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Landeskunde von Braunschweig und Hannover (Erg.)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN71997481X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4499728
Title:
E. v. Seydlitz'sche Geographie
Author:
Seydlitz, Ernst von
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in drei Ausgaben ; illustrirt durch eine Reihe nach Originalzeichnungen ausgeführter Kartenskizzen und Abbildungen

Volume

Persistent identifier:
PPN720852285
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6121113
Title:
Landeskunde von Braunschweig und Hannover
Shelfmark:
GDG-II 4(2,1899)E Nds
Author:
Seydlitz, Ernst von
Editor:
Oehlmann, Ernst
Volume count:
Erg.
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1899
Edition title:
2., umgearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
zunächst zur Ergänzung der Schulgeographie von E. von Seydlitz

Chapter

Title:
II. Landschaftskunde
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • E. v. Seydlitz'sche Geographie
  • Landeskunde von Braunschweig und Hannover (Erg.)
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Allgemeine Übersicht
  • II. Landschaftskunde
  • III. Das Klima
  • IV. Pflanzen- und Tierleben
  • V. Geschichte
  • VI. Ortschaftskunde
  • VII. Die Bevölkerung und ihr Leben und Treiben
  • VIII. Staatliche Einrichtungen
  • IX. Tabellen
  • [X. Bilderanhang]
  • Litteratur-Übersicht
  • Binder

Full text

Das Klima. 
17 
c. Die 7 arg verkleinerten ostfriesischen Inseln werden durch Stein- 
brüstnngen, Buhnen (d. s. rechtwinkelig von der Küste ins Meer laufende 
Steindämme) und durch BePflanzung der Düueu mit großeu Kosten geschützt. 
Die jüngste Insel, der als Dünenwall entstandene Memmert, ist unbewohnt, 
Borkum ist ein bedeutendes Seebad und besitzt allein noch Marschland, Norder- 
ney^) einen blühenden, stadtgleichen Badeort und Langeoog (Oog^-Jnsel) 
ein vom Kloster Locknm unterhaltenes Hospiz für Badegäste; im übrigen aber 
sind jetzt alle bewohnten Inseln auch Seebäder. 
Die lange dauernde Abgeschlossenheit hat bei den Ostfriesen die Erhaltung eigen- 
tümlicher Charakterzüge begünstigt, unter andern ein starkes Nechtsgefühl und Verschlos¬ 
senheit gegen Fremdes, und die stolze Thatsache, daß sie ein gutes Stück des Bodens, den 
sie bewohnen, selbst geschaffen haben, hat ein gesteigertes Selbstbewußtsein erzeugt („Eäla 
freya Fresena!"). Eigenartige Orts- und Personennamen. 
III. Das Klima. 
I) Nachstehende Tabelle giebt Aufschluß über die wichtigsten Verhältnisse: 
Seehöhe 
Wärme in Celsiusgraden 
Regen¬ 
höhe 
Niederschlagstage 
Januar 
Juli 
Jahr 
in mm 
Emden 
8,5 m 
0,4 
17,1 
8,3 
729 
176 
Osnabrück . . . 
68 „ 
M 
18,1 
9,5 
715 
157 
Lüneburg. . . . 
20 
— 0,1 
17,3 
8,3 
598 
167 
Hannover. , . . 
61 
0,7 
17,4 
9 
601 
167 
Braunschweig . . 
83 „ 
— 1 
19 
9 
619 
192 
Göttingen . . . 
150 „ 
0 
17 
8,5 
547 
160 
Klausthal . . . 
591 „ 
— 2 
15 
6 
1353 
201 
Niedersachsen . . 
— 
0 
17 
8,4 
700 
171 
2) Niedersachsen genießt ein gemäßigtes Klima. Die mittlere Jahres- 
wärme (wie zu berechnen?) steigt durch den Einfluß des Meeres um 5° 
höher, als man bei der Entfernung des Landes vom Äquator erwarten sollte. 
Die Wirkung des Meeres auf das Klima des Landes ist eine ausgleichende; 
im Friihliug und Sommer wirkt es abkühlend, im Herbst und Winter er- 
wärmend. Warum? 
Die Wärme nimmt mit der größeren Erhebung über den Meeresspiegel ab, bei uns 
beträgt diese Abnahme etwa auf je 100 m. Der Brocken hat mit 2,4° nur die mittlere 
Wärme der Nordspitze Norwegens. Die Springen blühen im niederen Lande zumeist in 
der ersten, um den Harz in der zweiten Hafte des Mai, auf dem Oberharz gar erst im 
Juni, an der Mündung der Oder und Weichsel ebenfalls erst in der zweiten Hälfte des 
Mai, denn die Jahreswärme nimmt auch nach Osten zu in Norddeutschland ab. Das 
Vieh bleibt in den Küstengegenden bis Ende November im Freien, Schafe sogar den 
ganzen Winter hindurch. 
3) Unter sämtlichen Winden kommt etwa die Hälfte aus S.W., W. und 
N.W., ans dem S.W. allein fast |. Im Frühjahr steht das Flachland zu- 
weileu bis zu 50 Tagen unter dem Eiufluffe kalter n. oder ö. Winde aus 
Hoch-Asieu. 
i) D. i. wahrscheinlich Norder-nige-ooge — Norder neue Insel. 
Oehlmann, Landeskunde von Braunschweig und Hannover. 2. Aufl. 
2
	        

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Seydlitz, Ernst von, and Ernst Oehlmann. Landeskunde Von Braunschweig Und Hannover. Breslau: Hirt, 1899. Print.
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