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Lesebuch für ländliche Fortbildungsschulen

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN720583853
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6064713
Title:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Author:
Schmidt, Max Georg
Editor:
Steinhauff, A.
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN720584469
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6064728
Title:
Allgemeine physische Erdkunde, Hauptfragen der Völkerkunde, Zusammenfassende Wiederholungen: Das deutsche Land als geschichtliche Größe, Das Deutschtum im Auslande
Shelfmark:
GEG-II 22(1,11)-7
Author:
Schmidt, Max Georg
Editor:
Steinhauff, A.
Volume count:
Teil 7
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Title page

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für ländliche Fortbildungsschulen
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Der Bauernstand sonst und jetzt
  • II. Das Haus und seine Sitte, die Familie und ihre Glieder
  • III. Tages- und Jahreslauf, Fleiß und Frömmigkeit
  • IV. Nahrung und Notdurft des Leibes und Lebens
  • V. Gesundheit und ihre Pflege, Krankheit und ihre Heilung
  • VI. Bildung und ihre Bedeutung, Besitz und seine Pflichten
  • VII. Der Hof und seine Ordnung, die Haustiere und ihre Pflege
  • VIII. Der Garten und seine Pflanzen, der Weinberg und seine Reben
  • IX. Der Acker und seine Bearbeitung, Aussaat und Ernte, Freunde und Feinde des Feldes
  • X. Wasser, Wald und Wiese
  • XI. Die Gemeinde und ihre Pflichten, die Genossenschaft und ihr Segen
  • XII. Gesetz und Recht
  • XIII. Vaterland und Volkstum
  • XIV. Weite Welt und Wanderung ins Weite
  • XV. Einige Muster zu Geschäftsaufsätzen
  • Advertising
  • Binder

Full text

XIII Vaterland und Volkstum. 
405 
In die Fußstapfen seines Großvaters ist nun unser Kaiser ge¬ 
treten. Er will das Los der Arbeiter bessern und sichern, sie zufrieden 
und glücklich machen. Die drei wohltätigen Gesetze zum Schutze der 
Arbeiter setzen fest: „Kranke Arbeiter werden verpflegt und unter¬ 
stützt, verunglückte unterhalten, alte und erwerbsunfähige 
mit einem Jahrgelde bedacht." Auch in der Fürsorge für die Land¬ 
wirtschaft setzt der Kaiser die Arbeit seines Großvaters fort. Sie 
wird gehoben durch landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, durch 
Vereine, Genossenschaften, landwirtschaftliche Schulen, Kreditkassen usw. 
Die erhöhte Bildung der Landwirte führt sie immer mehr zu einem 
denkenden Betriebe, den die Landwirtschaftskammern, Versuchs¬ 
stationen usw. wesentlich fördern. Die Liebigschen chemischen 
Entdeckungen über die Natur des Ackerbodens und den Ersatz der ver¬ 
brauchten Stoffe durch künstliche Düngung führten dahin, den Boden 
immer wirksamer zu bearbeiten und seine Ertragsfähigkeit durch allerlei 
künstliche Düngemittel zu erhöhen. Die Klagen über Leutenot sucht 
man durch erhöhte Löhne, Herbeiziehung fremder Arbeiter und ver¬ 
mehrte Maschinen zu stillen. Die Freizügigkeit hat Scharen von 
Arbeitern vom Lande in die Stadt und in die Fabriken getrieben. 
Gegen die Überflutung mit fremdem Getreide und die „niedrigen 
Preise" sind Schutzzölle eingeführt. Eine neue Provinzial- und 
Kreisordnung dehnte die Selbstverwaltung auch auf das Land aus 
und setzte an die Stelle der alten gutsherrlichen Polizei Amts¬ 
vorsteher für die neugebildeten Amtsbezirke. Die Versicherungen 
gegen Feuer, Hagel, Viehsterben und die Versicherung des eigenen Lebens 
gewannen immer größere Ausbreitung. Durch den Ankauf und die 
Zerlegung großer Güter zu Bauerngütern in Posen und Westpreußen 
durch die Ansiedelungs-Kommission wird dort ein tüchtiger Bauern¬ 
stand geschaffen und das bedrohte Deutschtum gestärkt. Viele neue 
Dörfer mit Gemeindehäusern, Kirchen und Schulen entstehen. 
8. Der Kaiser ist unermüdlich tätig. Kaiser Wilhelm II. 
ist von der Fußsohle bis zum Scheitel ein rechter Hohenzoller, d. h. ein 
frommer Christ, ein guter Deutscher, ein tapferer Soldat, ein fleißiger 
Arbeiter und ein entschlossener Regent. Er steht zeitig, meist um 6 Uhr, 
auf und widmet den ganzen Tag der Arbeit. Er hört die Vorträge 
der Minister, bespricht wichtige Angelegenheiten mit ihnen, liest und 
beantwortet eingegangene Schreiben, gibt Bittstellern Gehör, bekümmert 
sich um die Erziehung seiner Söhne, besichtigt die Truppen, hält hier 
oder da Heerschau ab und befehligt dabei gern selbst. 
Seine gewöhnliche Erholung sind Ritte, Fahrten und Gänge 
ins Freie. Auch liebt er die Jagd und erfreut sich an der Musik wie 
an guten Schauspielen. Gern unternimmt der Kaiser Reisen. Die 
Regierungsarbeiten läßt er sich dabei nachschicken und erledigt sie rasch 
und regelmäßig. Bei Meerfahrten hält er selbst Gottesdienst auf dem 
Schiffe; denn er fürchtet Gott und bittet täglich um Segen von oben. 
Schöne Worte des Kaisers sind: Meine Regierung soll nur dem 
Frieden und der Wohlfahrt des Volkes dienen. — Der König ist des 
Staates erster Diener. — Der deutsche Arbeiter kann der kaiserlichen
	        

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Polack, Friedrich et al. Lesebuch Für Ländliche Fortbildungsschulen. Wittenberg: Herrosé, 1903. Print.
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