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Allgemeine physische Erdkunde, Hauptfragen der Völkerkunde, Zusammenfassende Wiederholungen: Das deutsche Land als geschichtliche Größe, Das Deutschtum im Auslande (Teil 7)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN720583853
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6064713
Title:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Author:
Schmidt, Max Georg
Editor:
Steinhauff, A.
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN720584469
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6064728
Title:
Allgemeine physische Erdkunde, Hauptfragen der Völkerkunde, Zusammenfassende Wiederholungen: Das deutsche Land als geschichtliche Größe, Das Deutschtum im Auslande
Shelfmark:
GEG-II 22(1,11)-7
Author:
Schmidt, Max Georg
Editor:
Steinhauff, A.
Volume count:
Teil 7
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Hauptfragen der Völkerkunde und Anthropogeographie
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
  • Allgemeine physische Erdkunde, Hauptfragen der Völkerkunde, Zusammenfassende Wiederholungen: Das deutsche Land als geschichtliche Größe, Das Deutschtum im Auslande (Teil 7)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Allgemeine Erdkunde
  • Das Land
  • Das Meer
  • Die Lufthülle der Erde (Atmosphäre)
  • Die Geographie der Lebewesen
  • Hauptfragen der Völkerkunde und Anthropogeographie
  • Das deutsche Land als geschichtliche Größe
  • Das Deutschtum im Ausland
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • Bilderanhang
  • Bilderanhang
  • Binder

Full text

Geistes- und Gefühlsleben. 
85 
Geistes- und Gefühlsleben. Kuch die Knfänge mancher Wissenschaften führen 
auf Anregungen der Naturumgebung zurück (Astronomie und Astrologie, die ältesten 
Wissenschaften, in den flachen Trockenräumen von Mesopotamien und Ägypten; Wasser¬ 
baukunst in Holland- Beobachtung der Meeresströme und Winddriften bei polynesiern 
und Krabern, Geognosie und Mineralogie als Folge des Bergbaues in Deutschland). 
Nur das Schlaraffenleben der Tropen konnte keinen geistigen Fortschritt erzeugen. 
In Zagen und Mythen spiegelt sich vielfach die Erinnerung an Naturgewalten 
wieder. Feuer- und Luftgeister der Wüstenmärchen sind Verkörperungen der gefürchteten 
Glut- und Staubwindei das launische Spiel Rübezahls versinnbildlicht den jähen Witterung?- 
Wechsel des Riesenkamms. 
Ähnliches findet sich in den religiösen Anschauungen, die freilich in erster 
Linie im innersten Fühlen des Menschen wurzeln. Naturvölker fassen ihre Gottheiten 
zunächst als Verkörperungen der Naturkräfte auf (Wodan, der Windgott, Sonnenkult 
der Inkas). 5lus dem altpersischen und altägyptischen Dualismus klingt der Gegensatz 
von Kulturland und Wüste heraus. Die Einsamkeit der Wüste dient innerer Einkehr 
(Moses, Elias, Johannes der Täufer, Jesus, die Asketen, Mohammed), und ihre Ein- 
förmigkeit lenkt Kuge und Sinn von der Ode des Bodens zu den Gestirnen und dem 
über ihnen waltenden Gott. Waldvölker wiederum pflegen Baum, Strauch und Bach 
mit Gottheiten zu beleben. 
vor allem zeigt die Kunst mancherlei geographische Einflüsse. Das Gebirgsecho 
fördert (im Gegensatz zur Ebene: „Friesland singt nicht") musikalische Neigungen (Jodeln, 
Zitherspiel in den Klpen). Vereinsamung in gleichförmiger Natur (Steppe) stimmt zu 
Schwermut und Melancholie, was in der Dichtkunst zum Ausdruck kommt (Nikolaus 
Lenau in den Pußten, Theodor Storm im Marschland Schleswig-Holsteins; die klein- 
russischen Gesänge). 
Die bildende Kunst, zumal die Plastik, wird durch leicht zu bearbeitende Stoffe 
(Marmor, Ton, holz) zu immer vollkommneren Leistungen angespornt. (Blüte der Bild- 
Hauerkunst in alter und neuerer Zeit in Griechenland und Italien durch den Marmor 
von paros und Karrara; altetruskische Vasenkunst und die Majolikakunst des Mittel- 
alters durch die plastischen Tone- üppige Ornamentik der Holzkirchen Norwegens.) Da- 
zu gibt die Naturumgebung mancherlei Vorbilder (Kkanthusblätter der korinthischen 
Säule, Palme und Lotosblume der ägyptischen Plastik- Tiermalerei und Marinestück 
der Holländer). 
5tuch das Klima ist für die Kunstentfaltung und -richtung von Wichtigkeit. 
(Freskenmalerei und Temperafarben in den lichthellen Sälen und Kirchen und an den 
Wänden öffentlicher Gebäude in Italien; kleine Staffeleigemälde und leuchtende Ölfarben 
im trübfeuchten Holland. Der Sinn für Formenschönheit unter dem ewig blauen Himmel 
Griechenlands.) 
Das deutsche Land als geschichtliche Größe. 
Einleitung. 
Landräume und Geschichte. Herder hat gelegentlich die Geschichte als eine „in 
Bewegung gesetzte Geographie" bezeichnet. Nun wäre es freilich über das Ziel hinaus- 
geschossen, wenn man, wie jener Ausspruch vermuten läßt, den Gang der Geschichte
	        

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Klöden, Gustav Adolph von. Lehrbuch Der Geographie Zum Gebrauche Für Schüler Höherer Lehranstalten. Berlin: Weidmann, 1867. Print.
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