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Deutsches Lesebuch für Tertia (Teil 4, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN720583853
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6064713
Title:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Author:
Schmidt, Max Georg
Editor:
Steinhauff, A.
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN720584469
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6064728
Title:
Allgemeine physische Erdkunde, Hauptfragen der Völkerkunde, Zusammenfassende Wiederholungen: Das deutsche Land als geschichtliche Größe, Das Deutschtum im Auslande
Shelfmark:
GEG-II 22(1,11)-7
Author:
Schmidt, Max Georg
Editor:
Steinhauff, A.
Volume count:
Teil 7
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Die Geographie der Lebewesen
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für höhere Schulen
  • Deutsches Lesebuch für Tertia (Teil 4, [Schülerband])
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Berichtigung
  • Poesie
  • Prosa
  • I. Griechische Sagen
  • II. Deutsche und nordische Sagen
  • III. Geschichtliche Darstellungen
  • IV. Erzählungen
  • V. Bilder aus der Erdkunde und Naturgeschichte
  • VI. Abhandlungen
  • VII. Briefe
  • Grundriß des Poseidontempels zu Pästum
  • Dorische Ordnung
  • Grundriß von San Paolo in Rom (Basilika)
  • Grundriß des Domes zu Bamberg
  • Romantisches Kreuzgewölbe im Dome zu Speier
  • St. Godehard zu Hildesheim
  • Dom zu Worms
  • Wimperg
  • Gotischer Pfeiler im Grundriß
  • Gotisches Maßwerk
  • Gotisches Gewölbe, gotischer Strebepfeiler und Strebebogen, gotisches Fenster
  • Gotischer Pfeiler (Kölner Dom)
  • Gotisches Fenster
  • Portal vom Kölner Dom
  • Ordensremter der Marienburg
  • Grundriß des Kölner Domes
  • Das Abendmahl von Leonardo da Vinci
  • Advertising
  • Binder

Full text

G. Weber: Die Hansa. 
315 
Eigenhandel der deutschen Kaufleute in den großen Gebieten, für 
welche sie den Mittelpunkt bildeten. 
Zur Zeit ihrer Blüte zählte die Hansa siebenundsiebzig, teils 
reichsunmitlelbare, teils von geistlichen oder weltlichen Fürsten ab¬ 
hängige Stadtgemeinden, von Middelburg und Amsterdam bis Reval 
und Narwa, von Wisby bis Breslau. Nicht bloß Seestädte wie 
Hamburg, Stettin, Riga, Danzig und viele andere, sondern auch 
Binnenstädte, namentlich die alten Gemeinden Westfalens und Nieder- 
sachsens, Soest, Münster, Magdeburg, Braunschweig, Salzwedel, 
waren Mitglieder der großen norddeutschen Kaufmannsgilde. Die 
erste überseeische Faktorei war der Stahlhos in London, wo die deut¬ 
schen Kaufleute in. geschlossenem Gemeinwesen, mit strenger Zucht, in 
klösterlicher Ordnung und in ehelofem Stande lebten, sich nicht mischend 
mit den Eingeborenen, aber geachtet und unentbehrlich. Sie brachten 
die Pelze Rußlands, die Heringe und Stockfische Skandinaviens, 
Korn, Holz und die Erzeugnisse des Südens nach England und 
errangen sich zahlreiche Privilegien von den Königen, die meist ihre 
Schuldner waren. Damals hieß es auf dem Kontinent: „Wir kaufen 
von denr Engländer den Fuchsbalg für einen Groschen und verkaufen 
ihm den Fuchsschwanz wieder für einen Gulden." In der Ostsee war 
nach Lübeck Wisby, auf der Felseninsel Gotland von deutschen An¬ 
siedlern gegründet, der wichtigste Mittelpunkt des nordischen Handels. 
Doch nach seiner Eroberung und Plünderung durch die Dänen im 
Jahre 1361 verlor es seine merkantile Stellung, die nun auf Danzig 
überging. Verödet und vereinsamt weist heutigen Tages die Stadt 
nur noch in den Marmorruinen ihrer Kirchen und Prachtbauten auf 
lang entschwundenen Glanz. Den Handel mit dem Osten, mit der 
Türkei, mit Persien, Indien, Ägypten vermittelte die große Faktorei 
im St. Petershofe zu Nowgorod, der alten Stadt am Wolchow. Der 
große Weltmarkt der damaligen Zeit aber, wo alle europäischen 
Nationen ihre geschützten und bevorzugten Niederlassungen hatten, die 
eigentliche hohe Schule für den Weltverkehr war Brügge in Flandern, 
und auch da hatte die deutsche Hansa ihr mächtiges Haus. Hier 
wurden für die Erzeugnisse des Nordens die Waren und Luxus¬ 
gegenstände, die aus Italien, Spanien und Indien kamen, sowie kost¬ 
bare Tuche und Spitzen aus Flandern und Brabant eingetauscht. 
Indem nun aber die Städte des Hansabundes auch mit den süd¬ 
deutschen Städten in kaufmännischen Verkehr traten, halfen sie dazu, 
daß Deutschland über dreihundert Jahre hindurch den Mittelpunkt 
des europäischen Handels bildete. Die Erzeugnisse des Orients 
wurden durch die italienischen Handelsstädte nach Augsburg und 
Nürnberg gebracht und von da weiter geführt. Aus den lebenskräf¬ 
tigen Städten der gesegneten Lombardei zogen die Saumrosse durch
	        

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Hellwig, Paul et al. Deutsches Lesebuch Für Tertia. Leipzig: Ehlermann, 1893. Print.
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