht; in dieses Mascheunetz der 
Greuzliuieu vou Breiten- uud Längengraden werden dann Küstenlinien, 
Flüsse, Gebirge, Ortschaften usw. möglichst naturgetreu eiugetrageu unter 
Zugruudeleguug eiues bestimmten Maßstabes. 
Der auf der Karte angegebene Maßstab drückt stets das gewählte 
Längenverhältnis aus. Der Maßstab 1:25090 z. B. bedeutet mithin, 
daß jeder 1 mm betragende Abstand zweier Punkte auf der Karte einen 
Abstand von 25 000 mm oder 25 m in der Wirklichkeit ausdrückt. Der 
Flächenmaßstab einer solchen Karte wäre also 1:250002 oder 1:625 
Millionen, d. h. es gehörten selbst von Kartenblättern dieses großen Maß- 
stabs (1:25000) nicht weniger als 625 Millionen Stück dazu, um die 
auf dem Blatt dargestellte Landschaft damit zu überdeckeu. Es ist der 
Maßstab der „ Meßtischblätter" der Generalstabsaufnahme des Deutschen 
Reichs. 
Um die ganze Erdoberfläche als ein ebenes Viereck darstellen zu 
können, dcukt man sich die Erdkngel in einen sie im Äquator berührenden 
Zylinder verwandelt, dessen Achse die Erdachse ist; die Meridian- 
linien trägt man auf die Außenseite (den Mantel) des Zylinders da 
ein, wo jene von den erweiterten Meridianebenen geschnitten wird; die 
1. Merkator-Entwurf. 
* Er heißt nach dem verdienstvollen deutschen Geographen Krem er (latinisiert: 
Mercator, Händler, Krämer), der ihn erfunden und zuerst 1569 auf seiner großen 
Erdkarte zur Anwendung gebracht hat.
	        

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Kirchhoff, Alfred. Schulgeographie. Halle a.S.: Buchh. des Waisenhauses, 1908. Print.
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