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Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN720534038
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5952001
Titel:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Autor*in:
Steinhauff, A.
Schmidt, Max Georg
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. R (für Realanst.)
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN720534399
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5952011
Titel:
Länderkunde des Deutschen Reiches
Signatur:
GDG-II 28(1,10)-4
Autor*in:
Steinhauff, Arnold
Schmidt, Max Georg
Bandzählung:
Teil 4
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. R (für Realanstalten) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Obertertia

Kapitel

Titel:
Mitteleuropa
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Das Deutsche Reich
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Abteilung
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-177]
  • Zweite Abteilung
  • A. Heimatkunde
  • B. Aus der Weltkunde
  • 1. Geographische Bilder
  • 2. Geschichtliche Bilder
  • 3. Naturkundliche Bilder
  • Dritte Abteilung
  • Anhang
  • Verzeichnis der Gedichte
  • Einband

Volltext

408 
Rosse hinkommt, hieß es, wächst kein Gras mehr; „Geißel 
Gottes" nannte man den furchtbaren Eroberer. 
In Gallien herrschte damals Aetius, der Statthalter des 
römischen Kaisers, ein tapferer und erfahrener Feldherr. Mit 
ihm verbanden sich gegen den andringenden Feind die Westgoten, 
welche einen Teil Frankreichs bewohnten, unter ihrem Helden¬ 
könig Theodorich. Auch Franken und andere germanische Völker, 
welche über den Rhein vorgedrungen waren, schlossen sich dem 
römischen Heere an. In den katalaunischen Gefilden, in der 
Nähe der Stadt ChLlons, stellte sich Aetius dem Länderstürmer 
entgegen, und alsbald, entspann sich ein grimmiger, wechselvoller, 
hartnäckiger Kampf. Über 200000 Leichen blieben von beiden 
Seiten auf dem Platze; ein Bach, der sonst seicht im Felde 
daher schlich, schwoll durch das Blut zu einem strömenden Gie߬ 
bach an. Auch König Theodorich fand den Tod im Kampfge¬ 
wicht. Um so eifriger drangen da die Westgoten auf die 
Scharen der Hunnen em und brachten dieselben nach verzweifelter 
Gegenwehr zum Weichen. Fast hätten sie den Attila erreicht 
und gefangen genommen, wenn er nicht rechtzeitig geflohen und 
über den Rhein zurückgezogen wäre. Das war die große 
Völkerschlacht vom Jahre 451, eine der blutigsten, die in Europa 
geliefert wurden. 
Im nächsten Jahre faßte Attila neuen Mut und drang über 
die Alpen in Italien ein. Ünter den fürchterlichsten Verwüstungen 
näherte er sich schon der Hauptstadt. Alle Einwohner Roms 
verloren den Mut, nur Papst Leo der Große nicht. Er 
ermahnte das Volk, zu beten und Buße zu thun. Von seiner 
Geistlichkeit und vielen angesehenen Römern begleitet, ging er 
dem mächtigen Könige der Hunnen entgegen. Attila, mitten im 
Lager unter feinem offenen Zelte auf dem Throne sitzend, ließ 
ihn vor sich führen. Der ehrwürdige Friedensfürst trat uner¬ 
schrocken und mit hohem Mute vor den König und sprach: „O 
König, der du alles überwunden hast, laß dich erbitten und 
überwinde dich selbst." Was Hunderttausende von streitbaren 
Männern mit Schwertern und Spießen nicht vermocht hätten, 
bewirkte die Unerschrockenheit des frommen Mannes. Attila gab 
Leos Vorstellungen Gehör; auch er fand es größer, sich selbst zu 
besiegen, als eine Welt zu erobern, und zog mit seinem Kriegs¬ 
heere zurück nach Ungarn. 
Bald nachher starb Attila plötzlich. Die Hunnen legten den 
Leichnam in einen goldenen Sarg, diesen in einen silbernen und 
beide in einen eisernen. Dann wurde er unter kriegerischen Ge¬ 
sängen beerdigt. Diejenigen aber, welche das Grab gemacht
	        

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Uecker, Fritz. Provinz Pommern. Stettin: Schuster, 1914. Print.
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