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Vaterländische Geschichte

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN720534038
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5952001
Titel:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Autor*in:
Steinhauff, A.
Schmidt, Max Georg
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. R (für Realanst.)
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN720534399
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5952011
Titel:
Länderkunde des Deutschen Reiches
Signatur:
GDG-II 28(1,10)-4
Autor*in:
Steinhauff, Arnold
Schmidt, Max Georg
Bandzählung:
Teil 4
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. R (für Realanstalten) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Obertertia

Einband

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Vaterländische Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • A. Bilder aus der deutschen Geschichte von der Urzeit bis zur Beendigung des dreißigjährigen Krieges
  • VI. Die Ausbreitung des Christentums in Deutschland
  • VII. Karl der Große und seine Zeit. 768 - 814
  • XIII. Der erste Kreuzzug
  • XX. Dr. Martin Luther und die Reformation
  • B. Bilder aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte bis nach dem Tode Friedrichs des Großen
  • VI. Brandenburg zur Zeit der Reformation und Gegenreformation
  • VII. Brandenburg zur Zeit des dreißigjährigen Krieges
  • XI. Friedrich der Große. 1740 - 86. Preußen eine Großmacht
  • C. Bilder aus der deutschen Geschichte von der französischen Revolution bis zur Gegenwart
  • I. Die französische Revolution
  • VIII. Die Befreiungskriege
  • XV. Kaiser Wilhelm II. (seit 15. Juni 1888)
  • XVI. Die Arbeiterschutzgesetze
  • Zeittafel
  • Sachregister zur Kulturgeschichte
  • Einband

Volltext

266 
Mit kräftiger Hand ergriff der junge Fürst das Scepter. In¬ 
mitten aller deutschen Fürsten eröffnete er mit der Thronrede selbst 
den deutschen Reichstag. Vor allem betonte er seine Friedensliebe. 
Bei seiner Eidesleistung im Abgeordnetenhaus versprach er, wie 
Friedrich der Große der erste Diener des Staates zu sein. 
3. Aernere Wegierung. In seiner Regierung hielt Kaiser 
Wilhelm II. die aus den Rat des Fürsten Bismarck eingeschlagene 
Richtung auch uach der Entlassung desselben (1890) inne und führte 
die soziale Gesetzgebung zu Ende. Eifrig war er bemüht, die Be¬ 
ziehungen zu den auswärtigen Mächten, insbesondere zu Österreich 
und Italien, aufs freundlichste zu gestalten. Diesem Zwecke hatten 
auch seine Besuche bei den bedeutendsten Höfen gleich zu Beginn 
feiner Regierung gedient. Überall wurde er mit Begeisterung auf¬ 
genommen. Mit Nachdruck wies er wiederholt darauf hin, daß er 
fest entschlossen sei, das deutsche Reichsgebiet unvermindert zu be¬ 
haupten. Er ist daher eifrig bestrebt, Heer und Flotte zu ver¬ 
mehren und in bestem Stand zu erhalten. Die Handelsbeziehungen 
Deutschlands zum Auslande wurden durch Handelsverträge gefördert. 
Auf dem Wege des Vertrags erwarb der Kaiser Helgoland von England. 
Seit dem Rücktritt des ersten Reichskanzlers leitet unser Kaiser 
die Regierung selbst. Zur Bewältigung der ungeheuren Arbeitslast 
ist sein Tagewerk bis ins einzelne geregelt. Trotzdem bleibt ihm 
noch Zeit zu künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten. Unter 
den Bauten, die während feiner Regierung entstanden, sind besonders 
zu nennen: das Reichstagsgebäude auf dem Königsplatz (1884—1894), 
die Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche, welche am 25 jährigen Gedenk¬ 
tage der Schlacht bei Sedan ihrer Bestimmung übergeben wurde, 
und der noch im Entstehen begriffene Dom. 
Bei der Reichstagseröffnung tritt alljährlich der Glanz des 
neuen Reiches zn Tage. Die Reichstagseröffnung vollzieht sich auf 
folgende Weife: Die Reichstagsabgeordneten versammeln sich in dem 
weißen Saale des königlichen Schlosses. Der Kaiser, umgeben von 
den in Berlin anwesenden deutschen Fürsten, ihren Bevollmächtigten 
und seinen höchsten Räten, verliest die Thronrede. In derselben 
werden die Gegenstände der bevorstehenden Beratungen kurz erörtert. 
Mit einem Hoch auf den Kaiser schließt die Versammlung.*) 
Auch bei mehreren Festlichkeiten offenbarte sich aufs glänzendste 
die gegenwärtige Machtstellung Deutschlands. Im Juui 1895 wurde 
der Kanal, welcher die Nord- und Ostsee verbindet, eingeweiht. Zum 
*) Vergleiche den Reichstag des neuen deutschen Reiches mit dem des alten.
	        

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Pfalz, Franz. Die Neue Zeit. Leipzig: Dürr, 1895. Print.
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