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Dichtung der Neuzeit (Teil 2, [Schülerbd.])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN720556635
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5984217
Titel:
Geographie für das Einjährig-Freiwilligen-Examen
Signatur:
GEG-II 35(1,1877)
Autor*in:
Wohlgemuth, G.
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Körner
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1877
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Titelseite

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Titelseite

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für die oberen Klassen höherer Lehranstalten
  • Dichtung der Neuzeit (Teil 2, [Schülerbd.])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zum zweiten Teile
  • Inhaltsverzeichnis
  • Fünfte Periode, von 1500 - 1648
  • Sechste Periode, von 1624 - 1748
  • Siebente Periode oder zweite Blüteperiode, von 1748 ab
  • Achte und letzte Periode
  • Die Zeit der Romantiker und der neueren Dichter
  • Nachklänge der Romantik
  • Die Sänger der Freiheitskriege
  • Johann Ludwig Uhland
  • Rückert (1789 - 1866)
  • Die übrigen bedeutenderen Dichter der Neuzeit
  • Werbung
  • Einband

Volltext

328 
Achte und letzte Periode. 
Ächte und letzte Periode. 
Die Zeit der Romantiker und der neueren Dichter. 
8 46. 
Zur Wende des 18. Jahrhunderts, als Goethe und Schiller in 
engster Verbindung auf der Höhe ihrer Schöpfungen standen, traten in 
Jena mehrere genial angelegte junge Leute, die sich Romantiker nann¬ 
ten, zusammen, um im Gegensatze zu den bisher verfolgten Richtungen 
neue Bahnen einzuschlagen. 
Unbefriedigt von dem Vorhandenen, suchten sie sowohl der rationa¬ 
listischen Anschauungsweise ihres Jahrhunderts als der unpoetischen, geist¬ 
losen und flachen Dichtung eines Jffland (1759—1814, gestorben als 
Generaldirektor der königlichen Schauspiele zu Berlin) und der niedrigen, 
gemeinen und frivolen Produktion eines Kotzebue (1761—1819, zu 
Mannheim von einem Studenten der Theologie, Karl Sand, der ihn als rus¬ 
sischen Spion und Vaterlandsoerräter haßte, ermordet) entgegen zu arbeiten 
und der Dichtung wieder eine christliche Grundlage zu geben. Es sollte aber 
die Poesie zugleich das ganze Leben durchdringen, Staat und Kirche, 
Wissenschaft und Kunst und Volksleben umfassen. Daher ist die roman¬ 
tische Poesie nach Friedrich Schlegel „eine progressive Universal-Poesie. 
Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennten Gattungen der Poesie 
wieder zu vereinigen und die Poesie mit der Philosophie und Rhetorik 
in Berührung zu setzen; sie will auch Poesie und Prosa, Genialität und 
Kritik, Kunstpoesie und Naturpoesie bald mischen, bald verschmelzen, die 
Poesie lebendig und gesellig und das Leben und die Gesellschaft poetisch 
machen". Dieses Zusammenfassen der verschiedensten Interessen und Rich¬ 
tungen, diese poetische Vermittlung aller Elemente der Menschheit zu einer 
allgemeinen, einheitlichen, höheren Weltanschauung bedingte eine große 
Tiefe der Phantasie, und nennen in der That die Romantiker das roman¬ 
tisch, „was einen sentimentalen Stoff in einer phantastischen, d. h. in 
einer ganz durch die Phantasie bestimmten Form darstellt". Das höchste 
Romantische ist ihnen daher „das tiefste und innigste Leben der Phantasie". 
Bei diesen Anschauungen mußte die Zeit des romantischen 
Mittelalters auf sie von der bedeutendsten Einwirkung werden. So 
fand auch A. W. Schlegel in „den glänzenden Hervorbringungen des 
Mittelalters in Leben und Poesie" die Wege, „ans denen der gottver¬ 
lassene Vernunftkultus wiederum in den Tempel der wahren gotterfüllten 
Gemütsandacht zurückgeführt werden könnte". Im Mittelalter „begleitete 
und durchtönte die aus der Religion fließende Poesie das ganze bunte,
	        

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Zitierempfehlung

Hense, Joseph, and Anton Führer. Dichtung Der Neuzeit. Freiburg im Breisgau: Herder, 1887. Print.
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