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Landeskunde von Braunschweig und Hannover (Erg.)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN71997481X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4499728
Titel:
E. v. Seydlitz'sche Geographie
Autor*in:
Seydlitz, Ernst von
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in drei Ausgaben ; illustrirt durch eine Reihe nach Originalzeichnungen ausgeführter Kartenskizzen und Abbildungen

Band

Persistenter Identifier:
PPN720852285
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6121113
Titel:
Landeskunde von Braunschweig und Hannover
Signatur:
GDG-II 4(2,1899)E Nds
Autor*in:
Seydlitz, Ernst von
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Oehlmann, Ernst
Bandzählung:
Erg.
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1899
Ausgabenbezeichnung:
2., umgearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
zunächst zur Ergänzung der Schulgeographie von E. von Seydlitz

Kapitel

Titel:
III. Das Klima
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • E. v. Seydlitz'sche Geographie
  • Landeskunde von Braunschweig und Hannover (Erg.)
  • Titelseite
  • Inhalt
  • I. Allgemeine Übersicht
  • II. Landschaftskunde
  • III. Das Klima
  • IV. Pflanzen- und Tierleben
  • V. Geschichte
  • VI. Ortschaftskunde
  • VII. Die Bevölkerung und ihr Leben und Treiben
  • VIII. Staatliche Einrichtungen
  • IX. Tabellen
  • [X. Bilderanhang]
  • Litteratur-Übersicht
  • binder

Volltext

18 
Landeskunde von Braunschweig und Hannover. 
Über dem n. Atlantischen Ozean ist der Luftdruck meistens sehr gering, das Queck- 
silber im Barometer steht niedrig: es bildet sich sehr leicht ein barometrisches Minimum. 
Nach dem Orte eines solchen strömen die Winde von allen Seiten zusammen, und indem 
es n.o.-wärts an den Küsten Europas vorüberwandert, zieht es die westlichen Winde über 
unser Land spiralförmig nach sich. Der N.W.-Wind ist zwar nicht der am häufigsteu 
auftretende, aber der ranheste und heftigste; davon zeugen die Bäume, die sich nach S.O. 
hinüberbiegen und an der „Wetterseite" mit Moos und Schorf bekleiden. An der Küste 
hemmt der N.W. den Baumwuchs, auf den Inseln gedeihen Bäume ungeschützt nicht 
mehr. Plötzliches Hereinbrechen kalter N.- und O.-Winde erzeugt im Mai die Kälte-Rück- 
fälle mit den schädlichen Nachtfrösten, die häufig um den 11.—13. Mai einfallen, daher 
der böse Ruf der „drei gestrengen Herren": Mamertus, Pankratius, Servatius. 
Durch die jäh und rasch wechselnd einsetzenden Winde wird namentlich das Küstenklima 
sehr veränderlich. — Hier weht an heißen Tagen die Luft vom Meere während des 
Tages als Seewind nach dem stärker erwärmten Lande, umgekehrt des Nachts der Land- 
wind nach dem alsdann wärmeren Meere. 
4) Den Seewinden verdanken wir es, daß unsere Heimat in ihren küsten- 
nahen Teilen eine um etwa 60 mm größere Regenhöhe hat als das nord- 
deutsche Flachland im allgemeinen. Die nach N.W. gerichteten Ecken unserer 
Mittelgebirge fangen die meisten Regenwolken auf; s. den Brocken S. 6. 
Der trockenste Monat ist der April, der regenreichste der Heu- und Ferien- 
monat Juli. An den Küsten ist auch der Herbst sehr regenreich. 
Die größte Regenhöhe an einem Tage ist mit 72 mm bei Klansthal beobachtet. 
An Schnectagen zählt Lingen 18, Brauuschweig 41. Klausthal 72, der Brocken 244 im 
Mittel. Die Gewitter treten am häufigsten im Juli auf, aus der „Gewitterecke", dem 
Südwesten, kommend. 
IV. Pflanzen- und Tierleben. 
Die Bodenbedeckung, die einem großen Teile unseres Gebietes sein eigenartiges Ge- 
präge giebt, ist das Heidekraut, überwiegend bestehend aus der gemeinen Heide 
(Calluna vulgaris), daneben aus der fröhlicher aussehenden Doppheide (Erica tetralix). 
Sie bedecken im R.B. Lüneburg gegen 22, in Stade 28, Osnabrück 32^ des Bodens. 
Sie geben aber nach der Auffassung hannoverscher Forstleute eine höhere Grnndrente, 
als wenn sie „zur Hebung der Landeskultur" in Kiefernwälder verwandelt würden. 
Entstanden sind die Heiden zum Teil aus sich selbst heraus durch die Ungunst des Bodens, 
dessen feiner, kalkloser Sand nicht feucht genug ist, um Grasrasen zu erhalten. Wird der 
Boden hinreichend durchfeuchtet, so schwindet die Calhma und macht anderen Gewächsen 
Platz. Sie kommt demnach nur auf Sandboden und im Hoch-, nicht im Tiefmoore vor. 
Die Calhma fchwiudet aber auch, wenn der Heideboden sich selbst überlassen ist und 
durch menschliches Eingreifen in keiner Weife gestört wird, denn alsdann wird sie in 
verhältnismäßig knrzer Zeit vom Waldwnchse überzogen, der noch im Mittelalter unsere 
jetzigen Heideflächen bedeckt hat, aber durch unverständige Forstwirtschaft, im Lüneburgischen 
durch den Holzbedarf des uralten Salzwerkes, zerstört wurde. Der Kreislauf muß danach 
im allgemeinen folgender gewesen sein: Der Wald geht durch menschliches Eingreifen 
ein, sein Boden versumpft und vermoort, auf den völlig ausgewachsenen und damit ab¬ 
sterbenden Mooren (Hochmooren) siedelt sich die Heide an, und diese würde wieder dem 
Buschwalde weichen, wenn der Mensch nicht ihren Bestand künstlich unterhielte. Es giebt 
bei uns keine sogenannten „Urheiden", denn die Calluna wird nur etwa 15 Jahre alt, 
wird aber immer wieder durch Plaggenhieb und Weide gezwungen sich zu erneuern, wobei 
der.Viehbiß, der den Wacholder verschont, den Waldwuchs unterdrücktl). — Eine Eharakter- 
1) Ernst L. L. Krause, Die Existenzbedingungen der nordwestdeutschen Heidefelder 
(Globus 1895, Bd. 70).
	        

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Seydlitz, Ernst von, and Ernst Oehlmann. Landeskunde Von Braunschweig Und Hannover. Breslau: Hirt, 1899. Print.
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