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[Teil 3] (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN720573688
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6043909
Titel:
E. von Seydlitzsche Geographie
Autor*in:
Rohrmann, Adolf
Muhle, Wilhelm
Seydlitz, Ernst von
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für das Königreich Sachsen, in 4 Teilen, [Bandausg.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN720573718
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6043910
Titel:
Länderkunde, Verkehrsgeographie, Elementare mathematische Erdkunde, Allgemeine Erdkunde
Signatur:
GEG-II 29(1,11)-4
Autor*in:
Rohrman, Adolf
Muhle, Wilhelm
Seydlitz, Ernst von
Bandzählung:
Teil 4
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für das Königreich Sachsen, in 4 Teilen, [Bandausg.] [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Lehrstoff der Mittel- und Oberstufe

Einband

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsche Erdkunde für Mittelschulen
  • [Teil 3] (Teil 3)
  • Einband
  • Frontispiz
  • Titelseite
  • Inhalt
  • A. Asien
  • B. Afrika
  • C. Amerika
  • D. Australien
  • E. Die Südpolarländer
  • F. Die Weltmeere
  • G. Die Deutschen Kolonien
  • Übersichtstabellen
  • Einband

Volltext

6 
hinderlich erweisen, andernteils weil aus dem Mittelländischen Meere keine Wasser¬ 
verbindung zu Asiens Südküste bestand, und schließlich, weil in der Westhälfte 
Asiens kein Flußlauf das Vordringen in das Innere erleichtert. 
3. Geschichte. Die älteste Kenntnis davon kam durch die Phönizier, die auf 
ihren Fahrten zum goldreichen Ophir wohl bis an die Mündung des Indus 
gelangten. Ebendahin und auch wohl bis zum Pamir drangen die Griechen unter 
Alexander dem Großen zu Lande vor. Später ging die Kenntnis des Landes 
wieder verloren, und man wußte nur, daß der kostbare Seidenstoff aus dem 
fernen Lande der Serer komme. Im Mittelalter entschleierten die Kreuzzüge 
und das Vordringen des Islam einen Teil von Vorderasien, aber erst zu der Zeit, 
wo asiatische Horden in Schlesien einfielen, gelang es einem Europäer, dem 
Venetianer Marco Polo (im 13. Jahrhundert), den Erdteil zu durchqueren 
und bis nach China vorzudringen. 1498 gelangte der Portugiese Vasco da 
Gama mit dem Südwestmonsun nach Vorderindien und 1520 Magellan zu 
den Philippinen. Seit 1600 wirken in Südasien englische und holländische 
Handelsgesellschaften, und kurz vorher drangen die Russen in Sibirien vor, wo 
Berings im Anfange des 18. Jahrhunderts die Ostspitze des Erdteiles fand. 
Die planmäßige Erforschung begann Mitte des vorigen Jahrhunderts, wo 
die deutschen Brüder Schlagintweit in Indien und Innerasien reisten; in 
Innerasien setzten der Russe v. Prschewalski und der Schwede Sven Hedin 
die Forschungen fort; unsere Kenntnis von Ostasien beruht namentlich auf 
den Studien des Deutschen v. Richthofen in China, und in den Jahren 
1878—1879 gelang es dem Schweden Nordenskj öld, vom Atlantischen Ozean 
in nordöstlicher Richtung Asien zu umfahren oder die sogenannte nordöstliche 
Durchfahrt zu finden. Für die Erschließung des Erdteiles hat die Erbauung 
des Suezkanals sehr viel beigetragen. 
4. Grenzen und Flächengliederung. Die Grenzen werden nach drei Seiten 
vom Meer gebildet. Im Ägäischen Meere und im Malaiischen Archipel kann 
man zweifelhaft über die Grenzlinie sein und ebenso am Kaukasus, den man 
zu Europa oder zu Asien rechnen kann. Jedenfalls hat aber der Erdteil etwa 
él1^ Millionen Quadratkilometer Festland und 21/2 Millionen Quadratkilometer 
Inseln. Auf den Rumpf des Kontinentes entfallen etwa 33x/2 Millionen Quadrat¬ 
kilometer und 8 Millionen Quadratkiliometer auf die Halbinseln. Demnach ist 
Asien sehr reich gegliedert. 
Die südlichen Halbinseln entsprechen in vieler Hinsicht den europäischen: 
von W. nach 0. nimmt die Gliederung und der Inselreichtum zu. Die östlichen 
Inselgruppen bezeichnen den Außenrand eingebrochener Landmassen und be¬ 
grenzen jetzt Randmeere, in die meistens große Ströme münden. Die nördlichen 
Glieder sind flach und von geringer Bedeutung, da sie einen großen Teil des Jahres 
im Eise begraben liegen. So leicht zugänglich und aufgeschlossen die Außen¬ 
teile Asiens erscheinen, so abgeschlossen und schwer zugänglich ist das Innere. 
Hier liegen Hochländer, die durch riesige Hochgebirge von den benachbarten 
Ländern, aber auch von dem Einfluß der feuchten Meerwinde abgesperrt sind 
und deshalb große Trockengebiete darstellen. Während die Küstenländer 
frühzeitig zu hoher Kultur kamen, blieb das Binnenland zurück; dort ent¬ 
standen seßhafte Ackerbauvölker, hier viehtreibende Nomaden, und in jeder
	        

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Zitierempfehlung

Steinecke, Victor Albert G..., and Karl Kretschmer. [Teil 3]. Leipzig: Freytag, 1911. Print.
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